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Nach der Entlassung von Domenico Tedesco kritisiert Peter Neururer den schlechten Stil der Knappen. "Man hat Tedesco hingehalten", sagt der SPORT1-Experte.

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Nach der Entlassung von Domenico Tedesco als Cheftrainer von Schalke 04 hat Peter Neururer die Königsblauen scharf kritisiert. 

"Ob es der richtige Zeitpunkt war, kann nur derjenige beurteilen, der im Verein drin steckt und seine Arbeit mitverfolgt hat", sagt der SPORT1-Experte und frühere Schalke-Coach. "Aber die Art und Weise, wie es vonstatten gegangen ist, ist einfach nur unwürdig. So geht man mit keinem Menschen um." 

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Neururer stört sich vor allem am Zeitpunkt von Tedescos Entlassung. "Ich kann ihn heute morgen nicht noch das Training machen lassen, um ihm abends mitzuteilen, dass er beurlaubt ist. Man hat Tedesco hingehalten. Das ist einfach nur Unsinn und nicht nachvollziehbar."

Büskens und Stevens bis Saisonende?

Dass es grundsätzlich der richtige Schritt sei, bestreitet Neururer nicht. "Es ist völlig klar, dass die Situation förmlich nach einer Beurlaubung schreit. Das war aber schon vor Wochen so. So wie es abgelaufen ist, hat es mit dem eigentlichen Stil von Schalke 04 nichts zu tun." 

Die Beurlaubung des 33-jährigen Trainers hätte nach Meinung Neururers spätestens direkt nach dem 0:7 bei Manchester City vollzogen werden müssen. "Aber nicht dieses Rumgeiere. Der Trainer tritt ja vor die Mannschaft und weiß, dass es egal ist was er sagt, weil sowieso keiner mehr hinhört. Die Mannschaft weiß ja, dass der Trainer beurlaubt wird."

Dass Mike Büskens und Huub Stevens nur als Interimslösung im Heimspiel gegen RB Leipzig auf der Bank sitzen werden, glaubt Neururer nicht. "Ich gehe davon aus, dass es der Mike mit Unterstützung von Huub machen wird - und in dieser Konstellation bis zum Saisonende."