Ramy Bensebaini schoss Mönchengladbach zum Sieg gegen Bayern
Ramy Bensebaini schoss Mönchengladbach zum Sieg gegen Bayern © Getty Images
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Mönchengladbach - Der FC Bayern ist bei der Borussia lange überlegen, verliert aber in der Nachspielzeit durch einen Elfmeter von Bensebaini. Gladbach verteidigt die Tabellenführung.

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Dank eines Elfmeters in der Nachspielzeit marschiert Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga weiter eindrucksvoll Richtung Herbstmeisterschaft und hat Titelverteidiger Bayern München vorerst abgeschüttelt. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Der fünfmalige deutsche Meister besiegte den Rekordchampion im Topspiel des des 14. Spieltages der Fußball-Bundesliga mit 2:1 (0:0) und liegt nun sieben Punkte vor den Münchnern. Ramy Bensebaini verwandelte den Strafstoß (90.+2), nachdem er bereits den Ausgleich erzielt hatte (60.).

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Ivan Perisic hatte Bayern in Führung gebracht (49.). Für die Fohlen war es der sechste Liga-Heimsieg in Serie. Javi Martinez sah nach dem Foul an Marcus Thuram, das zum Elfmeter führte, die Gelb-Rote Karte (90.). (Die Tabelle der Bundesliga)

Flick: "Absolut ärgerlich"

"Klar ist es absolut ärgerlich, dass wir die Chancen nicht reinmachen. Dadurch lässt du Gladbach im Spiel. Das sind die Situation, die wir normalerweise früher zumachen können", ärgerte sich Bayern-Coach Hansi Flick nach dem Spiel bei Sky.

Kapitän Manuel Neuer sagte: "Es fehlte uns ein wenig das Selbstverständnis. Wir machen das 1:0, und dann hätten wir so weiterspielen müssen. Wir hätten nicht abwarten dürfen. Das Ergebnis über die Zeit zu bringen, bringt nichts bei unserem Fußball."

Gladbachs Trainer Marco Rose bezeichnete den Dreier als glücklichen Sieg. "So ehrlich muss man sein. Aber ich denke, dass er uns in unserer Entwicklung hilft", ergänzte er auf der Pressekonferenz.

Bensebaini gleicht Bayern-Führung aus

Die Trainer Marco Rose und Flick sorgten mit ihrer Aufstellung für eine Überraschung. Rose verzichtete zunächst auf die zuletzt formstarken Patrick Herrmann und Breel Embolo, bei den Gästen saßen Serge Gnabry und Benjamin Pavard nur auf der Bank. 

Die Bayern kamen mit den Umstellungen vor 54.022 Zuschauern im ausverkauften Borussia-Park deutlich besser klar und übernahmen erwartungsgemäß sofort die Spielkontrolle. Die Münchner kombinierten flüssig, die Gastgeber liefen meist nur hinterher. (Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

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Doch wie schon zuletzt bei der Heimniederlage gegen Bayer Leverkusen (1:2) nutzten die Bayern ihre Chancen nicht. Thomas Müller grätschte an einem verunglückten Schuss von Corentin Tolisso vorbei (8.), dann verfehlte Robert Lewandowski das Gladbacher Tor zweimal knapp (14./16.).

Sommer erst klasse, dann im Glück

Dann kam der große Auftritt von Torhüter Yann Sommer. Zunächst parierte er gegen Müller glänzend (26.), dann ließ er einen Schuss von Joshua Kimmich durch die Beine rutschen, bekam den Ball aber noch gerade so zu fassen. Der für den verletzten Tolisso eingewechselte Perisic (36.) und Leon Goretzka (43.) verpassten ebenfalls die zu diesem Zeitpunkt eigentlich überfällige Führung.

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Und Gladbach? Die Fohlen agierten im Spielaufbau zu unpräzise und kamen erst in der 41. Minute durch Alassane Plea zu ihrem ersten Torschuss. Ohne Herrmann und Embolo fehlte es im ersten Durchgang an Tempo.

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Bayern wird effektiver

Nach dem Wechsel zeigten sich die Gäste effektiver und nutzten ihre erste Gelegenheit. Beim Drehschuss von Perisic sah Sommer aber ganz schlecht aus.

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Nach dem Rückstand wurden die Fohlen offensiver, Rose setzte mit der Einwechslung von Embolo für Laszlo Benes zudem ein deutliches Zeichen. Der Mut wurde schnell belohnt. Bensebaini traf per Kopf nach einer Ecke von Jonas Hofmann zum Ausgleich, erstmals stimmte die Zuordnung in der Bayern-Defensive nicht.

Der Gegentreffer zeigte Wirkung. Nun verloren die Bayern den Ball zu schnell, Gladbach kam deutlich besser in die Zweikämpfe und zu einigen Umschaltmomenten.