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München - Marco Reus und womöglich auch Jadon Sancho fehlen dem BVB bei Hoffenheim, auch im Mittelfeld herrscht Personalnot. Eine Kader-Rochade lässt aufhorchen.

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Zum Hinrunden-Finale wartet auf Lucien Favre noch einmal eine große Herausforderung - schon vor dem Anpfiff.

Im Duell mit der TSG Hoffenheim muss der Trainer von Borussia Dortmund seine Aufstellung neu ordnen, vor allem in der Offensive (Bundesliga: TSG Hoffenheim – Borussia Dortmund ab 20.30 Uhr im LIVETICKER).

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Kapitän Marco Reus fehlt wegen eines Muskelfaserrisses, auch ein Ausfall von Jadon Sancho droht. Der Engländer wurde beim Topspiel gegen RB Leipzig von Krämpfen geplagt und ausgewechselt. Favre nahm ihn mit nach Sinsheim, ob es für einen Einsatz reicht, ist aber offen.

Weil auch andere Leistungsträger fehlen, steht der Schweizer Coach vor einem komplizierten Personal-Puzzle. SPORT1 erklärt es.

Ersetzt Alcácer oder Götze Marco Reus?

Eine Option für die Sturmspitze als Reus-Ersatz ist sicherlich Paco Alcácer, der aber seit dem fünften Spieltag nicht mehr in der Startformation stand. Beim BVB-Aufschwung zuletzt spielte Alcácer gar keine Rolle mehr und wartet bereits seit dem 12. Spieltag auf einen Bundesliga-Treffer.

Eine weitere Alternative für Reus im Sturmzentrum wäre Weltmeister Mario Götze, der nur noch Kurzzeit-Arbeiter ist. Lediglich eine Partie über 90 Minuten hat er in seiner Saisonbilanz stehen. Gegen Leipzig kam er gar nicht zum Zug.

Im Unterschied zu Alcácer ist Götze technisch beschlagener und kann eine wichtige Rolle im Dortmunder Kombinationsspiel einnehmen. Alcácer ist eher ein klassischer Stürmer, der von seinen Mitspielern in Szene gesetzt werden muss.

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Dritte Option könnte der formstarke Julian Brandt sein, der sich aber zuletzt in anderer Rolle Selbstvertrauen holte. Doch wenn Favre seinen beiden Ersatz-Angreifern die Aufgabe nicht zutraut, könnte Brandts Stunde schlagen.

Lukas Raschl statt Mo Dahoud

Das Problem dabei: Bei einer Versetzung von Brandt öffnet sich im Mittelfeld eine Baustelle, auch dort herrscht aufgrund der Ausfälle von Axel Witsel und Thomas Delaney Personalnot.

Vor diesem Hintergrund lässt aufhorchen, dass Favre auch Mahmoud Dahoud zu Hause ließ, aus unbekannten Gründen. Anstelle des 23-Jährigen, der in dieser Saison nur selten zum Zug kam, trat Talent Tobias Raschl die Reise an. Der 19-Jährige rückte vor der Saison von der U19-Meistermannschaft des BVB in den Profi-Kader, in der Jugend war er immer ein Führungsspieler. Ihn ins defensive Mittelfeld und Brandt nach vorn zu ziehen, wäre die Überraschungslösung im Aufstellungsmosaik.

Sancho-Ausfall führt wohl zu vielen Positionswechseln

So oder so würde ein Ausfall Sanchos die Probleme aber noch weiter zuspitzen. Gegen Leipzig agierte er im Dortmunder 3-4-3-System nominell auf dem rechten Offensivflügel neben Reus und Thorgan Hazard.

Letzterer könnte nun auf die rechte Seite rücken und Raphael Guerreiro, der ohnehin offensiv ausgerichtet ist, eine Position weiter vorne spielen. Oder Favre lässt Hazard auf der linken Flügelseite und zieht Hakimi, Rechtsverteidiger mit starkem Offensivdrang, nach vorne.

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Profiteur dieser Offensiv-Rochade wird entweder Nico Schulz oder Lukas Piszczek sein. Mutmaßlich wird Favres Wahl aber auf Schulz fallen, der zuletzt gegen Mainz traf und auch konditionell wohl Vorteile gegenüber Routinier Piszczek besitzt.

"Wollen drei Punkte holen"

Auf eine eingespielte Formation kann Favre beim wichtigen Auswärtsspiel im Kraichgau wohl nicht zurückgreifen.

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Die Marschrichtung ist für Sportdirektor Michael Zorc aber trotz der Personalsorgen klar: "Wir wollen drei Punkte holen und einen guten Jahresabschluss schaffen."

Denn im Titelkampf werden noch weitere Herausforderungen auf die Dortmunder Borussia warten.