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Düsseldorf - Fortuna Düsseldorf geht gegen Union Berlin dank eines umstrittenen Gewaltschusses von Rouwen Henning in Führung - Union kommt zurück, doch dann klingelt es erneut.

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Torgarant Rouwen Hennings und Kunstschütze Erik Thommy haben Fortuna Düsseldorf einen versöhnlichen Jahresabschluss beschert.

Die Rheinländer gewannen ihr letztes Heimspiel 2019 gegen Union Berlin mit 2:1 (1:0) und verdrängten nach zuvor sechs Spielen ohne Sieg Werder Bremen von Relegationsplatz 16. Damit dürfte der angedachten Vertragsverlängerung mit Trainer Friedhelm Funkel vor Weihnachten nichts mehr im Wege stehen. 

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"Ich gehe davon aus, dass der Vertrag am Montag unterschrieben wird", sagte Funkel. Auch Sportvorstand Lutz Pfannenstiel kündigte für den Tag vor Heiligabend "abschließende Gespräche" an.

"Heute ging es nicht um die Art und Weise, heute ging es nur um die drei Punkte", sagte Fortunas Abwehrchef Kaan Ayhan: "Wir haben uns den Sieg verdient, weil wir am Ende große Leidenschaft und großen Willen gezeigt haben."

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Aufsteiger Union blieb zwar zum dritten Mal in Folge ohne Dreier, kann mit 20 Punkten aber der Rückrunde optimistisch entgegensehen (Die Tabelle der Bundesliga).

Hennings (38.) stellte auf Düsseldorfer Seite zunächst den Rekord von Klub-Legende Klaus Allofs ein, der in der Hinrunde 1978/79 ebenfalls elf Treffer für die Rot-Weißen erzielte. Michael Parensen (48.) gelang kurz nach Wiederanpfiff der Ausgleich für die Gäste von der Spree, ehe Thommy (90.) aus der Distanz traf und Düsseldorf den Dreier sicherte.

Funkel wechselt kräftig durch

"Das war ein ganz wichtiges Tor, denn wir mussten heute gewinnen", sagte Thommy: "Jetzt können wir einigermaßen ruhige Weihnachten feiern. Aufsteiger Union indes blieb zwar zum dritten Mal in Folge ohne Dreier, kann mit 20 Punkten aber der Rückrunde optimistisch entgegensehen.

Funkel hatte auf das 0:3 beim FC Augsburg reagiert und in seiner Startelf gleich fünf Änderungen im Gegensatz zum vergangenen Dienstag vorgenommen.

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Bei den Eisernen gab es nur eine Änderung im Vergleich zum 0:2 gegen Hoffenheim: Für Neven Subotic verteidigte Parensen (Das Spiel im Ticker zum Nachlesen).

Im ersten Bundesligaduell dieser beiden Teams nahmen die Gastgeber vom Anpfiff weg das Heft des Handels in die Hand.

Vor 42.000 Zuschauern forderten die Düsseldorfer in der neunten Minute nach einem vermeintlichen Handspiel von Parensen im Berliner Strafraum einen Elfmeter, Schiedsrichter Benjamin Cortus, der selbst keinen Regelverstoß gesehen hatte, gab aber nach den Protesten der Düsseldorfer zu verstehen, dass er keinen Hinweis aus dem Kölner Videokeller erhalten hatte.

Zwei Minuten zuvor hatte Marius Bülter für die Gäste den Pfosten getroffen, stand dabei allerdings im Abseits, sodass der Treffer nicht gezählt hätte. In der Folge vergaben Kapitän Oliver Fink, der quirlige Nana Ampomah und Dawid Kownacki jeweils aus aussichtsreicher Position für die Fortuna.

Hennings Traumtor lässt Düsseldorf jubeln

Die Gäste hielten aber gut dagegen und setzten gegen die nicht sattelfeste Hintermannschaft der Fortuna immer wieder Nadelstiche. Klare Chancen konnte Union vor der Pause aber nicht verbuchen.

Als sich beide Teams offenbar schon auf eine torlose erste Hälfte eingestellt hatten, fasste sich Hennings ein Herz.

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Nach Zuspiel von Fink gelang dem Routinier aus 17 Metern ein Traumtor, bei dem der gute Union-Torwart Rafal Gikiewicz machtlos war.

Kurz nach der Pause wurde Fortuna kalt erwischt. Parensen war im Anschluss an einen Eckball nach einer Abwehr von Matthias Zimmermann zur Stelle und markierte seinen ersten Saisontreffer.

Fortuna-Keeper Zack Steffen verhinderte gegen stärker werdende Berliner anschließend Schlimmeres - auf der Gegenseite scheiterte aber auch Hennings nur knapp an Gikiewicz (82.). Kurz vor Abpfiff schlug dann Thommy zu.