Markus Höhner glaubt noch an die Kölner Rettung
Markus Höhner glaubt noch an die Kölner Rettung © SPORT1-Montage/Imago
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Köln - Die Krise des 1. FC Köln hält unter Markus Gisdol an. Das Team hat dennoch Potenzial, Gisdol muss es aber auch ausschöpfen. SPORT1-Kolumne von Markus Höhner.

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Den letzten psychologischen Hieb bekamen die Kölner auf dem Heimweg aus Köpenick.

Sven Michel schoss Paderborn in Bremen zum Sieg und damit den 1. FC Köln auf den Laternen-Platz. Und spätestens jetzt erinnert alles an den trostlosen Untergang des FC in der vorletzten Saison.

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An wen oder was kann ein Kölner jetzt noch glauben?

Niederlage bei Union noch kein Indiz für Untergang

Es gibt in diesen Tagen übrigens angenehmere Auswärtsspiele als das bei Union. Das haben in den letzten Monaten auch Tabellenführer Borussia Mönchengladbach, Hertha BSC, Überraschungsmannschaft SC Freiburg und auch der BVB erlebt. Sie alle kamen ähnlich blass und recht blamabel an der Alten Försterei unter die Räder.

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Eine Niederlage bei Union mit einer vertretbaren Anfangsphase ist noch kein Indiz für den bevorstehenden Untergang. Ich glaube nach wie vor, dass der Kölner Kader besser ist als sein aktueller Ruf und konkurrenzfähig sein müsste im Kampf gegen den Abstieg.

Achim Beierlorzer hat seine anfangs gepredigte offensive und aggressive Spielphilosophie schrittweise völlig verleugnet und eine komplett verunsicherte Mannschaft hinterlassen.

Gisdol muss Kölner Offensive wachküssen

Gisdols Auftrag ist es, ein befreiendes Erfolgserlebnis zu erzwingen. Aus meiner Sicht muss er dabei versuchen, das Fundament des Aufstiegs wachzuküssen: die Offensive.

Das Potenzial ist für mich weiterhin erstklassig. Simon Terodde, Anthony Modeste und Jhon Córdoba brauchen Spielzeit, um Selbstvertrauen zurückzugewinnen. Zwei der drei müssen immer spielen, volle 90 Minuten.

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Im Training muss ergänzend banal an der völlig verloren gegangenen Flankenkultur gearbeitet werden, um das Aufstiegsfundament zu füttern, dann kann schon bald vieles besser werden. Aus welcher taktischen Ausrichtung man so operiert, ist nicht relevant.

Ein Gegner wie Leverkusen kommt aktuell vielleicht sogar recht (Bundesliga: 1. FC Köln - Bayer 04 Leverkusen, Sa. ab 15.30 Uhr im LIVETICKER). Tief stehen und mit einem schnellen, flankenreichen Umschaltspiel zwei Spitzen füttern, so könnte ein Erfolgsrezept aussehen.

Gisdol hat in Hamburg mit 25 Punkten in der Rückrunde die Klasse gehalten. Er weiß also, wie er einen mummlosen Kader wiederbelebt und emotionalisiert. Er hat in Köln aus meiner Sicht die personelle Basis, es mit mentalen und sportlichen Impulsen doch noch zu schaffen.