Timo Werner (r.) vergab eine hochkarätige Chance für RB Leipzig
Timo Werner (r.) vergab eine hochkarätige Chance für RB Leipzig © Getty Images
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München - Der FC Bayern verpasst im Topduell mit RB Leipzig den Sieg. Die Leipziger bereiten dem Flick-Team dabei vor allem im zweiten Abschnitt einige Probleme und schaffen ein Novum.

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Der FC Bayern hat den Sieg im Topduell verpasst. 

Gegen den Tabellenzweiten RB Leipzig kamen die Münchner nicht über ein 0:0 hinaus, bleiben dadurch aber weiterhin einen Zähler vor den Sachsen an der Tabellenspitze. Für RB war es der erste Punktgewinn in München in der Klubgeschichte. Das Remis ging dabei in Ordnung, da beide Teams ähnlich viele Chancen hatten, diese aber nicht nutzen konnten.

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Müller: "Kein Team ging mehr Risiko"

"Es war viel drin und nichts drin, in der ersten Halbzeit haben wir aus vielen Chancen kein Tor gemacht. Das Problem war, dass beide Mannschaften mit dem 0:0 leben konnten. Es ist ärgerlich, dass wir auch damit leben konnten", erklärte Thomas Müller bei Sky und ergänzte: "Ab der 70. Minute wollte kein Team mehr das Risiko gehen. Wir wussten, dass die Hauptstärke der Leipziger das Umschalten ist. Deshalb haben wir das Spiel langsamer gemacht, aber uns dadurch auch unserer Stärken beraubt." (Die Stimmen zum Spiel)

Leipzigs Stürmer Timo Werner war vor allem mit den ersten 25 Minuten seiner Mannschaft nicht zufrieden. Danach aber hätten sich die Gäste gefangen. "In der zweiten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft", erklärte er.

Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw und Tottenham-Coach José Mourinho, der seinen kommenden Champions-League-Gegner Leipzig beobachtete, hatten die Bayern durch Thiago (5.) die erste Chance. Dessen Schuss nach einer Ecke konnte RB-Torhüter Peter Gulasci aber mit den Fäusten abwehren. Immer wieder drückten die Münchner in der Anfangsphase der Partie die Gäste aus Leipzig an und in den eigenen Strafraum. Doch Bayerns Überlegenheit blieb ohne Folgen für die Leipziger. 

Werner mit erster Chance für RB

Erst in der 24. Minute tauchte RB in Person von Werner erstmals vor Manuel Neuer auf. Doch Werners Flachschuss flog links am Bayern-Gehäuse vorbei. In der Folge bestimmte Bayern weiter die Partie, verpasste es aber im Strafraum zu gefährlichen Abschlüssen zu kommen. 

RB setzte punktuelle Nadelstiche. So hatte Christopher Nkunku in der 30. Minute eine Chance, doch Jérôme Boateng konnte klären. Die beste Chance des ersten Durchgangs hatten aber die Münchner in der 40. Minute, als Robert Lewandowski aus etwa zehn Metern zum Abschluss kam. RB-Verteidiger Dayot Upamecano blockte den Schussversuch und klärte zur Ecke, die ohne Folgen blieb. 

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So war Bayern in der ersten Hälfte das überlegene Team, ohne sich aber dafür zu belohnen. 

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Im zweiten Durchgang hatte RB kurz nach Wiederanpfiff die große Chance durch Marcel Sabitzer. Doch der Österreicher, der freie Schussbahn hatte, drosch den Ball weit übers Tor. In der 49. Minute dann die nächste RB-Chance. Nach einer unglücklichen Kopfball-Rückgabe von Boateng geriet Neuer in die Bredouille und Werner an den Ball. Doch sein Abschluss aus spitzem Winkel wurde von Alaba abgeblockt. 

VAR verhindert Elfmeter für Bayern

In der 53. Minute stockte dann den Leipzigern der Atem, als Schiedsrichter Marco Fritz auf Elfmeter entschied. Zuvor hatte der gelbvorbelastete Upamecano Lewandowski zu Fall gebracht. Der Videobeweis zeigte allerdings, dass der Bayern-Stürmer zuvor im Abseits gestanden war. Aufatmen bei RB! 

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Zehn Minuten später hatten die Gäste aus Sachsen die bis dato größte Chance des Spiels. Nach einem weiten Ball aus der eigenen Hälfte startete Nkunku in den freien Raum auf der linken Seite und flanke aus vollem Lauf auf den mitgelaufenen Werner. Der Nationalspieler war zehn Meter vor dem Tor völlig frei, doch er schoss am linken Pfosten vorbei. 

Bis zur 74. Minute hatten die Bayern in Durchgang zwei noch keinen einzigen Schuss aufs Tor von Gulacsi abgegeben. Aber auch Leipzig konnte Neuer vor der Schlussviertelstunde nicht vor große Probleme stellen. 

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In der 79. Minute vergab Leon Goretzka freistehend vor dem Tor die Chance zur Bayern-Führung. Zuvor hatte ihn Lewandowski mustergültig bedient. Aber Gulacsi parierte den Schuss von Goretzka mit einer starken Parade. In der 87. Minute kamen die Bayern noch einmal gefährlich vor das RB-Tor. Die Leipziger verteidigten den Angriff aber mit allem, was sie hatten. 

Eine Minute später konnte Benjamin Pavard eine Hereingabe von Joshua Kimmich nicht erreichen. In der Nachspielzeit rettete Kimmich auf der Gegenseite vor Werner. So blieb es beim Remis.