Florian Kohfeldt erhält weiter die volle Unterstützung der Werder-
Florian Kohfeldt erhält weiter die volle Unterstützung der Werder-Entscheidungsträger © Getty Images
Lesedauer: 3 Minuten

Werder Bremen taumelt nach acht Pleiten in den letzten neun Ligaspielen dem Abstieg entgegen. Trotzdem sitzt Trainer Florian Kohfeldt weiter fest im Sattel.

Anzeige

Tabellenvorletzter und kaum Hoffnung auf Besserung: Werder Bremen torkelt, wie es scheint, dem zweiten Abstieg aus der Bundesliga entgegen.

Und doch wiederholte Sportdirektor Frank Baumann auch nach der 0:3-Pleite bei RB Leipzig die Worte, die er derzeit sinngemäß nach jedem Spiel in den Mund nimmt.  

Anzeige

"Wir haben Überzeugung in die Arbeit von Florian", sagte Baumann bei Sky. "Wir werden alles dafür tun, dass wir mit Florian, mit der Mannschaft die richtigen Maßnahmen finden, um uns zu befreien."

Für den früheren Mittelfeldspieler gebe es keine Veranlassung, über eine Trainerentlassung nachzudenken.  "Er erreicht die Mannschaft, die Mannschaft steht hinter ihm. Deswegen gibt es keine Veranlassung, daran zu zweifeln."

Hinten offen, vorne harmlos

Die Frage lautet allerdings: Ist die die Treue der Bremer Klubverantwortlichen noch immer gerechtfertigt - oder ist sie eine Nibelungentreue?  

Der CHECK24 Doppelpass mit Rainer Bonhof, Axel Kruse und Andreas Rettig, So. ab 11 Uhr LIVE im TV auf SPORT1

SPORT1 blickt auf Zahlen und Statistiken, die jedem Werder-Fan Angst machen dürften:

- Fatale Serie: Werder Bremen hat acht der letzten neun Bundesliga-Spiele verloren.

- Schlechteste Bilanz aller Zeiten: Mit nur 17 Punkten nach 22 Spieltagen haben die Norddeutschen die schlechteste Zwischenbilanz der Vereinsgeschichte. Am Ende der Abstiegssaison 1979/80 hatten die Bremer elf Siege auf dem Konto!

- Werder fand offensiv nicht statt: Bremen brachte in Leipzig nur zwei Torschüsse aufs Tor, hatte nur eine Ecke und schlug nur fünf Flanken.

Jetzt das aktuelle Trikot von Werder Bremen bestellen - hier geht's zum Shop! | ANZEIGE

- Torgefahr? Welche Torgefahr?: Seit sage und schreibe 696 Minuten ist der SVW ohne eigenes erzieltes Tor, also fast zwölf Stunden. In dieser Zeitspanne fielen nur zwei Eigentore der Gegner.

Meistgelesene Artikel
  • Fussball / Bundesliga
    1
    Fussball / Bundesliga
    So schlagen sich Bayerns Leihspieler
  • Fussball / Bundesliga
    2
    Fussball / Bundesliga
    Favres unnötige Derby-Baustelle
  • Fussball / Bundesliga
    3
    Fussball / Bundesliga
    Das überrascht Roca beim FC Bayern
  • Int. Fussball / Premier League
    4
    Int. Fussball / Premier League
    Klopp von United-Stürmer fasziniert
  • US-Sport / NFL
    5
    US-Sport / NFL
    Bradys Bucs holen wohl Skandalprofi

- 51 Gegentore: Werder kassierte bereits 51 Gegentore in dieser Bundesliga-Saison und stellt damit die Schießbude der Liga. So viele Gegentreffer zu diesem Saisonzeitpunkt waren es nur in der Abstiegssaison 1979/80 (damals 54), in der ganzen letzten Saison waren es nur 49 Gegentreffer (und am Ende Rang 8).

- Anfällige Phase nach der Pause: Werder fing zum zehnten Mal in dieser Saison ein Gegentor in der Viertelstunde nach der Halbzeit-Pause - Ligahöchstwert.

- Zehn Eckball-Gegentore: Werder kassierte 15 Standardgegentore, das sind die meisten aller Teams; alleine zehn Mal schlug es nach Ecken ein, kein anderer Bundesligist fing mehr als fünf Eckballgegentore.

Kohfeldt selbst lässt sich trotz der erschreckenden Bilanz weiterhin nicht beirren. "Ich werde kämpferisch bleiben. Wenn mich das so stören würde, dass ich nicht mehr kämpferisch wäre, hätte ich ein Problem", sagte der Coach. Falls es noch etwas mit der Rettung werden soll, müssen jetzt allerdings schleunigst Taten folgen.