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München - Alphonso Davies ist seit knapp vier Monaten Münchner. Der Youngster verrät Details über seine neue Umgebung, die Sprache und seine Vorbilder in der Mannschaft.

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Bayern-Neuzugang Alphonso Davies kam am Montag beim Remis gegen 1860 Rosenheim zum zweiten Mal in der Regionalliga-Reserve des FC Bayern zum Einsatz. Dabei ließ der Auftritt des 19-Jährigen zwei Erkenntnisse zu.

Jedem, der das Spiel gesehen hat, dürfte spätestens jetzt klar sein: Davies' Potenzial ist unbestritten. Geschwindigkeit, Dynamik und eine außergewöhnliche Technik machen den Kanadier zu einem Top-Talent und waren letztlich auch der Grund, warum man ihn im Winter an die Säbener Straße geholt hat.

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Dennoch ist klar ersichtlich, dass "Phonzie" noch viel Zeit brauchen wird, um beim FC Bayern zur tragenden Figur zu werden. Häufig agierte er zu ungestüm, zu eigensinnig und hektisch. Nicht nur das Spiel zeigte: Der Schritt zu einem der besten Fußballvereine der Welt ist groß - vor allem für einen Kanadier. 

"Wollte den Robben machen"

Von einem gelungenen Start kann man trotzdem sprechen. Gegen den FSV Mainz konnte Davies seinen ersten Bundesligatreffer bejubeln und wurde damit zum ersten FCB-Torschützen, der im neuen Jahrtausend geboren wurde.

Darauf angesprochen ist der Youngster jetzt noch begeistert: "Ich habe getroffen und wollte dann den Robben machen: Auf den Knien rutschen. In einem Video habe ich gesehen, wie er das beim Jubeln gemacht hat", verriet Davies gut gelaunt in einem Klubinterview. 

Nicht nur der Torjubel des Holländers hat es ihm angetan - Arjen Robben ist sein großes Vorbild. "Ich habe mir früher viele Videos von ihm angeschaut, er ist einfach unglaublich. Ich hoffe, er kann noch ein paar Spiele machen, bevor er geht", sagte Davies, der ebenfalls Linksfuß ist.

Zweite Mannschaft "kein Rückschritt"

Vom Training beim Rekordmeister zeigt er sich äußerst angetan. "Es gibt keinen Spieler, von dem man nicht lernen will. Besonders Thiago beeindruckt mich sehr, ich habe ihm schon als Kind gerne zugesehen. Sein Gefühl, seine Technik, er bleibt immer ruhig - das ist unglaublich zu beobachten."

Bis Davies regelmäßig neben Spielern wie Thiago auflaufen wird, dauert es wohl noch. Der 19-Jährige bleibt bescheiden und sieht die zweite Mannschaft "absolut nicht als Rückschritt. Viele andere Spieler wie Lahm oder Alaba haben für die zweite Mannschaft gespielt. Ich muss Spielminuten bekommen, das ist der ganz normale Weg als junger Spieler."

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Der Kanadier spricht im Interview mit dem Verein auf englisch, auf das erste deutsche Interview müssen die Fans noch warten. "Deutsch ist echt schwer, eine der schwersten Sprachen überhaupt", gab der Linksfuß zu. "Ich habe aber einen super Lehrer und auch meine Mitspieler helfen mir."

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Verfluchte 19

Verdutzt war Davies über die Einkaufsgewohnheiten der Deutschen. "Normalerweise mache ich sonntags meine Einkäufe, aber hier haben die Geschäfte zu", erzählte er lachend. Davon abgesehen hat es ihm die bayerische Hauptstadt angetan: "Es ist wirklich ein Traum, hier zu leben. Es ist eine sehr saubere Stadt, die Menschen sind sehr aktiv."

Davies trägt beim FC Bayern die Nummer 19, die bei den Münchnern eine eher durchwachsene Vergangenheit hat. Die Vorgänger heißen Mario Götze, Jan Schlaudraff, Alexander Baumjohann und Sebastian Rudy. Darüber macht sich "Phonzie" aber keine Gedanken: "Ich hatte die Wahl zwischen der 14 und der 19. Und dann ist mir aufgefallen, dass ich ab 2019 für diesen besonderen Verein spielen darf. Außerdem werde ich in diesem Jahr auch 19 Jahre alt. Deswegen habe ich mir die 19 ausgesucht."