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München - Gegen den SC Freiburg kassiert die TSG Hoffenheim nicht nur eine herbe Pleite, sondern bleibt auch zum dritten Mal torlos. Trainer Alfred Schreuder ist gefordert.

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"Das war heute nicht unser Tag", fasste Hoffenheims Sebastian Rudy die bittere 0:3-Niederlage gegen den SC Freiburg zusammen.

Tatsächlich bot die TSG Hoffenheim den heimischen Fans im Baden-Derby eine erschreckend schwache Leistung und war gegen die Breisgauer letztendlich chancenlos. Nach vier Spielen hat das Team nur vier Punkte geholt. Das große Manko war auch am Sonntag wieder zu sehen: die Offensive.

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Es ist schon das dritte Mal in dieser Saison, dass die TSG torlos blieb. Mit lediglich drei Saisontoren stellen die Kraichgauer zusammen mit Schlusslicht Hertha BSC den schwächsten Sturm der Liga.

Nur beim turbulenten 3:2-Sieg gegen Werder Bremen traf die Mannschaft von Coach Alfred Schreuder. Der Niederländer hat als Nachfolger von Julian Nagelsmann ohnehin keinen leichten Job, der Fehlstart macht es da nicht einfacher.

Schreuder spricht Schwachpunkte an

Schreuder hat das Problem erkannt. "Freiburg hat verdient gewonnen, uns haben nach vorne Biss, Schärfe und Tempo gefehlt", meinte der 46-Jährige nach der Derby-Pleite bei Sky. Nun muss er einen Weg finden, die Offensive ins Rollen zu bekommen.

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Denn die Angriffsbemühungen der Hoffenheimer sind bei weitem nicht mehr so zwingend, wie das noch unter Nagelsmann der Fall war. Schreuder selbst beschrieb sie gegen Freiburg als "träge" und "zu langsam". "Wir haben schon oft aufs Tor geschossen, aber eben keines erzielt", meinte der Trainer.

Tatsächlich kam die TSG am Sonntagnachmittag auf 22 Torschüsse. Allerdings kamen nur fünf davon auch wirklich auf den Kasten von Gäste-Torwart Alexander Schwolow. Echte Großchancen? Mangelware. Es fehlt an Effektivität bei den Abschlüssen und an guten Lösungen im Offensivspiel.

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Hoffenheim hat Qualität verloren

"Uns hat die Durchschlagskraft gefehlt", meinte auch Rudy. Vom Hochgeschwindigkeitsfußball unter Nagelsmann ist nicht mehr viel übrig.

Neben dem langjährigen Erfolgscoach Nagelsmann hat die TSG im Sommer auch wichtige Stammspieler verloren. Mittelstürmer Joelinton wechselte für eine Ablösesumme von 44 Millionen Euro zu Newcastle United, Nico Schulz zu Borussia Dortmund (25,5 Millionen), Kerem Demirbay (32 Millionen Euro) und Nadiem Amiri (neun Millionen Euro) zu Leverkusen. Zudem fehlt aktuell Andrej Kramaric wegen Knieproblemen.

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Die Neuzugänge konnten bislang nicht zeigen, dass sie die Abgänge kompensieren können. Gegen Freiburg stand in der Offensive nur Neuzugang Ihlas Bebou in der Startelf. Der Ex-Hannoveraner traf zwar beim einzigen Saisonsieg gegen Werder und zuvor auch im DFB-Pokal bei den Würzburger Kickers, blieb gegen Freiburg aber blass. Jürgen Locadia feierte als Joker sein Debüt, braucht aber genauso noch Eingewöhnungszeit wie der ebenfalls eingewechselte Robert Skov.

Diese Baustellen sind auch dem neuen TSG-Coach nicht verborgen geblieben. "Ich will das Spiel jetzt abhaken und weiter nach vorne schauen", sagte Schreuder und wurde dann fast noch ein wenig philosophisch: "Wir werden noch viele Höhen und Tiefen haben, das gehört zum Leben."