Nils Petersen (r.) brachte den SC Freiburg auf Schalke per Elfmeter zurück ins Spiel
Nils Petersen (r.) brachte den SC Freiburg auf Schalke per Elfmeter zurück ins Spiel © Getty Images
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Gelsenkirchen - Zwei Elfmeter-Tore des SC Freiburg vereiteln einen Sieg des FC Schalke 04 zum Hinrunden-Abschluss. Nils Petersen verewigt sich, David Wagner hadert.

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Zwei Elfmeter und ein Rekordtor von Nils Petersen haben den FC Schalke 04 zum Hinrunden-Abschluss ins Stolpern gebracht: Der SC Freiburg knöpfte S04 ein 2:2 (0:1) ab, bis zehn Minuten vor Schluss winkte den Breisgauern sogar ein Sieg.

Stürmer Petersen erzielte seinen 83. Treffer für den SC und zog mit Bundestrainer Joachim Löw als bester Torschütze des Klubs gleich - was der 31-Jährige erfreut registrierte ("Im Geschichtsbuch zu stehen und Spuren zu hinterlassen, ist immer schön"). (SERVICE: Alle Ergebnisse im Überblick)

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Petersen verwandelte einen Foulelfmeter nach Videobeweis zum Ausgleich (54.). Auch Vincenzo Grifo traf vom Punkt (67.). Suat Serdar hatte die Königsblauen in Führung gebracht (27.), der eingewechselte Ahmed Kutucu traf zum 2:2 (80.). (LIVETICKER zum Nachlesen)

"Leider ist ein fader Beigeschmack dabei, weil wir bis auf die zwei Elfmeterszenen nicht viel zugelassen haben und dennoch mit nur einem Punkt dastehen", sagte Schalkes Trainer David Wagner nach dem Spiel. Dennoch wollte er sich den Eindruck seines ersten S04-Halbjahrs nicht trüben lassen: "Insgesamt bin ich zufrieden mit der Runde, da die Mannschaft relativ konstant und gut einen Fußball mit Emotionen und Leidenschaft angeboten hat. Wir sind in die Saison mit wahnsinnig vielen Schwierigkeiten gestartet - wie wir das als Verein und als Mannschaft gelöst haben, war großartig."

Schalke nach der Hinrunde auf Platz 5

Schalke schloss die Hinrunde mit 30 Punkten als Tabellenfünfter ab - mit nur drei Zählern weniger als der Beinahe-Absteiger in der kompletten Vorsaison geholt hatte. Freiburg punktete nach zwei Niederlagen in Folge wieder und bleibt im vorderen Mittelfeld. (SERVICE: Die Tabelle der Bundesliga)

Im Gedenken an den Schalker Fan, der am vergangenen Mittwoch auf dem Weg ins Stadion in Wolfsburg gestorben war, begann das Spiel in Stille. Beide Fanlager schwiegen, die Nordkurve trug Schwarz - 04 Minuten lang. Dann wurde es gewohnt laut. Die erste Chance hatten die Freiburger: Nach einer Flanke von Grifo verfehlte Petersen mit einem Volleyschuss nur knapp das Schalker Tor (9.).

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Die Gäste fanden besser ins Spiel, kombinierten ballsicher bis zum Strafraum, ohne allerdings eindeutige Tormöglichkeiten zu kreieren. Die Schalker taten sich schwer, ihr typisches frühes Pressing brachte nicht den gewünschten Erfolg.

Im Mittelfeld traf Amine Harit des Öfteren die falsche Entscheidung. Nach knapp einer halben Stunde ging Königsblau dennoch in Führung, weil Benito Raman bei einem Konter einen Geistesblitz hatte und den Ball auf Serdar durchsteckte.

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Videobeweis hilft Brych bei Elfmeter

Nach einer Abwehraktion von Serdar forderte Freiburg einen Handelfmeter (35.), doch der Videoassistent Benjamin Brand entschied dagegen. Kurz vor der Pause hatte Jonathan Schmid den Ausgleich auf dem Fuß, doch Ersatzkeeper Markus Schubert rettete für Schalke (44.).

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Der Videobeweis bescherte Freiburg den Ausgleich: Nach einem Zweikampf zwischen Ozan Kabak und Lucas Höler hatte Schiedsrichter Felix Brych zunächst weiterspielen lassen, entschied nach Ansicht der Videobilder aber auf Elfmeter. Beim Foul von Juan Miranda an Chang-Hong Kwon pfiff Brych sofort, wofür er am Ende ein Pfeifkonzert der Schalker Fans kassierte.

Wie beim 1:1 in Wolfsburg musste Schalke-Trainer David Wagner auf sieben Spieler verzichten, darunter drei Innenverteidiger und der gesperrte Torwart Alexander Nübel. Freiburgs Coach Christian Streich konnte die angeschlagenen Schmid, Janik Haberer und Höler einsetzen.