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München - Ob Renato Sanches nächste Saison für den FC Bayern spielt, ist nicht sicher. Dennoch hofft der Mittelfeldmann auf eine Veränderung seiner Situation.

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Es war ein versöhnlicher Saison-Abschluss für Jungstar Renato Sanches.

Der Portugiese wurde am letzten Spieltag gegen Eintracht Frankfurt für Leon Goretzka eingewechselt und erzielte sogar sein erstes Bundesligator für den FC Bayern.

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Dennoch kann der Europameister mit seiner Saison nicht zufrieden sein. Zu oft war er zum Zuschauen verdammt. 17 Mal lief er in der Bundesliga auf und stand dabei nur dreimal in der Bayern-Startelf - zu wenig für den ambitionierten Mittelfeldmann.

Die Gerüchte um einen möglichen Verkauf kursieren schon seit längerem an der Säbener Straße. Stehen die Zeichen also auf Abschied?

Nach dem Sieg über Frankfurt sprach Sanches in der Mixed Zone über seine Situation beim FC Bayern.

Sanches: "Ich will mehr spielen"

Frage: Herr Sanches, wie bewerten Sie Ihre heutige Leistung?

Renato Sanches: Ich habe ein Tor erzielt. Ich bin zufrieden und weiß, dass ich diese Leistung bestätigen kann. Ich warte nur auf mehr Gelegenheiten.

Frage: Glauben Sie, Sie bekommen zukünftig noch mehr Möglichkeiten oder war das Ihr letztes Spiel im Trikot des FC Bayern?

Sanches: Ich weiß es nicht. Wir müssen jetzt abwarten. Die Saison läuft für uns noch eine Woche, alles ist möglich. Aber wie ich schon vor einigen Monaten gesagt habe, will ich mehr spielen. Ich bin ein junger Spieler. Wenn du jung bist und nicht viel spielst, fühlst du dich nicht gut. Ich liebe den Fußball und will einfach öfter zum Einsatz kommen.

Sanches: Muss nicht jeden Tag mit Kovac sprechen

Frage: Waren Sie nach den vergangenen Wochen etwas überrascht, dass Bayern-Trainer Niko Kovac Sie für den verletzten Leon Goretzka einwechselte?

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Sanches: Ich war nicht überrascht. Ich trainiere und fühle mich gut. Ich habe zwar lange nicht gespielt, war aber bereit, mich zu zeigen. Das hat man im Spiel gesehen.

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Frage: Sie haben Ihren Treffer sehr emotional gefeiert und sind zu Franck Ribéry und Rafinha über das halbe Spielfeld gerannt. Warum?

Sanches: Rafinha und Franck haben mir in dieser schwierigen Saison sehr geholfen. Beide standen heute zum letzten Mal im Bayern-Kader bei einem Bundesligaspiel. Mein Tor war ein Geschenk für die beiden.

Frage: Haben Sie in letzter Zeit mit Niko Kovac über Ihre Situation gesprochen?

Sanches: Ich muss nicht jeden Tag mit ihm über meine Situation sprechen. Natürlich weiß er, wie ich mich fühle. Aber er trifft die Entscheidungen und das respektiere ich. Am Ende der Saison ist es allerdings zu spät, mehr Einsätze zu bekommen. Dennoch konzentriere ich mich weiter auf meinen Job. Heute habe ich die Möglichkeit bekommen, zu spielen, und das hat ganz gut funktioniert.

"Wenn man nicht spielt, ist man nicht glücklich"

Frage: Hat Kovac Ihnen gesagt, wie er weiter mit Ihnen in der nächsten Saison planen will?

Sanches: Nein, wir haben noch nicht miteinander gesprochen. In den nächsten Wochen werden wir uns unterhalten und dann sehen, was passiert. Ich will einfach das Beste für mich und meine Familie. Ich will glücklich sein, doch wenn man nicht spielt, ist man nicht glücklich.

Frage: Was sagt Ihr Gefühl? Sind Sie nächstes Jahr noch bei den Bayern?

Sanches: Ich weiß es nicht. Wir müssen abwarten. Wie ich bereits gesagt habe, geht unsere Saison noch eine Woche. Wir spielen noch das DFB-Pokal-Finale (DFB-Pokal-Finale: Samstag, den 25.05. ab 20 Uhr im LIVETICKER).

Frage: Vor knapp drei Jahren haben Sie mit nur 19 Jahren Ihre Heimatstadt Lissabon verlassen. Fühlen Sie sich wohl in München?

Sanches: Als ich zu Bayern wechselte, dachte ich, ich sei für diesen Schritt bereit. Doch das war ich noch nicht. Jetzt fühle ich mich sehr wohl. Deutschland ist meine zweite Heimat geworden. Aber an meiner Situation ändert das nichts. Ich will mehr spielen und zeigen, dass ich ein guter Fußballer bin.

Frage: Meinen Sie, dass dieses Spiel und Ihr erstes Bundesligator Ihre Situation verändert hat?

Sanches: Das kann schon sein. Im Fußball können solche Spiele etwas verändern. Doch nach dieser Woche wissen wir mehr.