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SPORT1-Experte Stefan Effenberg spricht über die Schmähungen gegen Dietmar Hopp und sieht DFB und DFL in der Pflicht. Mario Basler fordert Durchgreifen gegen die Ultras.

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Nach den Schmähungen gegen Dietmar Hopp in Sinsheim hat SPORT1-Experte Stefan Effenberg den Verband zum Handeln aufgefordert.

"Jetzt sind der DFB und die DFL in der Verantwortung", sagte Effenberg im CHECK24 Doppelpass bei SPORT1.  Er ergänzte: "Alle kennen die Problematik, aber keiner tut etwas. Jetzt müssen wir auf den FC Bayern hoffen."

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Basler: "Man gibt den Ultras zu viel Macht"

Der frühere Frankfurt-Boss Heribert Bruchhagen meinte zu den Schmähungen: "Wir sind die Dinge ja gewohnt. Man hat wird im Internet attackiert. Es begegnet einem dort unfassbarer Hass. Ebenso in den Stadien. Aber das am Wochenende: Das war der Kulminationspunkt."

In Sinsheim hatten einige Bayern-Fans mit einem Banner den Hoffenheimer Mehrheitseigner beleidigt. Die Partie wurde zwei Mal unterbrochen. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge hatte nach der Partie ein hartes Durchgreifen gegen die Fans, die die Banner gezeigt hatten, angekündigt. 

Für SPORT1-Experte Mario Basler sind die Ultras ein Problem im Fußball. "Man gibt den Ultras zu viel Macht. Die Vereine haben Angst. Sie sind ja nicht für den Fußball sondern dagegen. Sie müssen raus aus den Stadien."

Bruchhagen mit deutlicher Kritik für Ultras

Auch Bruchhagen ist kein Freund der Ultra-Gruppierungen. Er sagte: "Die Ultras erfahren eine gewisse Vereinsamung im privaten Leben. Da bildet sich ein Chorgeist, der mit Feindbildern gestärkt wird. Und das ist das Hauptproblem. Es ist ein soziologisches Problem. Sie lieben den Fußball nicht. Ich sehe aktuell die Züge aufeinander zufahren."

Ex-Profi Michael Rummenigge sieht, das "eine Linie überschritten worden" ist. "Es sind Dinge passiert, die unter die Gürtellinie gehen. Diese Leute wollen den Fußball kaputtmachen und da müssen wir jetzt Gas geben." Er forderte: "Die Leute, die diese Plakate hochhalten, müssen gnadenlos bestraft werden."

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Der frühere Profi Effenberg blickte auf seine aktive Karriere zurück. Schon damals habe es Beleidigungen gegen Spieler gegeben, doch "wir sind nicht aufgestanden, sondern haben weitergespielt. Jetzt sind wir in einer Zeit wo die Leute aufstehen".