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Berlin - Hertha BSC rüstet auf dem Transfermarkt auf - doch der Erfolg bleibt im ersten Spiel von Krzysztof Piatek noch aus. Auch Gegner Schalke glänzt nicht.

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In der 63. Minute brandete plötzlich großer Jubel im Berliner Olympiastadion auf, als Krzysztof Piatek den Rasen betrat.

Und um ein Haar hätte der für 27 Millionen Euro verpflichtete Hoffnungsträger einen Traumeinstand für Hertha BSC hingelegt. Doch sein Kopfball (73.) verfehlte ebenso knapp das Ziel wie sein Torschuss in der Schlussphase (81.).

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So mussten sich die Berliner, die im Winter allein an Ablöse rund 80 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben haben, mit einem 0:0 gegen den FC Schalke 04 begnügen. Zwar steckt der neureiche Hauptstadtklub weiter im Tabellenkeller, doch vor allem Piateks Einwechslung nährte die Hoffnungen auf baldige Besserung.

Der CHECK24 Doppelpass mit RB-Leipzig-Sportdirektor Markus Krösche und Eintracht-Frankfurt-Profi Marco Russ, So. ab 11 Uhr LIVE im TV auf SPORT1

"Das ist erst der Anfang", twitterte der 24-Jährige nach seinem Bundesliga-Debüt.

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Der neue Hoffnungsträger der Elf von Jürgen Klinsmann kam lediglich auf elf Ballkontakte, schoss dabei aber dennoch dreimal aufs Tor. Piatek machte einen hoch engagierten Eindruck und setzte ganze neunmal zum Sprint an, brachte es dabei auf einen Topspeed von 31,93 km/h. 

Piatek ohne Training zum Bundesliga-Debüt

"Für ihn ist es auch nicht leicht, so schnell zu uns zu kommen. Das hat er gut gemacht", lobte Herthas Mittelfeldspieler Per Skjelbred, der seinen neuen Teamkollegen nur von einer "Stretching-Session" kannte, bei DAZN. Eine gemeinsame Trainingseinheit mit dem erst am Donnerstag verpflichteten Polen gab es vorher nicht. 

"Ich habe ihn gestern kurz kennengelernt", sagte Klinsmann vor dem Spiel. "Er ist heiß. Der Junge ist richtig gut."

Von Herthas vier Winter-Transfers spielte vor rund 50.000 Zuschauern im Olympiastadion nur Santiago Ascacíbar als Mittelfeld-Abräumer von Beginn an. Mit Cunha spielt ein weiterer Neuzugang aktuell mit der U23-Auswahl Brasiliens um ein Olympia-Ticket. Lucas Tousart wurde für die Rückrunde sofort wieder an Olympique Lyon zurückverliehen. (Der Spielplan der Bundesliga). 

Die Gäste-Fans verdeutlichten zum Spielbeginn auf einem großen Plakat den ihrer Meinung nach größten Unterschied zwischen Schalke und Hertha, an dem Investor Lars Windhorst 49,9 Prozent der Anteile erworben hat: "Eingetragener Verein".

Nübel kehrt ins Schalke-Tor zurück

Schalke-Torhüter Alexander Nübel war bei seiner Rückkehr nach der Rotsperre und der Bekanntgabe seines Wechsels zu Bayern München weitestgehend beschäftigungslos und wurde von den eigenen Fans ohne die befürchteten Beschimpfungen empfangen. 

Auf dem Rasen fanden die Königsblauen, die vor einer Woche bei Bayern München noch mit 0:5 unter die Räder gekommen waren, etwas besser ins Spiel (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker). 

Angetrieben von einem quirligen, im Passspiel aber oft fehlerhaften Amine Harit versuchten die Schalker, das Abwehr-Bollwerk der Herthaner zu knacken. Bis auf den Schuss von Weston McKennie (45.+1), den die Herthaner Maximilian Mittelstädt und Rune Jarstein noch über die Latte lenkten, kam dabei aber zunächst nichts heraus.

Die Bundesliga-Highlights am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1 

"Es war ein Kampf", sagte Herthas Skjelbred: "Man hat gesehen, dass es hin und her ging, bis zur letzten Minute."

Raman vergibt Riesenchance nach Boyata-Patzer

Auf der anderen Seite hatte Nübel in der ersten Hälfte praktisch nichts zu tun, die Berliner wagten sich kaum in den gegnerischen Strafraum.

Dodi Lukebakio lief für den am Freitag zu Werder Bremen gewechselten Davie Selke als Stoßstürmer auf.

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Der Belgier wich aber auch oft auf die Flügel aus oder ließ sich ins Mittelfeld fallen und fehlte dadurch oft als Anspielstation im Sturmzentrum.

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Nach dem Seitenwechsel gingen beide Teams etwas mehr ins Risiko, was zu Chancen auf beiden Seiten führte. Die größte vergab Schalke-Stürmer Benito Raman (58.) nach einem kapitalen Fehlpass von Hertha-Verteidiger Dedryck Boyata.

In der 52. Minute hatte Schalkes Innenverteidiger Ozan Kabak Glück, dass Schiedsrichter Sascha Stegemann sein Trikothalten im Strafraum gegen den schnellen Javairo Dilrosun nicht mit Strafstoß ahndete.

Dann sorgte Piateks Einwechslung für Belebung - allerdings ohne Happy End für Hertha.