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Mit dem Fuß voran springt Schalkes Torhüter Alexander Nübel in Mijat Gacinovic von Eintracht Frankfurt. Für die Tim-Wiese-Gedenkaktion sieht er glatt Rot.

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Was war denn da in den Torhüter des FC Schalke 04 gefahren?

In der 66. Minute des Spiels gegen Eintracht Frankfurt handelte sich Alexander Nübel mit einer Brutalo-Aktion gegen Mijat Gacinovic einen völlig berechtigten Platzverweis ein.

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Alexander Nübel wie einst Oliver Kahn und Tim Wiese

Nübel stürzte sich bei einer Abwehraktion rund 30 Meter vor dem Tor mit dem hoch gestreckten Fuß voran in Gacinovic. Ein Kung-Fu-Tritt, der Erinnerungen an Tim Wieses berüchtigte Aktion gegen Ivica Olic 2008 wach werden ließ - und an Oliver Kahns ähnlich heftiges Einsteigen gegen Stéphane Chapuisat 1999.

Anders als für die beiden "Vorbilder", die damals ohne Feldverweis davonkamen, gab es von Schiedsrichter Felix Zwayer die Rote Karte für Nübel.

Mijat Gacinovic muss ins Krankenhaus

Gacinovic wurde heftig erwischt und musste ausgewechselt werden: Er blutete aus dem Mund, auch sein Trikot riss bei der Aktion. Gacinovic wurde wegen seiner Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht, wo sich offenbarte, dass er Glück im Unglück hatte: Wie die Eintracht am Sonntagabend mitteilte, erlitt der 24-Jährige eine "schwere Rippenprellung", ihm gehe es "den Umständen entsprechend aber soweit gut".

Für Nübel spielte Markus Schubert, den Trainer David Wagner für Amine Harit ins Spiel brachte. Schalke gewann am Ende mit 1:0.

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S04-Kollege: "Hat ihm leidgetan"

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"Er kommt zu spät, die Rote Karte war sicherlich berechtigt, das sieht nicht gut aus", kommentierte Schalkes Trainer David Wagner bei Sky die Aktion: "Glücklicherweise konnte er das Knie noch etwas anwinkeln."

Nübels Teamkollege Daniel Caligiuri ergänzte: "Es hat ihm sehr leid getan. Er macht das nicht mit Absicht. Es war eine 50:50-Aktion, entweder er trifft den Ball oder den Gegenspieler. Leider war er zu spät dran."

Ein mildes Urteil fällte im Gespräch mit der ARD auch Frankfurts Coach Adi Hütter: "Nübel konnte nicht mehr ausweichen, deswegen möchte ich ihm auch keinen Vorwurf machen."