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Max Eberl erzählt Details zu Michael Cuisances Wechsel nach München. Gladbachs Sportdirektor glaubt, dass der Franzose sich durchsetzt - doch er warnt auch.

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Die Posse um Michael Cuisance wirkt bei Borussia Mönchengladbach auch ein halbes Jahr später noch nach.

Zumindest befasste sich Sportdirektor Max Eberl in Gladbachs Podcast zum Jahresrückblick ausgiebig mit dem Franzosen, der im Sommer vom Niederrhein zum FC Bayern gewechselt war.

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"Ich habe noch einmal gefragt, ob das tatsächlich der richtige Schritt ist, wenn man mehr Spielzeit haben möchte", erinnert sich Eberl an jene Tage im August. "Der Berater sagte mir, dass die Entscheidung gefallen sei. Sie wollten den nächsten Schritt gehen. Dann akzeptiere ich das, auch wenn ich und viele andere eine andere Meinung haben."

"Marco wollte den Spieler besser machen"

Laut Eberl habe Neu-Trainer Marco Rose eine hohe Meinung von Cuisance und wollte den 20-Jährigen zum Bleiben bewegen.

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"Marco wollte den Spieler besser und zu einem Top-Spieler machen", sagte Eberl. "Mika hat sehr gute Voraussetzungen: Er ist ein sehr guter Fußballer, kann viel laufen, hat kreative Ideen, ist willig. Diese Kombination hat Marco gelockt. Aber er hat relativ schnell gemerkt, dass Mika unzufrieden ist." 

Cuisance zeigte während der Vorbereitung mit gewöhnungsbedürftigen Aktionen, dass er den Wechsel forcieren wollte - unter anderem trainierte er mit offenen Schnürsenkeln.

"Wir mussten aufpassen. Unzufriedenheit gehört dazu, und wir lassen sie auch dazu – aber nur, wenn sie in Aktivität auf dem Platz mündet, weil der Spieler zeigen will, dass er besser ist", erklärte Eberl. "Als das weniger wurde bei Mika, habe ich dem Berater signalisiert, welche Bedingungen erfüllt werden müssten. Sonst hätten wir ihn nicht gehen lassen.

Cuisance bei den Bayern im Wartestand

Als die Bayern anriefen und die Forderungen der Borussia erfüllten, wurde der Deal schnell über die Bühne gebracht. Für Eberl ist klar, dass Cuisance die Voraussetzungen mit bringt, sich im Starensemble des Rekordmeisters durchzusetzen - eine Einschränkung gebe es aber. 

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"Mika hat das Potenzial, beim FC Bayern zu spielen. Die Frage ist, ob er auch die Demut mitbringt, die man braucht, wenn man auf seine Chance wartet."

Letztlich hege er keinen Groll gegen den Franzosen und wolle auch nicht nachtreten. "Ich will ihn nicht vernichten", sagt Eberl, der davon überzeugt ist, dass der Mittelfeldspieler in der Hinrunde oft gespielt hätte, wäre er in Gladbach geblieben.

"Mike hätte heute 15, 16 Einsätze bei uns gehabt aufgrund der Verletzten und der Gesamtsituation." Bei den Bayern kam Cuisance in zwei Teileinsätzen auf insgesamt 30 Minuten - ansonsten musste er in der 3. Liga ran.