Jochen Schneider (rechts neben RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff) soll bei Schalke Heidel beerben © Imago
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Schalke 04 ist bei der Suche nach einem Nachfolger für den scheidenden Sportvorstand Christian Heidel fündig geworden. Der Neue kommt von RB Leipzig.

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Am Samstag sorgte Schalke-Sportvorstand Christian Heidel mit seinem live im TV angekündigten Rücktritt auf Raten spätestens zum Saisonende für Wirbel in und um Gelsenkirchen.

Nun haben die Königsblauen einen Nachfolger für Heidel gefunden. Wie auf der Homepage des FC Schalke zu lesen ist, wird der von Ligakonkurrent RB Leipzig kommen: Es handelt sich um Jochen Schneider.

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Der 48-Jährige soll bei den Schalkern einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022 erhalten und kommenden Dienstag offiziell vorgestellt werden. 

"Wir haben für die Besetzung des Sportvorstands ein klares Profil formuliert: einen erfahrenen Fußballfachmann, der über ein erstklassiges Netzwerk im nationalen und internationalen Profifußball verfügt und in den letzten Jahren mit Erfolg moderne Konzepte verfolgt. Jochen Schneider erfüllt alle diese Anforderungen", wird Schalke-Boss Clemens Tönnies dort zitiert. 

Zuletzt hielten sich auch hartnäckig Gerüchte, die Gelsenkirchener seien an Michael Reschke (ehemals VfB Stuttgart) dran.

"Für mich ist es zum einen eine große Ehre, zum anderen eine Riesenherausforderung, das Ressort Sport beim FC Schalke 04 zu übernehmen", äußert sich Schneider auf der Vereinsseite. "Schalke verfügt über eine ganz besondere Strahlkraft, die weit über das Ruhrgebiet und Deutschland hinausreicht. Aus der aktuellen Situation ergibt sich, dass viel Arbeit auf uns alle wartet. Aber ich freue mich darauf, diese gemeinsam auf Schalke anzugehen."

Leipzig bestätigt Schneider-Abgang

Auch RB bestätigte inzwischen offiziell den Abgang Schneiders in Richtung Ruhrgebiet via Twitter.

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Schneider könnte im Gespann mit Jonas Boldt das neue starke Duo der Schalker bilden. Boldt ist bei den Knappen als Sportdirektor im Gespräch. Die Benennung eines Sportdirektors wird Schneider in den kommenden Tagen in Angriff nehmen.   

Schneiders Karriere begann in Stuttgart. Insbesondere der ehemalige VfB-Manager Rolf Rüssmann förderte Schneider während seiner Amtszeit ab 2001. Bei den Schwaben war Schneider während der Ära von Coach Felix Magath maßgeblich an der Kaderplanung beteiligt. Damals begeisterten die Stuttgarter mit den "Jungen Wilden" um Philipp Lahm und Kevin Kuranyi.

Schneider förderte Tedesco

2004 wurde er nach Magaths Entlassung zum Sportdirektor befördert und feierte 2007 die Meisterschaft mit dem VfB. 2015 verließ er dann freiwillig die Stuttgarter und wurde ein Jahr später unter Ralf Rangnick Teil der sportlichen Leitung bei RB mit Schwerpunkt Vertragsverhandlungen.

Zu Schalkes aktuellem Trainer Domenico Tedesco besteht ebenfalls eine Verbindung. Schneider beförderte diesen zu Stuttgarter Zeiten in der U17 des VfB vom Co- zum Cheftrainer. 

Veh gratuliert Schalke

Armin Veh hat Schalke unterdessen zur Verpflichtung von Schneider gratuliert. "Es hat mich gewundert, dass er noch nirgendwo die Nummer eins geworden ist, wenn ich ehrlich bin. Er ist für Schalke ein sehr guter Griff", sagte Veh der Funke Mediengruppe.

Der Sportdirektor des 1. FC Köln kennt Schneider aus der gemeinsamen Zeit beim VfB Stuttgart.

"Ich bin überzeugt davon, dass er es schafft – von seinem Charakter her, von seinem Können, von seiner Intelligenz. Das nötige Netzwerk hat er auch. Er hatte auch einen großen Anteil an unserer Meisterschaft 2007. Er war auch dabei nicht in vorderster Front, aber er hatte immer eine klare Meinung", sagte Veh.