FRANKFURT AM MAIN, GERMANY - DECEMBER 12: Martin Hinteregger of Eintracht Frankfurt looks dejected following the UEFA Europa League group F match between Eintracht Frankfurt and Vitoria Guimaraes at  on December 12, 2019 in Frankfurt am Main, Germany. (Photo by Alexander Scheuber/Getty Images)
Martin Hinteregger ist Publikumsliebling bei Eintracht Frankfurt © Getty Images
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Martin Hinteregger ist eine tragende Säule und Publikumsliebling bei Eintracht Frankfurt. Nun äußert er sich über Eskapaden, die Heimat und skurrile Hobbys.

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Martin Hinteregger scheint in Frankfurt seine sportliche Heimat gefunden zu haben. Der Österreicher ist mit fünf Treffern der zweitbeste Torschütze seines Klubs - wohl gemerkt als Innenverteidiger.

Im Interview mit dem österreichischen Blatt Der Standard spricht der Publikumsliebling über seinen Kultstatus bei den Fans, die harsche Kritik an seiner Person nach einer durchzechten Geburtstagsnacht und einen skurrilen Wunsch nach der Karriere. 

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Hinteregger: "Kultkicker sind nicht nur fußballerlike"

Der gebürtige Kärntner fühlt sich in seiner Rolle als Kultkicker sichtlich wohl. "Der Begriff gefällt mir. Ein Kultkicker ist ja nicht nur am Platz beliebt, sondern unternimmt auch außerhalb Sachen, die nicht fußballerlike sind", so Hinteregger.

Er habe demnach auch eine innigere Beziehung zu den Betreuern und Mitarbeiten, da er mit ihnen über Dinge wie den Wald, die Natur, oder auch Brauereien reden könne. 

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Druck in Augsburg - Rückzugsort Österreich

Der 27-Jährige braucht seine erholsamen Stunden - und holt sich diese an einem bestimmten Ort. "Als ich in Augsburg gespielt habe, bin ich immer wieder für eine Nacht nach Obergurgl ins Skigebiet gefahren, wo niemand über Fußball redet. In der Stadt könnte ich mich nie so gut erholen wie in den Bergen."

Gerade die Abstiegsangst in Augsburg, aber auch der Erwartungsdruck in Frankfurt setzen dem Österreicher zu. Hinzu kamen einige Eskapaden in den vergangenen Monaten, die Hinteregger medial in ein schlechtes Licht rückten. 

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Im Januar 2019 - damals noch in Diensten des FCA - kritisierte der Verteidiger den damaligen Trainer Manuel Baum öffentlich und wurde daraufhin suspendiert. Sechs Monate später - nun in Diensten der SGE - provozierte er eine vorläufige Verbannung aus der Nationalmannschaft nach einer ausschweifenden Geburtstagsfeier bis in die frühen Morgenstunden.

Zu dem Vorfall im Januar sagt Hinteregger heute: "Es hat mich fast erdrückt. Ich habe einen Fußball spielen müssen, der mir nicht liegt. Ich habe mich nicht entfalten können. Als ich dann suspendiert worden bin, war das wie eine Befreiung." Er habe danach sogar überlegt Abstand vom Profifußball zu nehmen und für vier Monate in der Kärntner Unterliga zu spielen.

Dass der nächtliche Ausflug an seinem Geburtstag in seinem Heimatland medial so überhöht wurde, versteht Hinteregger indes nicht. "Wenn meine Eltern in der Zeitung lesen, Martin Hinteregger verfeiert seine Karriere und lässt Österreich im Stich, ist das für sie nicht schön. Mich macht das fertig. Als ob es in Österreich keine größeren Probleme gäbe, als wenn einer an seinem Geburtstag feiern geht."

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"Ich will Rettungshubschrauber fliegen"

Dem Fußball habe er sich nach der aktiven Karriere nicht verschrieben, das stehe fest. Es sind auf den ersten Blick skurrile Hobbys, die den 27-Jährigen beschäftigen. "Ich habe den 'Bergdoktor' geschaut und beschlossen, dass ich Rettungshubschrauber fliegen will." Hierfür mache er bereits den Helikopterschein.

Darüber hinaus habe es ihm die Steirische Harmonika angetan. "Die Steirische Harmonika ist das beste Instrument, das du auf einer Hütte spielen kannst, damit die Leute in Stimmung kommen. Ich mache das auf der Quetschn Academy per Videostudium."

Martin Hinteregger sei beruflich gerne Fußballer. "Aber außerhalb vom Platz bin ich nicht gerne Fußballer, das merkt man auch."