Jürgen Klinsmann bejubelt seinen ersten Sieg als Hertha-Coach
Jürgen Klinsmann bejubelt seinen ersten Sieg als Hertha-Coach © Imago
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Berlin - Im dritten Spiel als Trainer von Hertha BSC feiert Jürgen Klinsmann den ersten Sieg. Ein Ex-Freiburger bringt die Hertha gegen den Sport-Club auf die Siegerstraße.

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Jürgen Klinsmann war sichtlich erleichtert.

Seinen ersten Sieg als Chefcoach von Hertha BSC feierte er gewohnt emotional mit seinen Co-Trainer.

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Mit Malocher-Qualitäten hatte die Alte Dame den 1:0 (0:0)-Erfolg gegen den SC Freiburg unter Dach und Fach gebracht, nachdem der Ex-Freiburger Vladimir Darida mit einem satten Distanzschuss für den Treffer des Tages gesorgt hatte (53.). (SERVICE: Spielplan und Ergebnisse)

"Es war klar, dass es in unserer Situation nur über Kampf, Kompaktheit und Kameradschaft geht", sagte Klinsmann nach der Partie.

Matchwinner Darida hofft auf Schub

Die Hertha-Profis ließen sich anschließend von den Fans feiern. "Das waren drei wichtige Punkte vor den letzten beiden Spielen in diesem Jahr", meinte Matchwinner Darida bei Sky: "Der Sieg sollte uns Selbstbewusstsein geben. Ich hoffe, wir können in den nächsten beiden Spielen auch punkten und uns dann in der Rückrunde weiter steigern."

Klinsmann freute sich mit Darida: "Dass Vladi trifft, ist bezeichnend, er opfert sich immer für die Mannschaft. Wir haben uns diesen Sieg gemeinsam erarbeitet." Im dritten Spiel unter Klinsmann war es der erste Sieg für die Hertha. 

Streich "stinkt es schon richtig"

"Ich bin enttäuscht, aber ich gratuliere dem Jürgen natürlich zum Sieg, und Hertha auch", sagte SC-Trainer Christian Streich, "aber heute stinkt es mir schon richtig, weil du das Spiel nicht verlieren darfst."

Alle Infos zum 15. Spieltag im CHECK24 Doppelpass mit Clemens Fritz und Mario Basler am Sonntag, ab 11 Uhr LIVE im TV auf SPORT1.

Freiburgs Keeper Mark Flekken meinte: "Gefühlt war es ein Schuss, ein Tor - und dann fährst du mit null Punkten heim. Daher fühlt es sich komisch an. Das tut einfach weh, es war einfach viel mehr drin als wir herausgeholt haben."

Mit 15 Punkten gelang den Berlinern ein wichtiger Schritt in Richtung Mittelfeld. Der SC Freiburg kassierte in dem tristen Kick hingegen seine vierte Saisonniederlage und verlor in der Tabelle die Spitzengruppe ein wenig aus den Augen. (SERVICE: Tabelle der Bundesliga)

Hertha ideenlos - Freiburg harmlos

Vor 37.343 Zuschauern im halbleeren Olympiastadion überraschte Klinsmann mit seiner Aufstellung. Nationalspieler Niklas Stark musste auf die Bank, Ondrej Duda stand nicht im Kader. Dafür begannen Javairo Dilrosun und Vedad Ibisevic. Im Tor löste Rune Jarstein nach abgesessener Rotsperre Thomas Kraft ab. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Trotz der offensiveren Ausrichtung vermied Hertha zunächst das Risiko und tat sich bei der Spielgestaltung schwer. Freiburg zog sich bei Berliner Ballbesitz weit zurück und machte die Räume eng. Hertha fand kein Mittel. Lediglich mit Schüssen aus der Distanz sorgten Ibisevic (16.) und Dodi Lukebakio (18.) anfangs für Gefahr.

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Klinsmann zufrieden mit seiner Elf

Freiburg kombinierte bei Ballbesitz sicherer und hatte optisch mehr vom Spiel, auch wenn die Mannschaft von Trainer Christian Streich auch nur sporadisch vor das gegnerische Tor kam. Allerdings erlaubten sich auch die Breisgauer Abspielfehler, einen davon nutzte Dilrosun (26.) zu einem seiner gefürchteten Sololäufe, doch vor dem Tor fehlte ihm die Übersicht.

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Klinsmann schien mit dem Spiel seiner Elf zufrieden zu sein. Der Coach zeigte sich in der ersten Halbzeit kaum an der Seitenlinie, um Instruktionen zu geben, sondern saß meistens auf der Bank. In der 37. Minute lag aber auch Klinsmann der Jubelschrei auf den Lippen. Davie Selke kam nach hoher Hereingabe am langen Pfosten frei zum Schuss, doch der Stürmer vergab. Mit Pfiffen ging es in die Pause.

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Daridas Hammer erlöst Hertha

Nach dem Wechsel gingen die Berliner beherzter zur Sache. Darida zog im Mittelfeld endlich mal den Sprint an, spielte Doppelpass mit Selke und ließ Freiburgs Keeper Mark Flekken mit seinem Distanzschuss keine Chance. Kurz darauf trieb erneut Darida den Ball durch die Mitte zum Strafraum der Gäste, doch sein Zuspiel zu Lukebakio war zu ungenau.

Freiburg drängte in der Folge stärker und erhöhte das Tempo, doch vor dem Tor waren die Gäste häufig zu harmlos. Ibisevic (63.) hatte sogar das 2:0 auf dem Fuß.