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München - Der Vertrag von Claudio Pizarro bei Werder Bremen läuft aus. Der Peruaner lässt noch offen, wie es für ihn weitergeht - weil er zunächst ein großes Ziel hat.

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Es läuft die 81. Spielminute in der Allianz Arena, als Werder Bremen noch einmal wechselt. Seit der 75. Minute steht es 1:0 für den FC Bayern.

Stürmer Claudio Pizarro kommt für Defensiv-Stratege Nuri Sahin ins Spiel. Der Peruaner soll dem FC Bayern noch einen einschenken und helfen, Punkte aus München zu entführen.

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Als Pizarro den Rasen betritt, geschieht Ungewöhnliches: Statt wie üblich den gegnerischen Spieler auszupfeifen, erheben sich tausende Bayern-Fans und klatschen euphorisch. Eine Ehre, die nur den wenigsten, nur ganz besonderen Spielern zuteil wird - Spielern wie Claudio Pizarro.

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Mit dem inzwischen 40-Jährigen wird ein Bundesliga-Liebling eingewechselt, der auch für eine erfolgreiche Bayern-Vergangenheit steht.

Pizarros Dank an Fans des FC Bayern

"Es ist natürlich etwas Besonderes, wenn dir die Gegner applaudieren", erklärt Pizarro nach Spielende gerührt: "Ich kann nur Danke sagen. Ich habe immer gesagt, dass ich mich hier wie zu Hause fühle."

Kehrt Sturm-Legende Pizarro nach Saisonende sogar nach München zurück? Oder hängt er noch ein Jahr in Bremen als Spieler dran?

"Wir haben gesagt, dass wir uns im April zusammensetzen, dann wird es aber vielleicht nicht direkt eine Entscheidung geben", erklärt Werder-Manager Frank Baumann den aktuellen Zeitplan: "Erst mal geht es darum, ob Claudio überhaupt weiterspielen möchte. Das weiß ich selbst aus der Zeit von meinem Karriereende. Das ist ein Prozess, für den man sich auch Zeit nehmen sollte."

Entscheidung am Ende der Saison?

Pizarro tut das, denn offenbar ist noch immer unklar, was der dienstälteste aktive Bundesliga-Profi selbst will. "Ich weiß es noch nicht, wir werden sehen - und am Ende der Saison entscheiden wir", meint Pizarro.

Sein Vertrag bei Werder läuft im Sommer aus, die Zukunft des Oldies ist offen. Die Bayern würden ihn jedoch mit offenen Armen empfangen und stellten ihm in Person von Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge bereits einen Posten als Botschafter des Vereins in Aussicht - wie unter anderem Giovane Elber und Bixente Lizarazu ihn ausüben.

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Auch, weil der Südamerikaner während seiner insgesamt neun Jahre bei den Münchnern sechs Mal deutscher Meister wurde und in insgesamt 327 Spielen für den Rekordmeister 125 Tore erzielte - unter anderem das entscheidende Tor beim 1:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt im Pokalfinale 2006.

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Fünf Mal stand er im Trikot des FC Bayern im Endspiel des DFB-Pokals, fünf Mal ging er als Sieger vom Platz. Mit Bremen reiste er drei Mal zum Finale nach Berlin, konnte allerdings nur ein Mal gewinnen. Insgesamt steht Pizarro damit bislang bei acht Endspiel-Teilnahmen - Rekord!

Pizarro glaubt an Final-Chance

Oliver Kahn, Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger schafften das sieben Mal. Pizarros Wunsch, trotz seiner Liebe zum FCB: ein neuntes Mal zum Pokalfinale nach Berlin reisen.

Voraussetzung dafür wäre ein Sieg am Mittwoch - gegen den FC Bayern in Bremen (DFB-Pokal, Halbfinale: Werder Bremen - FC Bayern München, Mi. ab 20.45 Uhr im LIVETICKER). "Wir glauben, dass wir es ins Finale schaffen können. Es ist immer etwas Besonderes, in Berlin zu sein", schwärmt Pizarro, der selbstbewusst ergänzt: "Wir haben den Vorteil, dass wir zu Hause spielen. Die Unterstützung der Fans ist sehr wichtig für uns."

Pizarro wird sie am Mittwoch mit Sicherheit wieder zuteil werden. Aus beiden Fanlagern.