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München - Arjen Robben macht vor dem Bundesliga-Finale klar: Er will sich und Franck Ribéry in der Startelf sehen. Riskiert Niko Kovac gerade jetzt diesen großen Schwenk?

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Nein, Arjen Robben schaltete keinen Gang zurück. Es gibt diese Option auf seinem Schalthebel wahrscheinlich auch einfach nicht.

Während Teamkollege Rafinha bei seiner Abschieds-PK emotional wurde und unter Tränen Klub und Teamkollegen beim FC Bayern München dankte, ging Robbens Auftritt trotz des gleichen Anlasses in eine ganz andere Richtung: nach vorn.

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Klar, ein paar Blicke in den Rückspiegel gab es, freundliche Worte über zehn Jahre FC Bayern, die Ära Robbery verlor er pflichtschuldig, meist mit der Einleitung: "Das habe ich jetzt auch schon mehrmals gesagt, glaube ich, aber ..."

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Die Botschaft, die ihm wichtiger war, drehte sich um das, was noch kommt. Das Meisterschafts-Finale am Samstag, das Spiel gegen Eintracht Frankfurt, das er noch einmal prägen will - von Anfang an.

Unmissverständlich äußerte er den Wunsch, in der Startelf zu stehen. Und brachte Trainer Niko Kovac damit in Bedrängnis.

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Robben will mit Ribéry in die Startelf

"Ich hatte ja schon mal ein letztes Spiel, mit der Nationalmannschaft. Da hast du so ein Adrenalin, willst es allen noch mal zeigen", erklärte der Niederländer: "Und jetzt kriege ich auch schon Gänsehaut: Am nächsten Samstag, volle Allianz Arena, ich nach zehn Jahren, Franck nach zwölf, wir beide von Anfang an, Meister werden - da gibt's nichts Schöneres. Das wäre mein Tipp."

Er sagte nicht: meine Forderung. Aber es wurde schon auch so klar. Robben, stets berüchtigt für seinen Tatendrang (und auch dafür, ihn zu äußern), will es noch mal wissen. Und er nimmt in Kauf, dass er Kovac in eine recht heikle Situation bringt.

Durch seine forsche Ansage rückt Robben die Aufstellung von Kovac noch mehr in den Fokus und verändert auch die Fallhöhe.

Kovac steht selbst im Fokus

Entscheidet Kovac sich nun gegen Robben (und Ribéry), wird es im Fall eines Patzers eine noch lautere Diskussion darüber geben, warum Kovac denn nicht auf Robben gehört und erkannt hat, dass er Frankfurt im Adrenalinrausch auseinandergenommen hätte.

Und geht er mit Robben, setzt Serge Gnabry (und Kingsley Coman) auf die Bank, wird im Fall X ebenfalls debattiert werden: Was Kovac denn für ein schwacher Trainer sei, dass er sich von Robben hat bequatschen lassen.

Da Kovacs eigene Zukunft am Samstag auch im Fokus steht - die Chefetage hat ihm eine Job-Garantie über das Saisonende hinaus verweigert - kann seine Wahl sehr entscheidend werden.

Coman und Gnabry prägten die Rückrunde

Die richtige zu treffen: nicht ganz einfach. Coman (fünf Tore und vier Vorlagen in der Rückrunde) und Gnabry (sechs Tore, vier Vorlagen) waren zuletzt seine Stammkräfte. Gerade die Rückkehr von Coman steht sinnbildlich für den Unterschied zwischen der durchwachsenen Vor- und der starken Rückrunde.

Ribéry hat in diesem Jahr kein einziges Spiel über 90 Minuten bestritten, der bis Ende April verletzte Robben nur fünf offizielle Spielminuten gegen Hannover und Leipzig.

Jetzt zu wechseln wäre ein harter, ein erklärungsbedürftiger Schwenk. Andererseits: Ist Robben nicht der Crunchtime-King, der Mann für die entscheidenden Momente? Hätten er und Ribéry nicht vielleicht schon beim 0:0 in Leipzig den Knoten platzen lassen können, wären sie früher gekommen?

Kovac wird sich mit diesen Fragen intensiv beschäftigen. Man darf gespannt sein auf seine Antworten - und ob sie die richtigen sind oder am Ende auf ihn zurückfallen.