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München - Der Wechsel von Florian Wirtz vom 1. FC Köln zu Leverkusen sorgt für Ärger im Rheinland. Bayers Nachwuchscoach Patrick Helmes ist begeistert vom Neuzugang.

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Mit Florian Wirtz hat sich Bayer Leverkusen für die kommende Saison ein echtes Top-Talent geschnappt. Der 16 Jahre alte Mittelfeldspieler spielt derzeit noch für die U17 des 1. FC Köln und erzielte in zehn Einsätzen acht Tore. In Fachkreisen wird der Youngster bereits mit Kai Havertz verglichen. 

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Doch während man sich in Leverkusen über den Transfer freut, sorgte der bevorstehende Wechsel in Köln für dicke Luft.

Hintergrund des Ärgers: Eigentlich haben die NRW-Klubs in Leverkusen, Köln, Düsseldorf und Gladbach ein Abkommen abgeschlossen, der rheinischen Konkurrenz keine Talente abzuwerben. Das scheint mit dem Wirtz-Deal nun hinfällig geworden zu sein.

Helmes: "Transfer für die Profimannschaft" 

Der frühere Nationalstürmer Patrick Helmes ging als Profi sowohl für den 1. FC Köln als auch Bayer Leverkusen auf Torejagd und arbeitet heute im Nachwuchsbereich der Werkself. Er verteidigt den Deal im Gespräch mit SPORT1, zumal Wirtz' Vertrag im Sommer ohnehin ausläuft.

Florian Wirtz in einem U16-Länderspiel gegen Frankreich
Florian Wirtz in einem U16-Länderspiel gegen Frankreich © Getty Images

"Wir reden bei dem Talent davon, dass er im Profibereich ankommen wird", erklärte Helmes: "Deswegen ist es für mich ein Transfer für die Profimannschaft." Ähnlich hatte den Wechsel auch Gladbach-Sportdirektor Max Eberl eingeordnet. Demnach rage der Transfer schon "in den Lizenzbereich" hinein.

Dennoch kann Helmes die Reaktionen des Rivalen aus Köln verstehen: "Sie haben ein großes Talent verloren." 

Helmes vergleicht Wirtz mit Havertz

Aber Ärger hin oder her: Dass sich Leverkusen mit Wirtz einen Top-Spieler geangelt hat, ist für Helmes schon jetzt klar.

"Der Junge hat ein riesen Talent", schwärmte der ehemalige Nationalspieler. "Er hätte nach Liverpool gehen können, zu Bayern oder nach Dortmund. Den Jungen wollte jeder. Dass Flo sich für Bayer entschieden hat, ist schon interessant - wahrscheinlich wegen der Heimatnähe." 

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In seiner Spielweise erinnert Wirtz auch Helmes an den derzeitigen Top-Star der Bayer-Elf: "Das was er hat, sind Dinge, die man nicht lernen kann. Das Bewegen in den Räumen, wie er Stresssituationen löst. Er hat ein bisschen Ähnlichkeiten mit Kai Havertz."