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München und Paderborn - In Paderborn zeigt Philippe Coutinho die nächste Samba-Show. In der Champions League wartet nun aber sein erster Härtetest. Seine Bilanz gegen Tottenham ist positiv.

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Dieser Philippe Coutinho ist bereit für die Königsklasse!

Vor allem in der ersten Hälfte zauberte der Samba-Star beim knappen 3:2-Erfolg beim SC Paderborn. Coutinho war an nahezu jeder gefährlichen Aktion des FC Bayern beteiligt, spielte Traumpässe, dribbelte, bot sich immer wieder clever in den Räumen an, bereitete erst das 1:0 von Serge Gnabry sehenswert vor und schob dann zum 2:0 ins leere Tor ein - Vorlage Gnabry.

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Coutinho machte beim Tabellenletzten den Unterschied! 

"Alle Leute im Stadion und die, die sich das Spiel angeschaut haben, haben wieder einmal gesehen, welche Fähigkeiten er mit dem Ball hat. Teilweise tanzt er mit ihm", schwärmte Niko Kovac. Der Trainer weiter: "Er weiß ganz genau, wann er was wie wo mit dem Ball machen muss. Er wird uns mit Sicherheit noch mehr helfen. Er ist schon gut dabei. Er ist integriert und glücklich hier."

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Coutinho harmoniert mit den Teamkollegen

Tatsächlich scheint sich der 27-Jährige schneller, als man nach seiner kurzen Vorbereitungszeit hätte vermuten können, im System von Kovac zu integrieren.

Auffällig: Vor allem sein Zusammenspiel mit Gnabry, Kingsley Coman und Robert Lewandowski funktioniert schon sehr gut. Das zweite Tor resultierte aus einem einstudierten Spielzug über Joshua Kimmich, den die Leihgabe locker vollendete.

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"Es ist immer schön, wenn Sachen aus dem Training im Spiel gesehen und dann auch gespielt und realisiert werden. Das zeigt die Qualität meiner Spieler. Ich wünsche mir, dass wir das immer wieder zeigen", freute sich Kovac.

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Auffällig aber auch, dass die Kraft noch nicht für 90 Minuten reicht. In Paderborn baute er in der zweiten Hälfte ab. Kovac aber ließ ihn durchspielen, denn der Brasilianer soll seine Kraft mit Spielpraxis erlangen.

Neuer und Salihamidzic schwärmen

"Ich glaube, dass er noch Luft nach oben hat. Wenn er noch ein paar Wochen in den Beinen hat, wird er noch fitter und besser", prophezeite Hasan Salihamidzic. Auch der Sportdirektor war einmal mehr von Coutinho berauscht. "Ich weiß gar nicht, ob es besser geht als in der ersten Halbzeit. Wie er den Ball behandelt, sich bewegt, wie er agiert", meinte der Ex-Profi.

Manuel Neuer ergänzte: "Er kreiert Torchancen. Am Ball ist er nahezu perfekt. Er hat wirklich gut gespielt und hat das Spiel schnell gemacht. Wir sind froh, dass wir ihn haben."

Wie schon zuvor beim 4:0-Heimsieg gegen den 1. FC Köln war Coutinho auch bei den Ostwestfalen an zwei Toren beteiligt (Tor und Assist).

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Coutinho-Bilanz gegen Tottenham positiv

Stefan Effenberg will die Leistungen der Last-Minute-Leihgabe aber noch nicht überbewerten. "Köln und Paderborn sind nicht der Anspruch. Ich bin gespannt, wie es gegen die Großen läuft", sagte der SPORT1-Experte am Sonntag im CHECK24 Doppelpass.

Umso mehr werden auch seine Augen am Dienstagabend auf Coutinho gerichtet sein, wenn die Bayern in der Königsklasse bei den Tottenham Hotspur antreten (Champions League: Tottenham Hotspur - FC Bayern ab 21 Uhr im LIVETICKER). Seine Bilanz gegen den Vorjahres-Finalisten aus London ist positiv. In Diensten von Inter Mailand, Liverpool und Barcelona gewann er sieben der 13 Aufeinandertreffen und verlor vier davon. Coutinho erzielte insgesamt drei Tore und lieferte zwei Assists.

Müller vorerst nur Ersatz

Ziemlich sicher wird Kovac auch gegen die Spurs auf seinen, wie er selbst sagt, "Weltstar" in der Startelf setzen. Leidtragender wäre dann wohl erneut Thomas Müller, der zuletzt in vier der letzten fünf Pflichtspiele anfangs nur auf der Bank saß.

"Er geht damit richtig gut um. Er ist ein Vollprofi. Natürlich reden wir auch. Aber wir haben mehr als 50 Spiele im Jahr. Da bekommt er seine Einsätze", erklärte Salihamidzic auf SPORT1-Nachfrage.

Eine Einsatzgarantie auf der Zehner-Position hat vorerst aber Coutinho. In London muss er erstmals unter Beweis stellen, auch gegen internationale Schwergewichte den Unterschied ausmachen zu können.