Sebastian Rode, Borussia Dortmund, BVB
Sebastian Rode, Borussia Dortmund, BVB © Getty Images
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Die Leihe von Sebastian Rode endet am 30. Juni offiziell. Am Ende einer bärenstarken Saison verletzte er sich aber wieder schwer. Wie handelt die Eintracht?

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Schon im Hinspiel gegen Chelsea war er über seine Grenzen gegangen. Verstauchter Zeh, blaues Auge, völlige Erschöpfung - aber niemals aufgeben.

Sebastian Rode schien unkaputtbar - bis es beim Rückspiel des Halbfinals der Europa League in London sein rechtes Knie erwischte.

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Die bittere Diagnose: Knorpelschaden. Schon wieder. Bereits der dritte in der Karriere des ehemaligen Offenbachers.

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Einmal mehr kommt es jetzt auf seine Qualitäten als Stehaufmännchen an. Die hatte er schon in der Rückrunde der abgelaufenen Saison unter Beweis gestellt.

Rode wird zum Antreiber der Eintracht

Nach zwei von Verletzungen (Stressfraktur und Leisten-OP) geprägten Jahren mit kaum Spielpraxis wird er von Borussia Dortmund an seinem Ex-Verein Eintracht Frankfurt ausgeliehen – und blüht auf.

Er überzeugt sowohl bei der unglaublichen Reise der Hessen in der Europa League als auch der Bundesliga als Antreiber und Kämpfer, der weder sich noch den Gegner schont.

Der kicker attestiert dem 28-Jährigen "internationale Klasse" und führt ihn hinter Bayerns Thiago und Charles Aranguiz von Bayer Leverkusen als drittbesten Bundesliga-Spieler im defensiven Mittelfeld. Deutlich vor den beiden BVB-Sechsern Axel Witsel (8) und Thomas Delaney (10).

“Respekt, was Rode in Frankfurt ablieferte! Er gewann Bälle und trieb unermüdlich an. Mich freut, dass er wieder so tolle Leistungen zeigte", lobte Hansi Flick, ab kommender Saison Co-Trainer von Niko Kovac beim FC Bayern.

Doch wie geht es nun mit Rode weiter? Der Mittelfeldspieler ist vertraglich noch ein weiteres Jahr an den BVB gebunden. Eine Rückkehr ist aber trotz Rodes starken Leistungen in Frankfurt unwahrscheinlich.

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Zwar ist Eintracht Frankfurt im Werben um den Ex-Bayern-Spieler in der Pole Position. Wie SPORT1 aus England erfuhr, hat aber auch der FC Southampton Interesse an ihm bekundet. Ross Wilson, Direktor Profifußball und Scout, hat sich beim Management des Spielers hinsichtlich eines möglichen Transfers erkundigt.

Rodes Berater dementiert das auf SPORT1-Nachfrage nicht. "Ich beteilige mich nicht an Spekulationen. Aber nach seiner starken Rückrunde wäre es auch nicht ungewöhnlich", erklärt Branko Panic.

Dem BVB schwebt angeblich eine Ablösesumme in Höhe von rund fünf Millionen Euro vor. Eine vergleichsweise niedrige Summe, die sich in erster Linie durch die erneute Verletzung erklärt.

Ein echtes Schnäppchen oder doch ein Risiko? Besteht die Möglichkeit, dass Rode nach der fünften schweren Verletzung seiner Karriere womöglich gar nicht mehr auf den Platz zurückkehren wird?

"Sebastian ist in der Reha. Er schuftet wie ein Wahnsinniger. Und das Ziel ist es, dass er in vier bis sechs Wochen dem Trainer zur Verfügung steht", prophezeit Panic eine baldige Rückkehr.

Sicherlich ein ambitioniertes Vorhaben. Doch wenn es jemandem zuzutrauen ist, dann dem Stehaufmännchen der Liga.