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Borussia Mönchengladbach tut sich lange schwer gegen Aufsteiger SC Paderborn. Doch Dank Pleas Blitztor und Stindls Elfer dürfen am Ende die Fohlen jubeln.

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Borussia Mönchengladbach darf dank eines Blitztores von Alassane Plea weiter von der Herbstmeisterschaft träumen. Das Team von Trainer Marco Rose bezwang Aufsteiger SC Paderborn nach Startschwierigkeiten verdient mit 2:0 (0:0) und schloss zum punktgleichen Tabellenführer RB Leipzig auf.

Der Franzose Plea (46.) brachte die Borussia nur 13 Sekunden nach Wiederanpfiff auf die Siegerstraße - es war das schnellste Bundesliga-Tor in einer zweiten Hälfte seit Februar 2014. Kapitän Lars Stindl (67.) brachte mit einem verwandelten Foulelfmeter nach Videobeweis den siebten Heimsieg in Folge unter Dach und Fach. 

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"Es war nicht ganz einfach", sagte Stindl bei Sky: "In der Halbzeit haben wir ein paar Dinge angesprochen. Dann haben wir es besser gemacht und verdient gewonnen." Paderborn-Innenverteidiger Sebastian Schonlau erklärte: "Wir kommen denkbar schlecht aus der Halbzeit. Das ist ärgerlich, aber passiert. Wir hatten dann noch gute Möglichkeiten, die wir besser ausspielen müssen. Mit dem 2:0 war es dann durch."

Nach zwei bitteren Last-Minute-Niederlagen in vier Tagen war Gladbach die Verunsicherung lange Zeit anzusehen, erst eine Steigerung nach der Pause sorgte für den letztlich souveränen Sieg.

"Großes Kompliment an meine Mannschaft, die in einem schwierigen Spiel die Nerven behalten hat", lobt Trainer Marco Rose seine Mannschaft, "Dass die zweite Halbzeit so losgeht, spielt uns natürlich in die Karten. Wir haben jetzt 34 Punkte. Die Jungs haben dem Verein, den Fans und sich selbst im letzten Heimspiel einen Sieg geschenkt."

Mit 34 Punkten haben die Fohlen schon jetzt die beste Hinrunde seit ihrer Meistersaison 1976/1977 gespielt. Paderborn steckt mit nur neun Zählern am Tabellenende fest. (Service: Tabelle Bundesliga)

Paderborn setzt auf blitzschnelle Konter

Die Borussia solle "Gas geben und die richtigen Entscheidungen treffen", hatte Rose vor dem Spiel gefordert. Entsprechend forsch begann seine Mannschaft: Die Hausherren pressten auch ohne Torjäger Marcus Thuram aggressiv, eroberten früh die Bälle, wussten damit aber nicht viel anzufangen. Bei der ersten guten Chance erwischte Stindl einen Kopfball nicht richtig (11.).

Paderborn versteckte sich indes keineswegs, besonders über Streli Mamba auf links ging es immer wieder schnell nach vorne. Mehr vom Spiel hatte aber die Borussia, auch wenn die 44.494 Zuschauer kaum Torszenen zu Gesicht bekamen - zwei Pfostentreffer resultierten jeweils aus einer Abseitsposition. (Service: Ergebnisse und Spielplan Bundesliga)

An dem zähen Spiel änderte sich bis zur Pause wenig, auch die häufig eingestreuten Seitenwechsel der Fohlen erwiesen sich nicht als wirksames Mittel gegen die bissigen und aufmerksamen Gäste.

Pleas Treffer als Weckruf 

Erst in den letzten Sekunden wurde es noch einmal laut: Stindl (45.) scheiterte ebenso am glänzend aufgelegten SCP-Keeper Leopold Zingerle wie Matthias Ginter (45.+1).

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Nach der Pause ging es dann blitzschnell: Paderborn hatte Anstoß, Jamilu Collins verlor den Ball am eigenen Strafraum an Patrick Herrmann. Über Stindl landete der Ball bei Plea, der nach zweimonatiger Durststrecke sein fünftes Saisontor erzielte.

"Wenn man vorne und hinten so Fehler macht, kann man kein Spiel gewinnen. Heute haben wir dazu beigetragen, dass Gladbach gewonnen hat", erklärt Paderborn-Trainer Steffen Baumgart, "Das geht mir barbarisch auf den Zünder. Aber morgen nehme ich die Jungs wieder in den Arm."

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Im Anschluss wurde die Begegnung endlich ansehnlich. Paderborn wurde nun mutiger, bot der Borussia aber auch Platz für ihr schnelles Kombinationsspiel. Die Vorentscheidung fiel nach einem Foul an Herrmann im Strafraum: Schiedsrichter Robert Kampka entschied nach Hinweis des Videoassistenten auf Elfmeter, Stindl ließ sich die Chance nicht nehmen.