Oliver Kahn und Herbert Hainer werden die neue Spitze des FC Bayern bilden
Oliver Kahn und Herbert Hainer werden die neue Spitze des FC Bayern bilden © Imago
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Bayern Münchens neuer Vereinspräsident gibt Einblicke in die neue Rolle von Oliver Kahn und gibt ein großes Ziel für die Zukunft aus.

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Der FC Bayern treibt den personellen Umbruch in der Führungsebene mit Vollgas voran. In wenigen Wochen wird der ehemalige Torhüter Oliver Kahn zum Verein stoßen und seine zweijährige Lehrzeit als designierter Vorstands-Chef antreten. 

Herbert Hainer, der vor kurzem Uli Hoeneß als Klub-Präsident und Vorsitz des Aufsichtsrates beerbte, erklärte im Interview mit der Süddeutschen Zeitung, wie der frühere Weltklasse-Profi beim deutschen Rekordmeister integriert werden soll. 

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Reibungen zwischen Amtsinhaber und Nachfolger seien dabei nicht zu erwarten: "Rummenigge und Kahn sind zwei intelligente Menschen, die diese Situation gut einschätzen können und das Beste für den FC Bayern wollen." Wie bereits angekündigt werde Kahn wie ein "Trainee" diverse Abteilungen durchlaufen - allerdings solle er auch sofort "feste Bereiche übertragen bekommen, für die er Verantwortung übernimmt." 

Auch bei der Trainerfrage werde der "Titan" nach Ende der Hinrunde miteinbezogen, selbst wenn er noch keine offizielle Funktion habe. Nach dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg am 21. Dezember soll über die Zukunft von Coach Hansi Flick entschieden werden. 

Beim Thema Kaderplanung solle Kahn ebenfalls Input liefern, obwohl das Thema Transferpolitik weiter "primäre Aufgabe von Hasan Salihamidzic (Sportdirektor, Anm. d. Red.)" bleibe. Kahn "wird mit der Mannschaft im Trainingslager sein", kündigte Hainer zudem an. Erstmals womöglich schon im Wintertrainingslager in Katar. 

Man fange bewusst "relativ frühzeitig mit Oliver Kahns Einarbeitung an, weil er im Jahr 2020 noch ein paar Verträge erfüllen muss, beispielsweise mit dem ZDF oder mit Tipico." Bis Ende des kommenden Jahres sollen diese Verträge jedoch beendet sein. Lediglich sein eigenes Unternehmen Goalplay werde er behalten, "aber nicht mehr operativ führen. Dennoch wird Oliver Kahn ab Januar mit all seiner Kraft beim FC Bayern sein und nur an wenigen Tagen nicht zur Verfügung stehen."

Champions League als großes Ziel

Doch Hainer sprach nicht nur über Kahn - der neue Klub-Boss gab den Gewinn der Champions League als großes Ziel aus. 

"Spätestens 2022, wenn das Finale in München stattfindet, gerne aber auch schon früher" solle es mit dem sechsten Erfolg nach 1974, 1975, 1976, 2001 und 2013 klappen, erklärte er. 

"Der sportliche Erfolg steht über allem, wir gehören zu den besten Klubs der Welt und wollen bald wieder die Champions League gewinnen", erklärte er. 

Gleichzeitig gab Hainer ein klares Bekenntnis zur Bundesliga ab und erteilte einem Wechsel des Rekordmeisters in eine noch zu gründende Superliga eine klare Absage.

Hainer steht zur Bundesliga

"Wir stehen zur Bundesliga! Ohne Wenn und Aber", sagte der Nachfolger von Uli Hoeneß und führte aus: "Wir haben überhaupt kein Interesse an irgendeiner Superliga, das kann man ganz klar festhalten."

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Der FC Bayern wolle "natürlich international Erfolg haben, aber dafür gibt es ja die Champions League, die eine Erfolgsgeschichte ist, wie ich finde, mit einem schlüssigen Format", so der ehemalige adidas-Chef.

Und in der Königsklasse des europäischen Fußballs wollen sich die Münchner, nach vor dem 15. Spieltag nur Tabellensiebter in der Bundesliga, schon sehr bald wieder die Krone aufsetzen.