Leon Goretzka vergab eine Großchance
Leon Goretzka vergab eine Großchance © Imago
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München - Der FC Bayern trennt sich von RB Leipzig torlos. Leon Goretzka hadert mit seiner Großchance, Hasan Salihamidzic kritisiert die fehlende Dominanz.

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Was wäre gewesen, wenn?

Hätte Leon Goretzka in der 80. Spielminute fast freistehend vor Leipzig-Torwart Peter Gulacsi in die rechte untere Torecke gezielt, statt nach links.

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Der FC Bayern stünde wohl vier Punkte vor Verfolger RB und hätte am 21. Spieltag einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft gemacht. Denn am Samstag hatte der BVB beim 3:4 gegen Bayer Leverkusen eine zweimalige Führung vergeben und (erneut) gepatzt.

Goretzka frustriert

Da sich Goretzka aber für die falsche Ecke entschied und Gulacsi parierte und auch Timo Werner auf der anderen Seite eine Großchance liegen ließ, blieb es im Verfolgerduell beim torlosen Remis ­– und bei nur einem Punkt Vorsprung für die Bayern an der Tabellenspitze. Das Titelrennen ist weiter offen.

"Ich bin frustriert", sagte ein enttäuschter Goretzka anschließend, um hinzuzufügen: "Ich muss ihn einfach in die andere Ecke schießen. Der Torwart spekuliert auf die Ecke, das kann ich schon erkennen. Wenn ich ihn in die andere Ecke schiebe, muss ich ihn gar nicht fester schießen."

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Der Mittelfeldspieler weiter: "Ich bin in erster Linie unzufrieden mit mir selbst, weil ich das Ding nicht reingemacht habe. Es tut mir leid für die Mannschaft, normal mache ich den rein. Ich muss den auch machen. Der Torwart hat aber auch gut reagiert."

Müller: "Formkurve ist exzellent"

Ganz unterschiedlich indes waren die Reaktionen der Bayern-Protagonisten nach Spielende.

Auf eine Diskussion darüber, dass die Bayern in den vergangenen drei Partien gegen Mainz 05 (3:1), TSG Hoffenheim (4:3) und Leipzig keinen Dauer-Druck erzeugen konnte, ließ sich Thomas Müller nicht ein.

"Alles gar kein Thema", so der Ur-Bayer. Und weiter: "Die Formkurve ist exzellent. Wir haben zu Null gespielt und die Tabellenspitze schneller zurückerobert, als es viele erhofft haben. Wenn wir gewusst hätten, dass wir nach dem Leipzig-Spiel einen Punkt vorne sind, hätten wir das in Doha absolut genommen."

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Wohl wahr. Zwischenzeitlich lagen die Bayern bereits vier Zähler hinter Leipzig und sogar sechs bzw. sieben hinter Dortmund und Gladbach. Allerdings verpasste der FCB am Sonntagabend einen Big Point, blieb aber zumindest vor dem wohl ärgsten Konkurrenten.

Müller erklärte: "Es ist schade, dass wir den Schalter für unser Powerspiel nicht wirklich gefunden haben. Wir haben das langsame Spiel dann akzeptiert."

Salihamidzic äußert Kritik

Was sich abermals zeigte: Durch einfache Umstellungen der Gäste, gerieten die Münchner in der zweiten Hälfte erneut ins Straucheln. Wie etwa durch höher pressende RB-Außenverteidiger. "Dadurch sind sie zu Chancen gekommen. Vielleicht sind wir dadurch erschrocken", sagte Hasan Salihamidzic. Auch dem Sportdirektor entging nicht, dass seine Elf in Halbzeit zwei abbaute.

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"Wir müssen schauen, dass wir wieder unser Spiel aufziehen und unser hundertprozentiges Leistungsvermögen abrufen. Wir müssen wieder das Dominante an den Tag legen, den Ball laufen lassen und uns in der gegnerischen Hälfte festsetzen. Das war heute phasenweise nicht der Fall", forderte und kritisierte Salihamidzic zugleich.

Und so fasste Müller die Gefühlslage beim FC Bayern wohl am besten zusammen: "Wir sind nicht super zufrieden, aber wir sind Tabellenführer. Von daher ist es ok."