Der 1. FC Köln kann nach den Blick dem Sieg gegen den SC Paderborn endgültig nach oben richten
Der 1. FC Köln kann nach den Blick dem Sieg gegen den SC Paderborn endgültig nach oben richten © Getty Images
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Der 1. FC Köln darf langsam aber sicher vom Europapokal träumen. Gegen Mitaufsteiger SC Paderborn feiern die Domstädter bereits den dritten Sieg in Serie.

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Der 1. FC Köln hat seinen grandiosen Lauf in der Bundesliga auch gegen den SC Paderborn fortgesetzt und zugleich auch seinen Freitagsfluch gebrochen. (Spielplan der Bundesliga)

Beim 2:1-Sieg im Duell der Aufsteiger feierten die Domstädter ihren ersten Sieg an einem Freitag nach zuvor sieben Niederlagen in Serie. Durch den dritten Erfolg in Serie baute der Effzeh seine Bilanz unter Markus Gisdol auf 22 Punkte in zwölf Partien aus und liegt damit aktuell nur noch vier Punkte hinter den Europa-League-Plätzen.

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Für die Tore in der Benteler Arena sorgten Innenverteidiger Jorge Meré (28.) nach einer Ecke und Jonas Hector (36.) mit einem Traumtor. Der Nationalspieler vollendete ein Zuspiel von Winterleihgabe Mark Uth mit einem sehenswerten Schlenzer im rechten Winkel. Dennis Srbeny (73.) machte das Spiel mit seinem Tor in der Schlussphase noch einmal spannend.

Auf den Rängen blieb es, mit Ausnahme von Pyrotechnik im Kölner Gästeblock und einigen Unmutsbekundungen gegenüber dem DFB, diesmal ruhig. 

Hector stellt Weichen per Traumtor auf Sieg

"Es war das erwartet schwere Spiel. Wir wollten nach den erfolgreichen letzten Wochen natürlich auch hier drei Punkte einfahren. Wir wissen wo wir herkommen und können das das richtig einordnen. Jetzt freuen wir uns auf Gladbach", sagte FC-Torwart Timo Horn nach dem Spiel bei DAZN.

Die erste Chance in einer mäßigen Anfangsphase gehörte den Hausherren. Nach einem Einwurf auf der linken Seite kam Srbeny aus guter Position zum Abschluss, sein Schuss traf aber nur das Außennetz (23.). (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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Besser machte es drei Minuten später dann Meré. Nach einem Eckball von Florian Kainz verlängerte Uth den Ball mit dem Kopf an den langen Pfosten, wo der Innenverteidiger bei seinem erst siebten Saisoneinsatz nur noch den Fuß hinhalten musste.

Mit der Führung im Rücken zogen sich die Kölner in der Folge etwas zurück und lauerten auf Konter. Nach einem Einwurf landete der Ball neun Minuten vor der Pause bei Mark Uth, der den Ball nach schnellem Antritt auf Höhe der Strafraumgrenze auf Hector ablegte. Dessen passgenaue Direktabnahme landete unhaltbar für Leopold Zingerle im Tor des SCP.

Srbeny schockt Köln aus dem Nichts

"Du liegst schnell 0:2 hinten, dann gehen die Köpfe runter, dann fehlt der Glaube. Der kam erst mit unserem 1:2 zurück", meinte Zingerle. "Mir fehlen langsam die Worte", sagte Srbeny. "Es kotzt mich an. Aber wir geben nicht auf."

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In der zweiten Hälfte beschränkte sich Köln zusehends darauf, die Führung zu verwalten, eigene Strafraumaktionen konnten die mitgereisten Fans, die zwischenzeitlich bereits vom Europapokal sangen, kaum noch bestaunen. Die zunächst beste Kölner-Chance im zweiten Durchgang hatte Florian Kainz auf dem Fuß. Ein eigentlich für den Kopf von Toni Leistner vorgesehener Eckball landete unberührt am Außenpfosten.

Paderborn musste indes lange auf den ersten Abschluss aufs Tor warten, ehe Srbeny das Spiel in der 73. Minute wie aus dem Nichts noch einmal spannend machte. Nach einer Hereingabe von Kai Pröger vollendete der Winterneuzugang per Kopf zu seinem vierten Saisontor.

Latte verhindert späten Paderborner Ausgleich

Die Schlussphase entwickelte sich schließlich zum Nervenkrieg. Während Paderborn nun alles nach vorne warf, lauerten die Gäste auf Konter und verpassten durch Anthony Modeste knapp zwölf Minuten vor dem Ende die vorzeitige Entscheidung. Auf der Gegenseite traf Abdelhamid Sabiri in der 86. Minute per Freistoß nur die Latte.

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Am Ende bleib es aber doch beim zehnten Saisonsieg der Kölner, die den Blick vor dem Nachholderby bei Erzrivalen Borussia Mönchengladbach am kommenden Mittwoch weiter nach oben richten können. Der SCP bleibt dagegen mit nur 16 Punkten auf dem letzten Platz. Der Abstand auf das rettende Ufer beträgt neun Spiele vor dem Ende bereits neun Zähler. Tabelle der Bundesliga)

"Es war ganz gut aber natürlich nicht so souverän wie in den letzten Wochen. Wir wollen jetzt genauso weitermachen wie in den letzten Wochen auch. Im Derby ist immer alles möglich. Deswegen werden wir dort alles reinhauen - für die Fans und für die Stadt. Und dann schauen wir, was wir mitnehmen können", kündigte Uth mit Blick auf das anstehende Nachholderby gegen Borussia Mönchengladbach am Mittwoch an.