MOENCHENGLADBACH, GERMANY - SEPTEMBER 22: Marcus Thuram of Moenchengladbach (2nd R) scores the first goal during the Bundesliga match between Borussia Moenchengladbach and Fortuna Duesseldorf at Borussia-Park on September 22, 2019 in Moenchengladbach, Germany. (Photo by Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images)
Gladbachs Joker Thuram trifft gegen Fortuna Düsseldorf doppelt © Getty Images
Lesedauer: 3 Minuten

Sommer-Neuzugang und Joker Marcus Thuram dreht die Partie nach 0:1-Rückstand gegen Fortuna Düsseldorf und lässt Borussia Mönchengladbach jubeln.

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Derby-Sieg, Europapokal-Blamage, Derby-Sieg: Borussia Mönchengladbach hat sich zum Abschluss einer verrückten Woche zusammengerissen.

Der fünfmalige deutsche Meister gewann drei Tage nach seinem Totalausfall gegen den Wolfsberger AC das Bundesliga-Duell mit dem rheinischen Rivalen Fortuna Düsseldorf nach Rückstand mit 2:1 (0:1). (Das Spiel im TICKER zum Nachlesen)

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Kasim Adams (6.) mit seinem ersten Tor für die Fortuna bestrafte die wackligen Gladbacher, die lange vollkommen von der Rolle zu sein schienen. Dann aber drehte die Borussia plötzlich auf: Marcus Thuram (71. und 88.) schoss den ersten Liga-Heimsieg seit acht Monaten heraus. Die Borussia eroberte damit acht Tage nach dem stürmisch gefeierten 1:0 beim 1. FC Köln einen Europapokalplatz. 

"Wir wollten das unbedingt gewinnen, für uns und für die Fans", sagte der Gladbacher Laszlo Benes und lobte den eingewechselten Matchwinner: "Thuram hat gezeigt, wie ein Joker spielen muss: reinkommen, mitreißen, Tore schießen."

VAR sei Dank - Thuram schnürt Doppelpack

Jubeln durften die Gladbacher aber erst mit Verspätung: Das Siegtor war zunächst wegen einer vermeintlichen Abseitsposition zurückgenommen worden. Erst nach Rücksprache mit dem Videoassistenten entschied Schiedsrichter Christian Dingert auf Treffer. (Die Bundesliga-Tabelle)

"Es war am Ende ein Sieg der Qualität", meinte Torhüter Yann Sommer: "Uns fallen riesige Steine vom Herzen. So was wie Wolfsberg darf sich nie wiederholen."

Gladbach gelingt Wiedergutmachung nach Blamage

Wiedergutmachung war das große Thema der vergangenen 72 Stunden in Mönchengladbach. Das blamable 0:4 gegen den österreichischen Europacup-Winzling hatte seine Spuren hinterlassen - auch in der Aufstellung.

Trainer Marco Rose wechselte nach intensiver und schmerzhafter Analyse auf vier Positionen, er brachte vor 52.413 Zuschauern unter anderem Breel Embolo und Patrick Herrmann. 

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Gladbach wollte locker abwarten und überließ der Fortuna erst einmal den Aufbau, was prompt schief ging: Matthias Ginter klärte Adams' Kopfball erst hinter der Linie. Die Verunsicherung war zurück. (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)

In der Abwehr wackelten die Gladbacher weiterhin, vorne bauten sie jedoch zehn Minuten lang Druck auf. Embolo (10./12.) und Laszlo Benes (15.) scheiterten am starken Torwart Zack Steffen, der von Manchester City ausgeliehen.

Fortuna bei Kontern nicht effektiv genug

Den Düsseldorfern erlaubte es die Führung, sich zurückzuziehen und abzuwarten - dafür allerdings war ihre Defensive zu unorganisiert, Pässe in die Schnittstellen stifteten Unruhe.

Ihre Konter spielten die ohne Kapitän Oliver Fink (Adduktorenprobleme) angetretenen Gäste wie zuletzt gegen den VfL Wolfsburg (1:1) außerdem nicht vernünftig aus: Heraus kam nur ein Schuss von Dawid Kownacki (35.). Da auch Gladbach sich zunehmend verzettelte, war das Spiel ein äußerst mäßiges.  

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Schreck-Sekunde bei Jantschkes K.o.

Die Pfiffe ihrer Fans rissen die Gastgeber erneut für zehn Minuten aus ihrer Lethargie. Embolo knockte beim energischen Kopfballversuch nach einer Ecke versehentlich seinen Innenverteidiger Tony Jantschke aus, der ausgewechselt werden musste (52.).

Schreck-Sekunde bei Gladbach nach Jantschkes K.o.
Schreck-Sekunde bei Gladbach nach Jantschkes K.o. © Imago

Herrmann brachte den Ball aus allerbester Position nicht am wiederum grandiosen US-Nationaltorhüter Steffen vorbei (54.). 

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Die Fortuna konterte über Kownacki und Kenan Karaman, der für Rouwen Hennings in der Spitze spielte, immer noch schludrig - obwohl sich freie Räume reichlich anboten und die Borussia zudem mit vielen Fehlern half. Beim Ausgleich war Steffen machtlos, als Thuram eine Hereingabe von Stefan Lainer verwertete.