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Sein Stammplatz ist momentan nur auf der Ersatzbank. Wenn Renato Sanches zum Einsatz kommt, dann nur wenige Minuten. Deshalb forciert der Portugiese jetzt seinen Abschied.

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Der FC Bayern ist nach einem 1:0-Zittersieg gegen Werder Bremen weiter auf dem besten Wege, seine 29. Meisterschaft einzufahren.

Der Treffer des Tages nach 75 Minuten ging auf das Konto von Niklas Süle, dessen Schuss unhaltbar von Davy Klaassen abgefälscht wurde.

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Damit haben die Bayern nach 30 absolvierten Partien vier Punkte Vorsprung auf den BVB, der den Rückstand am Sonntag mit einem Sieg beim SC Freiburg wieder auf einen Zähler verkürzen kann.

Einmal mehr keine große Rolle spielte Renato Sanches, der erst in der 87. Minute eingewechselt wurde und sich mit Süle zuvor nur abseits des Platzes freuen konnte. Dementsprechend kurz und knapp fiel sein Kommentar zum Sieg aus: "Es war ein gutes Spiel. Wir haben gewonnen, drei Punkte sind zu diesem Zeitpunkt das Wichtigste."

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Sanches: "Will einfach nur spielen"

Für seine Mannschaft haut sich Sanches voll rein, persönlich ist der Europameister von 2016 aber frustriert, weswegen er für die kommende Saison über eine Veränderung nachdenkt. SPORT1 fragte bei ihm nach, ob eine Leihe für ihn Sinn macht. "Ich denke schon", so Sanches. "Aber ob eine Ausleihe oder ein Verkauf besser ist? Ich weiß es nicht. Wir haben noch einen Monat. Ich werde sehen, was das Beste für mich ist. Es ist auch egal, ob es in Portugal, England oder Spanien ist. Ich will einfach nur spielen", so der gebürtige Lissabonner. 

Mit den Bayern-Verantwortlichen führte Sanches indes noch keine Gespräche über seine Situation. Auch Trainer Niko Kovac spreche immer noch "nicht allzu viel" mit ihm, was aber "keine große Rolle spiele". Sanches: "Er ist der Trainer, ich bin der Spieler. Ich respektiere seine Meinung. Ich arbeite und trainiere einfach weiter."

Doch Training allein macht nicht glücklich, wenn der Stammplatz zumeist die Ersatzbank ist - eine unbefriedigende Situation für den dynamischen Mittelfeldspieler. "Fünf Minuten sind nicht genug", klagt der 21-Jährige. "Meine Kollegen und mein Trainer wissen, dass ich in jedem Training mein Bestes gebe, um bereit zu sein, wenn ich fünf oder zehn oder 45 oder 90 Minuten spiele."

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"Zukunft kann noch gut werden"

Dass sich seine Situation im Endspurt der Saison noch ändert ist fraglich. Kovac hat seine Stammelf gefunden, tauscht nur noch vereinzelt durch und nun ist auch noch Corentin Tolisso zurück – ein weiterer Konkurrent für Sanches. Bange ist ihm davor aber nicht, versichert Sanches auf SPORT1-Nachfrage. "Ich bin selbstbewusst. Ich spiele gut, wenn ich spiele und werde daher auf meine Möglichkeiten warten. Wenn ich spiele, werde ich das wieder zeigen. Ich bin jetzt 21 Jahre jung und habe noch 15 Jahre, um Fußball zu spielen. Jetzt gerade ist es hart, aber die Zukunft kann noch gut werden."

Eine Zukunft in München ist für Sanches aber immer unwahrscheinlicher.