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Wolfsburg - Eintracht Frankfurt sieht beim VfL Wolfsburg lange Zeit kein Land. Nach der glücklichen Führung der Hessen kassieren sie jedoch kurz vor Schluss noch ein Gegentor.

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Die Europa-League-Helden von Eintracht Frankfurt waren noch müde, doch die Königsklasse bleibt für sie zum Greifen nah.

Der Bundesliga-Vierte hat sich mit viel Kampf und wenig Spielkultur beim VfL Wolfsburg ein 1:1 (0:0) erarbeitet und den Vorsprung auf den direkten Verfolger Borussia Mönchengladbach auf zwei Zähler ausgebaut. (Service: Tabelle der Bundesliga)

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Vier Tage nach dem Viertelfinaltriumph gegen Benfica Lissabon waren allerdings viele Aktionen der Gäste vom Zufall geprägt, vor allem nach der Pause schien die Eintracht zunehmend auf dem Zahnfleisch zu gehen.

"Es ist ein absolutes Mammutprogramm, was wir bisher gehabt haben", erklärte Eintracht-Trainer Adi Hütter bei Eurosport. "Wir sind bisher sehr gut durchgekommen. Natürlich kommt bei dem einen oder anderen Spieler jetzt die Müdigkeit. Wir müssen einfach versuchen, bestmöglich zu regenerieren und Energie zu tanken, um die nächsten Spiele dann zu bewältigen."

Später Ausgleich durch Brooks

Die Hessen gingen durch den eingewechselten Jonathan de Guzman (78.) glücklich in Führung, John Anthony Brooks (90.) gelang der verdiente Ausgleich. (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

Enttäuschung überwiegt bei beiden Teams

"Es überwiegt die Enttäuschung, weil wir das Gegentor so spät bekommen haben. Das darf so nicht passieren. Wir waren natürlich etwas müde. Vielleicht hilft uns der Punkt am Ende", sagte Eintracht-Torhüter Kevin Trapp. 

Aber auch Wolfsburgs Maximilian Arnold zeigte sich enttäuscht: "Frankfurt war ziemlich kaputt vom Donnerstag-Spiel. Es ist ziemlich schade, dass wir nur unentschieden gespielt haben. Wir hätten heute als Sieger vom Platz gehen müssen."

Wölfe-Trainer Bruno Labbadia schlug in die gleiche Kerbe: "Zufrieden kann man nicht sein. Wir hatten schon in der ersten Halbzeit viele Einschussmöglichkeiten, in der zweiten Halbzeit noch viel mehr. Wir haben so gut wie nichts zugelassen. Das Gegentor war sehr unglücklich. Das Spiel müssen wir gewinnen, auch wenn wir nicht unsere hundertprozentige Sicherheit hatten."

Vor 26.102 Zuschauern passierte in der ersten halben Stunde in den beiden Strafräumen so gut wie nichts, dann wurde es zehn Minuten lang etwas munterer.

So glänzte Eintracht-Torhüter Kevin Trapp mit einer spektakulären Parade bei einem verdeckten Schuss von Daniel Ginczek (36.), in der 40. Minute rettete VfL-Schlussmann Pavao Pervan bei einem Kopfball von Goncalo Paciencia.

Ostereier-Hagel zu Beginn

Die unterhaltsamste Aktion kam zunächst von den mitgereisten Fans der Gäste. Sie geißelten kurz nach dem Anpfiff nicht nur per Spruchband die Ansetzung der Partie ("Montagsspiele gehen uns auf die Eier"), sondern bombardierten den Rasen der Volkswagen-Arena mit Ostereiern.

Schiedsrichter Marco Fritz unterbrach die Begegnung für drei Minuten und beteiligte sich an den notwendigen Reinigungsarbeiten. 

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Nach dem Seitenwechsel kam spürbar mehr Zug in das Spielgeschehen, beide Mannschaften gingen nun konzentrierter und zielstrebiger zu Werke. Dabei erarbeiteten sich die Norddeutschen Feldvorteile, was dem scheidenden Wolfsburger Trainer Bruno Labbadia sichtlich gefiel.

Lange nur weitgehend passiver Zuschauer, klatschte der Coach seinen Schützlingen Beifall.

Knochen und Arnold ans Gebälk

Die zu diesem Zeitpunkt durchaus verdiente VfL-Führung vergab Innenverteidiger Robin Knoche, der in der 57. Minute per Kopfball nur die Latte traf. (Service: Ergebnisse und Spielplan)

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Die Gäste wirkten in dieser Phase besonders gedanklich nicht immer frisch und hatten Mühe, die Wolfsburger Angriffsaktionen rechtzeitig zu unterbinden.

Und sie brauchten erneut Glück, als Maximilian Arnold aus dem Hinterhalt den linken Pfosten traf (64.). Labbadia erkannte die Frankfurter Defensivprobleme und ersetzte Yannick Gerhardt durch den weiter vorne agierenden Yunus Malli.

Doch diese personelle Maßnahme fruchtete zunächst nicht, im Gegenteil: Energisch von ihrem Trainer Adi Hütter zu mehr Offensive aufgefordert, gelang es den Frankfurtern, sich zumindest teilweise die Spielhoheit zurückzuerobern und ihrer überlasteten Deckung ein wenig Luft zu verschaffen. Zum Sieg reichte es am Ende aber nicht.