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München - Leon Goretzka brilliert in einer Rolle, die stark an die von Michael Ballack erinnert. Der frühere Bayern-Star gibt Goretzka bei SPORT1 einen wichtigen Rat.

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Gegen Schalke 04 hat Leon Goretzka beim 5:0 derart im zentralen Mittelfeld brilliert, dass sogar Vergleiche mit Michael Ballack aufkamen. Der frühere Weltklasse-Fußballer, der in 157 Pflichtspielen für die Bayern 63 Tore schoss und 40 Assists lieferte.

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Selbstbewusst hatte Goretzka nach seiner S04-Gala im Gespräch mit SPORT1 gesagt: "Ich kann die Vergleiche auch irgendwo nachvollziehen, weil sich der Spielstil ähnelt."

Ballack über Goretzka: "Sein Spielstil ähnelt meinem"

Sätze, die beim 43-jährigen Ballack selbstredend angekommen sind. "Die Vergleiche mit Leon Goretzka habe ich mitbekommen. Sein Spielstil ähnelt meinem von früher. Leon hat als Mittelfeldspieler einen großen Vorteil: Er ist torgefährlich. Diese Spieler machen den Unterschied aus", sagt Ballack im Gespräch mit SPORT1.

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Derzeit urlaubt der 98-fache Ex-Nationalspieler (42 Tore) im Norden Europas. Seine Bayern hat er aber weiterhin fest im Blick und Goretzka nicht erst seit dessen Glanzleistung gegen Schalke (ein Tor, ein Assist).

Was Ballack besonders imponiert: "Leon schaut oft, wo genau er sich positionieren kann. Auch das ist eine Stärke, auf dem Platz genau zu erkennen, wo man gebraucht wird. Das ist auch ein sehr mannschaftsdienlicher Aspekt. Solche Spielertypen sind bei Trainern gefragt."

Goretzka steht bei Flick hoch im Kurs

Auch bei Hansi Flick, weshalb Goretzka auch am Samstag gegen Mainz 05 (Bundesliga: FSV Mainz 05 - FC Bayern, ab 15.30 Uhr im LIVETICKER) mit seinem Startelfeinsatz rechnen kann. Möglicherweise erneut im Mittelfeld-Dreigestirn mit Joshua Kimmich und Thiago. "Er ist ein sehr flexibler Spieler. Leon sehe ich nicht als Sechser. Die Position des Achters, inmitten eines Mittelfeld-Dreiecks, ist perfekt für ihn. Da kann er seinen Stärken am besten ausspielen."

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Muss er auch, denn die Konkurrenz in der Bayern-Zentrale ist groß. Philippe Coutinho, Corentin Tolisso, Michael Cuisance, sie alle kommen für Goretzkas Rolle ebenso in Frage.

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Ballacks Appell an den 24-Jährigen: "Leon muss sich jetzt so entwickeln, dass es selbstverständlich ist, dass er immer spielt."

Goretzka blüht auf

Gemäß den Worten von Hansi Flick auf der Pressekonferenz am Freitag kann er sich seines Stammplatzes vorerst sicher sein. Ohnehin blüht der Ex-Schalker unter dem Kovac-Nachfolger auf. Nach nur einer Torbeteiligung in acht Hinrunden-Partien war Goretzka in den ersten beiden Spielen der Rückrunde nun schon an vier Toren beteiligt (ein Tor, drei Assists).

"Leon hat gegen Schalke 04 ein sehr gutes Spiel gemacht. Er hat enorme Qualität, ist Box-to-Box sehr stark. Es gefällt mir auch sehr gut, dass er unser Defensivspiel verstärkt", sagte der Cheftrainer auf SPORT1-Nachfrage vor dem Mainz-Spiel. Und weiter: "Wir haben ein kompaktes, defensivstarkes Mittelfeld, können aber auch offensive Impulse setzen. Da ist er ein wichtiger und guter Spieler."

Übrigens: Ballack ist auch nicht entgangen, dass Goretzka unter der Woche eine handfeste Auseinandersetzung mit Jérôme Boateng im Training hatte – und sich beide anschließend mit einem Foto versöhnlich zeigten.

Ballack lachend: "Bei uns gab es noch kein Social Media. Wir konnten also gar nicht so schnell reagieren und die Luft rausnehmen, wie die beiden es taten. Das haben sie wirklich gut gemacht. Rangeleien im Training passieren. Das gab es früher auch schon."