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Robert Lewandowski ist in den vergangenen Wochen der Torgarant des FC Bayern. Doch selbst dem Torjäger vom Dienst gelingt nicht alles.

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Er trifft und trifft und trifft - aber zunächst nicht in Paderborn: Robert Lewandowski hat im Auswärtsspiel des FC Bayern die erste Riesenchance zur Führung verpasst.

Nach einem blitzsauberen Konter über Philippe Coutinho und einem Querpass von Serge Gnabry hätte der Toptorjäger des Rekordmeisters eigentlich nur noch den Ball ins leere Tor einschieben müssen - doch der Pole setzte die Kugel zur Überraschung der Fans und der Social-Media-Abteilung der Münchner mit links knapp neben den linken Pfosten.

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Entsetzen bei Bayern-Vorstand

Bayerns Vorstandsriege um Boss Karl-Heinz Rummenigge reagierte auf der Tribüne inmitten der Fans entsetzt nach der vergebenen Torchance. Auch den ebenfalls anwesenden Vorstandsmitgliedern Jörg Wacker (Internationalisierung/Strategie) und Andreas Jung (Marketing/Sponsoring) sowie dem 2. Vizepräsidenten Walter Mennekes war das Entsetzen anzumerken.

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Auch in den sozialen Medien war Lewandowskis Fehlschuss gleich ein Thema. "Wer ist dieser Mann und was hat er mit Robert Lewandowski gemacht", oder "wer hat bitte heute das Trikot von Lewandowski angezogen", waren nur einige der Reaktionen.

Kovac: "Den muss man machen"

Weniger humorvoll bewertete Niko Kovac die Situation. "Man muss auch mal mit zwei, drei Toren Unterschied in die Halbzeit gehen. Das war möglich. Das ist, was ich bemängele", sagte der Bayern-Trainer nach der Partie. "Die Chance von Lewy ist ja kein Hunderter, das ist ein Tausender. Den muss man machen. Da müssen wir konsequenter sein, weil dann kommt kein Gegner zurück."

Kapitän Manuel Neuer nahm seinen Teamkollegen derweil in Schutz: "Solche Sachen können im Fußball passieren. Jeder hat schon irgendwelche YouTube-Videos gesehen. Keiner schießt den Ball extra neben das Tor."

Thiago fast mit kuriosem Eigentor

Lewandowski hatte zuvor in jedem der ersten fünf Bundesligaspiele getroffen - und baute seine Serie in der Schlussphase dann doch noch aus. Per Lupfer über den Torhüter traf er in der 79. Minute zum zwischenzeitlichen 3:2 und führt die Torjägerliste mit nun zehn Treffern an. Er ist damit der erste Spieler in der Geschichte der Bundesliga, der nach sechs Spielen zehn Treffer auf dem Konto hat.

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Es war nicht die einzige Konzentrationsschwäche der Bayern. Mittelfeldstratege Thiago verfehlte in der 24. Minute mit einem Rückpass nur knapp das eigene Tor. Aus gut 35 Metern schlug er den Ball mit viel Effet an Torhüter Neuer vorbei ans Außennetz des eigenen Tores. "Es war ein mutiger und richtiger Ball meiner Meinung nach. Natürlich hat er ihn nicht richtig getroffen", erklärte der deutsche Nationaltorhüter später.

"Grundsätzlich finde ich es gut, wenn man das Spiel schneller macht und den Gegner laufen lässt. Durch diesen Ball hätten wir schnell die Seite verlagern können. Die Idee war auf jeden Fall gut, nur hat er ihn natürlich nicht optimal getroffen.”

Gnabry beendet Torflaute

Grund zum Jubeln hatten die Bayern im ersten Durchgang bei all den Kuriositäten aber doch noch: Serge Gnabry (15.) traf nach einem Traumpass von Coutinho zur Führung beim Aufsteiger.

Gnabry beendete damit einer persönliche Torflaute im Bayern-Trikot. Der Nationalspieler hatte seit dem Auswärtsspiel im April beim 1. FC Nürnberg (1:1) nicht mehr getroffen. Gnabry war saisonübergreifend in zehn Pflichtspielen für die Münchner torlos geblieben. Für die Nationalelf traf er in diesem Zeitraum viermal.