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Dortmund - Borussia Dortmund legte trotz verpasster Meisterschaft eine starke Saison 2018/19 hin. BVB-Boss Watzke zieht Bilanz und blickt voraus. Die PK jetzt zum Nachlesen.

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Rein sportlich überzeugte Borussia Dortmund in der vergangenen Spielzeit über weite Strecken. Die Mannschaft des zu Saisonbeginn 2018/19 neu verpflichteten Trainers Lucien Favre führte lange Zeit die Bundesliga-Tabelle an und legte auch in der Champions League den ein oder anderen Galaauftritt hin. 

Am Ende konnte der BVB das hohe Niveau der ersten Saisonhälfte nicht ins Ziel bringen, mit der Vizemeisterschaft gelang allerdings ein respektabler Abschluss. 

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Finanziell erwartet der Klub allerdings einen Umsatzrückgang, nachdem die vorangegangene Saison 2017/18 einen Rekordumsatz von über 500 Millionen Euro einbrachte - vor allem dank der erfolgreichen Transfererlöse, wie dem Rekordverkauf von Ousmane Dembélé zum FC Barcelona.

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Heute äußern sich der Vorsitzende der Geschäftsführung der Dortmunder, Hans-Joachim Watzke, und Finanz-Geschäftsführer Thomas Treß in einer Pressekonferenz zur Bilanz des BVB in der vergangenen Spielzeit und geben einen Ausblick auf die neue Saison.      

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Die PK mit Hans-Joachim Watzke und Finanz-Chef Thomas Treß zum Nachlesen:

+++ Umsatz 500 Millionen (transferbereinigt) bis 2025 realistisch?

"Wenn man die aktuellen Zahlen sieht, steht dieses Ziel noch. Und ich bin mir sehr sicher, dass wir das hinkriegen. Wir müssen aber auch realistisch sein, dass TV der größte Wachstumstreiber war. 

Da haben wir jedoch wenig Einfluss aufgrund der zentralen Vermarktung."

+++ Etat Profi-Kader +++

"Wir liegen im Bereich zwischen 140-145 Millionen Euro für den Lizenzspieler-Kader, da müssen aber noch einige Prämien verrechnet werden. Wir haben ein sehr steiles Anreiz-System, daher werden die Kosten dieses Jahr höher ausfallen."

+++ Watzke zur möglichen Steigerung der TV-Einnahmen +++

"Da gibts es unterschiedliche Einschätzungen, da kann ich keine Prognosen abgeben. Da will ich der DFL nicht künstlich Druck erzeugen, aber es ist nicht ausgeschlossen."

+++ Wachstum in allen Bereichen +++

Finanzchef Thomas Treß fasst die wirtschaftlichen Kennzahlen zusammen:

In allen relevanten Bereichen (ausgenommen Transfers) verzeichnete der BVB im vergangenen Geschäftsjahr einen Anstieg, vor allem in der TV-Vermarktung legte der BVB um satte 45 Millionen Euro zu. 

Dies lag vor allem an dem neuen Verteilungsschlüssel der Champions League. 

102 Millionen Euro weniger erwirtschaftete der BVB im Bereich der Transfergeschäfte. Das lag vor allem am Dembele-Transfer nach Barcelona.

+++ Das Sportliche? +++

"Ich glaube nach der knapp verpassten Meisterschaft war es schon eine Herausforderung, damit umzugehen. Bereits nach dem Gladbach-Spiel hatten wir die klare Kommunikations- und Transferstrategie. Wir wollten möglichst schnell unsere Zugänge fix machen, damit wir nicht in einen Preiskampf geraten.

Danach sollte der Kader etwas ausgedünnt werden, elf Spieler wurden bereits transferiert. Das hat funktioniert, wir nähern uns immer mehr der Wunschgröße unseres Kaders an. 

Bisher haben wir 130 Millionen Euro ausgegeben, jedoch auch die gleiche Summe bereits eingenommen. 

Den Rest müssen nun Mannschaft und Trainer abbilden, wir haben das Fundament gelegt. Wir haben jedoch ein sehr gutes Gefühl, Mannschaft und Trainer sind gut, wir sind sehr zuversichtlich. Ich persönlich freue mich bereits auf die neue Saison. 

Der Spannungskampf um die Meisterschaft hat der Liga sehr gut getan, darauf hoffen wir auch in diesem Jahr."

+++ Watzke begrüßt mit wirtschaftlichen Zahlen +++

"Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir 489,5 Millionen Euro erwirtschaftet. Das ist zwar ein Rückgang um 46 Millionen zum Vorjahr. Allerdings hatten wir dort Transfererlöse von 220 Millionen Euro durch die Transfers von Ousmane Dembele und Pierre-Emerick Aubameyang.

Transferbereinigt haben wir in diesem Jahr 370 Millionen Euro erwirtschaftet, das heißt 53 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

Das wiederum macht 17,4 Millionen Euro Gewinn nach Steuern und 355 Millionen Euro Eigenkapital. Das entspricht einer Quote über 70 Prozent. Das schaffen wohl nicht so viele Unternehmen in Deutschland. 

Unsere Reisen nach Asien und USA tragen immer weiter Früchte. Da haben wir klar mit dem FC Bayern eine Lokomotiv-Funktion übernommen. Aber natürlich dürfen wir den Fokus Deutschland nicht vernachlässigen. Wir sind auch hier in allen relevanten Bereichen in den Top-3. Aber auch da herrscht noch Luft nach oben."

+++ Auch Verkäufe bringen Millionen ein +++ 

Dem gegenüber stehen über 60 Millionen Euro Einnahmen für die Verkäufe von aussortierten Spielern wie Abdou Diallo (Paris Saint-Germain), Alexander Isak (Real Sociedad), Shinji Kagawa (Real Saragossa), Maximilian Philipp (Dynamo Moskau), Sebastian Rode (Eintracht Frankfurt) oder André Schürrle (Spartak Moskau).  

+++ BVB investiert kräftig auf Transfermarkt +++

Mit Mats Hummels (FC Bayern), Thorgan Hazard (Borussia M’Gladbach), Nico Schulz (TSG Hoffenheim), Julian Brandt (Bayer Leverkusen) und dem mittlerweile fest verpflichteten Paco Alcácer (FC Barcelona) investierte Borussia Dortmund fast 130 Millionen Euro in Neuzugänge. 

+++ Gleich geht's los +++

Die Pressekonferenz mit BVB-Boss Hans-Joachim Watzke ist für 12 Uhr angesetzt. In wenigen Augenblicken geht es los!