Benito Raman traf in der Hinrunde vier Mal für Schalke
Benito Raman erzielte das Goldene Tor © Getty Images
Lesedauer: 5 Minuten

Gelsenkirchen - Der FC Schalke schlägt Eintracht Frankfurt. Benito Raman avanciert zum Matchwinner. Ein rüdes Foul von Alexander Nübel ist der Aufreger der Partie.

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Mit seinem vierten Tor im vierten Spiel in Folge hat Benito Raman Schalke 04 auf dem Weg zurück in den Europacup wieder ein Stück weitergebracht. Durch den Dreier überholten die Königsblauen den FC Bayern. (Service: TABELLE der Bundesliga)

Der Belgier führte die Königsblauen zum insgesamt verdienten 1:0 (0:0)-Sieg gegen die Marathon-Fußballer von Eintracht Frankfurt. (LIVETICKER zum Nachlesen)

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Die Gelsenkirchener, die nach der Roten Karte für Torwart Alexander Nübel (66.) in Unterzahl spielen mussten, behaupteten damit den vierten Tabellenplatz vor Rekordmeister Bayern München. 

"Es war ein verrückter Tag. Wir verlieren vor dem Spiel Kotucu, dann McKennie und nach 70 Minuten unseren Keeper", resümierte Schalke-Coach David Wagner nach Schlusspfiff bei Sky. "Wie die Jungs das aber dann gegen die Schwierigkeiten gemacht haben war klasse. Ein schöner Abend. Ich bin irre glücklich."

Kung-Fu-Tritt von Nübel

Der Schlussmann der Schalker sorgte mit einem echten Kung-Fu-Tritt für Aufregung, der eher auf eine Kampfveranstaltung gehört hätte, als in ein Fußballstadion. 

Mit dem Fuß voran sprang der 23-Jährige in Mijat Gacinovic, der daraufhin ausgewechselt werden musste. Erinnerungen an eine ähnliche Aktion von Tim Wiese wurden wach.

"Das ist eine 50:50-Aktion. Entweder er trifft den Ball oder den Gegner", meinte Nübels Mitspieler Daniel Caligiuri nach der Partie bei Sky. "Da war er leider einen Schritt zu spät. Man hat auf dem Platz gesehen, dass es ihm sehr leidgetan hat."

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Die Hessen, die schon 1080 Pflichtspielminuten mehr in den Beinen haben, rutschten nach nur einem Punkt aus den letzten fünf Bundesliga-Partien auf den zwölften Rang ab. Für die Frankfurter, die am vergangenen Donnerstag mit viel Glück die Zwischenrunde in der Europa League erreicht hatten, war es bereits das 29. Spiel der Saison.

Die Schalker dominierten bis zum Platzverweis das Spielgeschehen und hatten die klareren Torchancen. Allerdings konnten sie aus erst nach der Pause durch Raman (53.) Kapital aus ihren Vorteilen gegenüber den gestressten Gästen schlagen. In der 67. Minute sah Nübel dann die Rote Karte.

Schubert hält den Sieg fest

Danach hielt Ersatztorwart Markus Schubert den Sieg fest. "Die Spieler und die Betreuer kamen zu mir, dass ich ruhig bleiben soll", verriet er bei Sky. "Das bin ich auch gewesen. Die gesamte Mannschaft hat dann in Unterzahl noch ein top Spiel gemacht."

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Eintracht-Coach Adi Hütter hatte sein Team nach dem 2:3 gegen Vitoria Guimaraes auf sechs Positionen verändert.

Etwas überraschend kehrte Bas Dost in die Startelf zurück, vor einer Woche waren die Hessen noch von einer Zwangspause des Niederländers bis zur Winterpause ausgegangen.

"Im Moment läuft alles ein bisschen gegen uns", sagte ein enttäuschter Dost nach der Partie. "Wir sind sehr gut im Spiel und sie spielen einen Konter und machen das 1:0. Wir haben dann alles versucht."

Schalke-Trainer David Wagner ließ erstmals seit dem Revierderby gegen Dortmund (0:0) vor sieben Wochen wieder Sturmtalent Rabbi Matondo von Beginn an spielen.

Schalke hat die besseren Chancen

Schon nach zehn Minuten musste Wagner umplanen: Weston McKennie, ohnehin nur Aushilfe in der arg dezimierten Innenverteidigung, musste nach einem Luftzweikampf mit Dost und einem unglücklichen Sturz mit einer Schulterverletzung vom Feld getragen werden. Der Spanier Juan Miranda, vom FC Barcelona ausgeliehen, kam zu seinem Debüt in Königsblau.

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Schalke versuchte, gegen die defensiv orientierten Frankfurter durch schnelle Kombinationen eine Lücke zu finden. Vor allem über Amine Harit, der am Mittwoch seinen Vertrag bis 2024 verlängert hatte, liefen die Angriffe. Es dauerte eine knappe halbe Stunde, bis es erstmals gefährlich für Eintracht-Keeper Frederik Rönnow wurde: Einen Distanzschuss von Suat Serdar lenkte der Torwart um den Pfosten (28.). 

Nach einem Solo über das halbe Feld verfehlte Ozan Kabak das Ziel (40.). Die beste Möglichkeit hatte Raman, der an Rönnow scheiterte (42.). Erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte musste Schalke-Torwart Nübel bei einem Kopfball von Gacinovic erstmals eingreifen (45.+3).  

Nach der Pause zwang Daniel Caligiuri mit einem Distanzschuss Rönnow zu einer Glanzparade (50.). Drei Minuten später war der Däne machtlos, als Raman den Ball nach schlauem Pass von Harit zum 1:0 einschob. (Service: SPIELPLAN der Bundesliga)

In Unterzahl musste Schalke mit Ersatztorwart Markus Schubert dann noch einige prekäre Situationen überstehen, hatte allerdings bei einem Pfostenschuss des kurz zuvor eingewechselten Guido Burgstaller (83.) auch noch Pech.