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München - Der SC Paderborn ärgert den FC Bayern nach Kräften - auch dank Torhüter Leopold Zingerle. Für den Keeper ist die Rückkehr nach München ein besonderes Spiel.

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Am Ende stand Leopold Zingerle mit leeren Händen da.

Der Keeper des SC Paderborn hatte zuvor im Duell mit dem FC Bayern teilweise überragende Paraden gezeigt und musste am Ende (2:3) doch wieder als Verlierer vom Platz.

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In diesen 90 Minuten stahl Zingerle seinem berühmten Kontrahenten auf der Bayern-Seite sogar die Show.

Während Bayern-Schlussmann Manuel Neuer fatal patzte, wurde Zingerle zum Hexer - ob beim Herauslaufen gegen Kingsley Coman oder mit reihenweise Reflexen gegen die anderen Stars des FCB.

Zingerle mit Vergangenheit beim FC Bayern

"Wenn man uns vorher sagt, wir verlieren knapp, dann sagst du, wenn wir eine gute Leistung bringen, geht das in Ordnung. Aber so ist es natürlich schon wieder extrem ärgerlich", bilanzierte der SCP-Schlussmann nach der Partie in der Mixed-Zone.

Und doch war es für den 25-Jährigen kein Spiel wie jedes andere. Von 2002 bis 2015 spielte Zingerle selbst im Bayern-Dress, durchlief dabei Bayerns-Jugendteams, bestritt 50 Spiele für die U23 des Rekordmeisters und durfte in 15 Partien bei den Profis auf der Bank sitzen. Zu einem Einsatz bei den Profis reichte es allerdings nicht. 

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Zingerle selbst war sich der Bedeutung der Partie durchaus bewusst: "Es war ein besonderes Spiel für mich, in der Heimat, in diesem Stadion. Da ist man schon froh, wenn man ein gutes Spiel machen kann."

Zingerle tauschte sich mit Gerland aus

Für Zingerle, der nach Zwischenstopps in Fürth und Magdeburg 2017 bei den Ostwestfalen landete, ging ein Traum in Erfüllung. "Ich saß hier oft im Stadion und habe viele Bayern-Spiele gesehen. Klar träumt man dann schon davon, hier zu stehen - auch in einem Pflichtspiel."

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Nach dem Schlusspfiff tauschte er sich noch auf dem Rasen mit Herrmann Gerland aus, den Zingerle als "alten Weggefährten" bezeichnete. "Er ist ein guter Typ und hat sich viel um mich gekümmert", schilderte Zingerle bei DAZN seine Beziehung zum Bayern-Urgestein. 

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Der gebürtige Münchner hat nun sogar noch länger Gelegenheit zum Verweilen in der alten Heimat. Denn die Mannschaft verbringt die Nacht, laut Zingerles Aussage, noch in München. So kann er sich noch mit weiteren ehemaligen Weggefährten aus Bayern-Tagen austauschen.

Dann hat er zumindest auf persönlicher Ebene Zählbares erreicht.