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Dortmund - Mit der Verpflichtung von Emre Can erhöht sich der Konkurrenzkampf beim BVB. Manuel Akanji, der wegen Can um seinen Platz fürchten muss, sieht das gelassen.

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Den 5:0-Kantersieg seiner neuen Mannschaft gegen Union Berlin sah Emre Can noch nicht live im Stadion. Der von Juventus Turin zu Borussia Dortmund gewechselte Nationalspieler musste am Samstag noch "private Angelegenheiten" regeln, wie der BVB offiziell bekanntgab.

Am Dienstag im DFB-Pokal-Achtelfinale bei Werder Bremen wird Can dann allerdings dabei sein - und schon gleich sein Debüt im schwarz-gelben Dress feiern?

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"Der Trainer trifft die Entscheidung. Ich gehe aber davon aus, dass er am Montag mit auf dem Weg nach Bremen ist", sagt Lizenzspieler-Chef Sebastian Kehl. "Wir schauen dann mal, wie die Lage bei ihm ist."

Can gegen Leverkusen in der Startelf?

Am Samstag absolvierte Can eine individuelle Einheit auf dem Trainingsgelände in Dortmund-Brackel, am Sonntag machte er Teile des Mannschaftstrainings mit. Ein Startelf-Einsatz in Bremen kommt für Can, der sein letztes Spiel vor rund einem Monat gemacht hat, wohl etwas zu früh.

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Vier Tage später könnte der gebürtige Frankfurter dann aber im Topspiel gegen Bayer Leverkusen von Beginn an auflaufen.

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Nach SPORT1-Informationen plant Trainer Lucien Favre, den vielseitig einsetzbaren Defensivspieler in der Dreierkette an der Seite von Mats Hummels und Dan-Axel Zagadou einzusetzen. Damit würde Can den zuletzt schwächelnden Manuel Akanji verdrängen.

Akanji: "Wieso sollte ich um meinen Platz fürchten?"

Der Schweizer Akanji sieht die Can-Verpflichtung allerdings gelassen: "Konkurrenz ist immer da, jetzt durch seine Verpflichtung noch mehr. Er kann in der Verteidigung, aber auch im Mittelfeld spielen. Mich stachelt das an."

Und weiter: "Wieso sollte ich um meinen Platz fürchten? Ich habe keinen Grund. Ich gebe weiterhin Gas und zeige meine beste Leistung, damit dem Trainer keine andere Wahl bleibt."

Unterdessen schwärmen andere Dortmunder von der Verpflichtung Cans. Kehl sagt: "Emre bringt uns Dynamik, Körperlichkeit und eine gewisse Robustheit. Er ist ein Siegertyp, der flexibel einsetzbar ist in unterschiedlichen Systemen. Wir glauben, dass wir mit ihm besser werden."

Kapitän Marco Reus, der Can aus der Nationalmannschaft bestens kennt, ergänzt: "Er hilft uns weiter und gibt uns mehr Möglichkeiten. Emre ist ein robuster Spieler, der eine gewisse Körpersprache auf den Platz bringt. Er kann hinten in der Dreierkette spielen und im defensiven Mittelfeld. Das erhöht den Konkurrenzkampf im Team."

Konkurrenzkampf enorm gestiegen

Dass eben jener Konkurrenzkampf durch die Verpflichtungen von Wunderstürmer Erling Haaland und Mentalitäts-Spieler Emre Can ungemein gestiegen ist, zeigen auch die Reaktionen von Reus und Achraf Hakimi.

Nach ihren Auswechslungen gegen Union zeigten beide Profis ihren Unmut. Keeper Roman Bürki: "Das ist ein gutes Zeichen. Jeder will bei uns spielen, keiner lässt nach. Der Frust ist da, wenn einer mal nicht zu Ende spielt."