Lesedauer: 3 Minuten

Schalke 04 trennt sich mit einem Remis vom VfL Wolfsburg. Der Ausgleich der Wölfe fällt erst in der Schlussphase. Ersatzkeeper Markus Schubert patzt.

Anzeige

Überschattet vom Tod eines Fans hat FC Schalke 04 in der Bundesliga an Schwung verloren.

Durch einen Patzer des ansonsten starken Ersatztorwarts Markus Schubert gab die Mannschaft von Trainer David Wagner im Kampf um die Champions-League-Qualifikation beim 1:1 (0:0) beim VfL Wolfsburg den Sieg aus der Hand.

Anzeige

Durch das Unentschieden verpassten die Königsblauen aber die Chance, in der Tabelle an dem Erzrivalen Borussia Dortmund vorbeizuziehen - Schalke ist nach dem Tor von Ozan Kabak (51.) nun Fünfter. Kevin Mbabu (82.) traf für die Wölfe, die zuvor immer wieder an Schubert, der für den gesperrten Alexander Nübel spielte, gescheitert waren. Vor dem Ausgleich unterlief der 21-Jährige eine Flanke.

Schäfer: "Gedanken bei der Familie"

"Wir sind alle geschockt. Fußball tritt heute in den Hintergrund", sagte Schalkes Lizenzspielerchef Sascha Riether bei Sky: "Es ist ein trauriger Tag für uns."

Aufgrund des Vorfalls würde "Fußball ein Stück weit in den Hintergrund geraten", erklärte Wölfe-Sportdirektor Marcel Schäfer. "Selbstverständlich sind unsere Gedanken bei den Gästen, bei der Familie und den Angehörigen des Verstorbenen."

Schalke-Fan verstirbt

Doch das Ergebnis interessierte eigentlich keinen mehr unter den 24.651 Zuschauern: Ein 41 Jahre alter Schalke-Anhänger war auf dem Weg zum Stadion gestürzt und verstarb später in einem Krankenhaus. Bislang lägen keine Hinweise auf Fremdeinwirkung vor, teilte die Polizei mit. Beide Fanlager verzichteten ab Beginn der zweiten Hälfte auf Anfeuerungsrufe. (Service: Tabelle Bundesliga)

Erlebe bei MAGENTA SPORT mit Sky Sport Kompakt alle Sky Konferenzen der Fußball-Bundesliga live! | ANZEIGE

Nach dem überraschenden Sieg zuletzt gegen Borussia Mönchengladbach kann Wolfsburg sportlich mit dem nächsten Punkt gegen einen Topklub kaum zufrieden sein. Die Niedersachsen wucherten mit ihren Chancen und bleiben Tabellenachter.

"Sich gegen Widerstände zu wehren, ist ein Markenzeichen dieser Mannschaft", hatte Wagner, der unter anderem auf Nübel nach dessen Kung-Fu-Tritt und den verletzten Defensivstrategen Weston McKennie verzichten musste, vor der Partie gesagt. Doch dann hatte sein Team aber erst einmal große Probleme.

Schubert nicht nervös

Wout Weghorst (1.), Kapitän Joshua Guilavogui (9.), John Anthony Brooks (13.) und Marcel Tisserand (21.) hatten gute Möglichkeiten, die Hausherren früh in Führung zu bringen. Doch Nübel-Ersatzmann Markus Schubert wirkte bei seinem Bundesliga-Debüt überhaupt nicht nervös.

Meistgelesene Artikel
  • Fußball
    1
    Fußball
    Magath vor Rückkehr in Profifußball
  • Fußball / Bundesliga
    2
    Fußball / Bundesliga
    FC Bayern will Ajax-Juwel holen
  • Kampfsport / Wrestling
    3
    Kampfsport / Wrestling
    The Rock trauert um Vater
  • Wintersport / Skispringen
    4
    Wintersport / Skispringen
    Kobayashi distanziert Geiger klar
  • Int. Fußball / Premier League
    5
    Int. Fußball / Premier League
    Klopp-Einwurfcoach über Reds und FCB

Mit der Zeit stellte sich Schalke dann besser auf die aggressive Spielweise der Wolfsburger ein und setzte selber in der Offensive Akzente. Doch die Glasner-Elf präsentierte sich dennoch erst einmal weiter frischer und konsequenter als die Gäste. (Service: Ergebnisse und Spielplan Bundesliga)

Auch einen Schuss von Maximilian Arnold (33.) parierte der erst 21 Jahre alte Schubert stark. Oder der Pfosten rettete - wie beim Versuch von Joao Victor (39.). Auf der Gegenseite schlenzte Suat Serdar (37.) knapp vorbei.

In der zweiten Hälfte machte sich die gespenstische Stimmung auf den Rängen auch auf dem Feld bemerkbar. Der Treffer von Kabak im Anschluss an eine Ecke wurde kaum bejubelt, die Entscheidung für das Tor fiel auch erst nach einer minutenlangen Überprüfung des Videoassistenten in Köln.

Mbabu traf nach einem Patzer von Schubert dann noch zum gerechten Ausgleich. Alle Beteiligten waren mit ihren Gedanken aber ohnehin ganz woanders.