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München - Joshua Zirkzee trifft mit dem zweiten Bundesliga-Ballkontakt zum zweiten Mal. Der 18-Jährige könnte beim FC Bayern eine oft diskutierte Lücke füllen.

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"Er hat zwei Mal den Ball aufs Tor befördert und zwei Mal ging er rein. Den haben wir auf jeden Fall gebraucht." Treffender konnte Thomas Müller das Phänomen Joshua Zirkzee kaum zusammenfassen.

Kaum jemand hatte den Nachwuchs-Stürmer des FC Bayern bis Anfang dieser Woche auf dem Schirm. Aufgrund zahlreicher Verletzungen wurde er erstmals am Mittwoch gegen Freiburg eingewechselt wurde und erzielte mit seinem ersten Ballkontakt in der Bundesliga sein erstes Profi-Tor für die Münchner. Am Samstagnachmittag legte er mit seinem zweiten Ballkontakt und seinem zweiten Torschuss in der Bundesliga sein zweites Tor nach - und ermöglichte dem FC Bayern den 2:0-Heimerfolg gegen den VfL Wolfsburg.

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Seine irre Bilanz: Acht Einsatzminuten im Fußball-Oberhaus, acht Ballkontakte, zwei Tore. Kurios: In der dritten Liga traf der U19-Stürmer in 13 Einsätzen noch nicht.

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Zirkzee-Wahnsinn beim FC Bayern

Wieder brachte ihn Hansi Flick für den enttäuschenden Philippe Coutinho. Diesmal bereits in der 83. Minute. Wieder leitete er den Sieg ein. Wieder traf nach ihm Serge Gnabry.

"Es ist schon sehr verrückt", befand Joshua Kimmich und lobte anerkennend auch die "Entschlossenheit", mit der Zirkzee traf. "Wir sind sehr dankbar, dass er das so gemacht hat", sagte Müller. Kapitän Manuel Neuer, der ihn schon zuvor per Stadion-Mikro in der Arena lobte: "Als Typ ist er bodenständig und zurückhaltend. Auf dem Platz hingegen brennt er und ist sehr entschlossen."

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Als Zirkzee erneut traf, konnte es auch Hasan Salihamidzic kaum fassen. Glückselig rieb er sich beim Jubeln die Hände.

Gut für die Bayern: Mit Zirkzee schickt sich ein Spieler-Talent aus den eigenen Reihen an, ein zuverlässiger und kostengünstiger Backup für Robert Lewandowski zu sein - der kurz nach dem Hinrunden-Abschluss erfolgreich an der Leiste operiert wurde. Eine Offensiv-Option, sollten die Bayern ein Tor brauchen. Der lernen will und noch keine Ansprüche stellt.

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"Er hat Fähigkeiten, die für einen Stürmer heutzutage sehr wichtig sind. In der Box hat er seine Stärken. Er hat Dynamik und für seine Größe auch einen geschmeidigen Bewegungsablauf", schwärmte Kimmich.

Salihamidzic scheint sich mit dieser Idee ebenfalls anfreunden zu können: "Wie er es gemacht hat in den letzten Wochen, war es sehr gut. Das haben wir uns natürlich erwünscht. Wir haben auch noch Fiete Arp im Hintergrund. Wir haben noch viele andere Spieler die nachrücken können. Daran sieht man, dass wir in der Akademie sehr gut arbeiten."

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Der Bosnier weiter: "Er hat eine große Zukunft vor sich, aber er muss daran arbeiten." Ebenso müsse er trotz dieser "Erfolgsstory" auf dem Boden bleiben, forderte Salihamidzic.

Passend dazu verzichtete Zirkzee darauf, nach Spielende auf den Zaun zu klettern, wie es die Südkurve von ihm forderte. Demut hat bekanntlich noch keinem Talent geschadet.