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Gelsenkirchen - Der FC Schalke 04 kommt gegen den SC Paderborn nicht über ein Remis hinaus. Dabei gehen die Schalker sogar in Führung, doch Paderborn steckt nicht auf.

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Nach dem kräfteraubenden Einzug ins Pokal-Viertelfinale hat Schalke 04 im Rennen um die Europacup-Plätze fest eingeplante Punkte liegen gelassen.

Vier Tage nach dem 3:2 nach Verlängerung gegen Hertha BSC kamen die Königsblauen in der Bundesliga gegen den Tabellenletzten SC Paderborn nach schwacher Leistung nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Die mutigen Gäste, die über weite Strecken mehr vom Spiel hatten, verpassten einen durchaus möglichen Dreier.(LIVETICKER zum Nachlesen)

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Wagner: "Wissen, warum es nicht gereicht hat"

"Wir hatten die Chance, mehr Tore zu erzielen und hätten sehr gerne gewonnen. Aber wir wissen, warum es heute nicht gereicht hat. Wir werden weiter nach Lösungen suchen. Glückwunsch an Paderborn zum gewonnenen Punkt und zu der Leistung", sagte David Wagner nach der Partie.(SERVICE: Tabelle der Bundesliga)

Paderborns Antwi-Adjei sagte: "Wir haben nie aufgehört zu kämpfen. Das war ein gutes Spiel von uns. Nächste Woche geht’s weiter."

Der acht Minuten zuvor eingewechselte Ahmed Kutucu brachte die Gelsenkirchener mit seinem dritten Saisontor  in Führung (63.). Klaus Gjasula glich neun Minuten vor Spielende für die Ostwestfalen aus.

Am Sky-Mikrofon sagte Kutucu: "Natürlich kann man sich nicht so richtig freuen, weil wir den Sieg nicht geholt haben. Es ist immer noch ein Unentschieden. Man darf nicht überbewerten, dass man ein Tor geschossen hat."

Schalke mit Aktion gegen Rassismus

Schon vor dem Anpfiff setzte Schalke nach dem Rassismus-Eklat am Dienstag, als Zuschauer den Berliner Jordan Torunarigha mit Affenlauten bedacht hatten, ein starkes Zeichen. Unter dem Motto "#stehtauf" warben die Königsblauen unter anderem mit einem Video für mehr Toleranz, Vielfalt und Integration.

Neben mehreren Spielern und Klubmitarbeitern kamen auch Sportvorstand Jochen Schneider und Aufsichtsratschef Clemens Tönnies, der im August 2019 selbst nach einer rassistischen Äußerung heftig in die Kritik geraten war und sein Amt daraufhin für drei Monate ruhen ließ, zu Wort.(SERVICE: Alle Ergebnisse im Überblick)

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Die Eckfahnen trugen Regenbogenfarben, vor dem Anpfiff wurde die Rosa-Parks-Schule in Herten mit dem Ernst-Alexander-Preis ausgezeichnet - benannt nach einem jüdischen Schalker Spieler, der 1942 in Auschwitz von den Nationalsozialisten ermordet worden war. Der Klub schloss damit eine Aktionswoche gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung ab, die schon lange vor den Vorfällen am vergangenen Dienstag geplant war.

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Gegen die couragiert auftretenden, früh attackierenden Ostwestfalen, die zwei ihrer vorherigen drei Auswärtsspiele gewonnen hatten, taten sich die Königsblauen zunächst schwer. So spielte sich die erste halbe Stunde vor allem in der Schalker Hälfte ab.

Turbulenter Start in zweite Hälfte

Viele Ballverluste im Mittelfeld verhinderten ein kontrolliertes Aufbauspiel. Der Plan, mit langen Bällen hinter die Paderborner Viererkette zu kommen, ging nicht auf. Es dauerte bis zur 35. Minute, ehe Weston McKennie mit einem Schuss aus elf Metern erstmals Gästetorhüter Leopold Zingerle Arbeit verschaffte. 

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Die zweite Hälfte begann turbulent: Der Schalker Alessandro Schöpf kam im Strafraum zu Fall (46.), plötzlich war ein zweiter Ball im Spiel. Nach Rücksprache mit dem Videoassistenten gab Schiedsrichter Felix Brych keinen Elfmeter. Wenig später traf Benito Raman die Latte (56.). Kurz danach brach Kutucu zwar den Bann, doch Gjasula sicherte dem Aufsteiger nach der zehnten Ecke noch einen Punkt.