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München - Eine mehrwöchige Verletzungspause von Robert Lewandowski bereitet dem FC Bayern Sorgen für die womöglich entscheidenden Saisonwochen. Coach Hansi Flick ist gefordert.

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Etwas selten Dagewesenes und stets Gefürchtetes ist beim FC Bayern eingetreten: Eine Verletzungspause von Robert Robert Lewandowski, unerwartet und mehrwöchig.

Am frühen Mittwochabend verkündete der Verein, dass sich der 31-Jährige beim 3:0-Sieg gegen den FC Chelsea einen Anbruch der Schienbeinkante am linken Kniegelenk zugezogen hat.

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Zugezogen hat sich Lewandowski die Verletzung bei einem Zweikampf mit Mateo Kovacic an der Strafraumgrenze. Nach einer unglücklichen Bewegung fasste sich Lewandowski kurz ans Knie. Schmerzen traten erst später auf.

Zehn Tage wird das Bein per Gips nun ruhiggestellt, danach beginnt das Aufbautraining. Ausfallzeit: Rund vier Wochen.

Bereits im Winter hatte sich Lewandowski unmittelbar nach dem letzten Spiel der Hinrunde einer geplanten Leisten-Operation unterzogen. Auf das Wintertrainingslager in Doha/Katar verzichtete er, erarbeitete sich die konditionellen Grundlagen stattdessen an der Säbener Straße in München. Jetzt hingegen fällt Lewandowski ungeplant aus.

Jener Top-Torschütze (33 Pflichtspiele/39 Tore), über den Trainer Hansi Flick noch am Montag sagte, dass er in der "Form seines Lebens" sei, verpasst damit unter anderem das DFB-Pokal-Viertelfinale bei Schalke 04 sowie das Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea.

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Bemerkenswert: Seit seinem Wechsel von Borussia Dortmund zu den Bayern 2014 fehlte Lewandowski nur zwölf Pflichtspiele. Fiele er tatsächlich vier Wochen aus, wäre es die längste Verletzungspause seiner Karriere.

Ausgerechnet Lewandowski

Im Kader der Bayern ist der Topstürmer einer der wenigen Unangefochtenen. Auf den Kauf eines Backups wurde bislang immer bewusst verzichtet, getreu dem Motto: Lewandowski will immer spielen, Lewandowski ist nie verletzt.

Auch deshalb verzichtete man zuletzt auf das intensive Werben um BVB-Star Erling Haaland.

Personell auffangen muss Flick den Lewandowski Ausfall nun mithilfe des vorhandenen Spielermaterials.

Option eins: Serge Gnabry

Der 24-Jährige ist in Topform, brilliert derzeit allerdings auf der Außenbahn. Dass er mit seiner Technik und seiner Schnelligkeit eine echte Alternative in der Sturmspitze sein kann, bewies er in der Vergangenheit vor allem mehrfach beim DFB.

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Option zwei: Thomas Müller

Der Ur-Bayer ist offensiv variabel einsetzbar, spielt allerdings am liebsten hinter Lewandowski als freies Radikal. Den Stoßstürmer kann er aber ohne Probleme geben. Setzt Flick auf Müller als Lewandowski-Ersatz, wäre zudem der Platz für Philippe Coutinhos Wunschposition frei.

Option drei: Joshua Zirkzee

Der 18-jährige Niederländer weiß bekanntlich, wo das Tor steht. In acht Bundesliga-Minuten traf er zweimal. In der Rückrunde wurde es ruhiger um ihn. Aber: Flick ist ein großer Fan von Zirkzee und traut ihm den Durchbruch zu. Seinen Dauer-Platz im Kader wird er sicher haben. Möglich ist, dass Zirkzee zeitnah sogar von Beginn an startet.

Option vier: Ivan Perisic

Nach einem Trainings-Tackling von Álvaro Odriozola hatte sich Perisic Anfang Februar den rechten Knöchel gebrochen. Seitdem schuftet der Kroate in der Reha. Nach SPORT1-Infos will Perisic zum Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea (18. März) wieder spielfit sein. Sein Aufbautraining verläuft gut, täglich absolviert der 31-Jährige bis zu zwei Einheiten. Perisic könnte auch aufgrund seiner Routine im Sturmzentrum spielen, hat seine Stärken aber auf dem Flügel.

Option fünf: Fiete Arp

Der Ex-Hamburger kämpft um Anschluss beim FC Bayern, hat aber derzeit nicht mal einen Stammplatz in der Bayern-Reserve. Für die K.o.-Spiele in der Champions League wurde Arp auch nicht gemeldet. Er zeigte bei seinen Einsätzen in Liga drei zuletzt aber einen deutlichen Formanstieg. Selten war die Chance so hoch für Arp, sich ins Rampenlicht zu spielen. Zirkzee hat aber die Nase vorn.

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So oder so: Lewandowski Verletzung sorgt bei den Bayern für Sorgenfalten. Den März könnte die Flick-Elf gewiss noch ohne ihre Lebensversicherung überbrücken. Für die ganz großen Ziele indes sollte Lewandowski aber spätestens im April topfit zurückkehren.

Am Dienstagabend nach dem Sieg über Chelsea hatte Müller noch selbstbewusst erklärt: "Wir streben den Champions-League-Triumph an. Ich habe es auch schon bewusst formuliert, dass wir absolut in der Lage sind, die Champions League zu gewinnen."

Ein Ziel, für das Lewandowski allerdings dringend benötigt wird.