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München - Auch der CHECK24 Doppelpass ist betroffen vom Tod der Schalker Manager-Legende Rudi Assauer. Die Ex-Profis Hamit Altintop und Ingo Anderbrügge erzählen einige Anekdoten.

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Der Tod von Rudi Assauer, Manager-Legende beim FC Schalke 04, hat auch die Expertenrunde im CHECK24 Doppelpass bei SPORT1 emotional tief bewegt.

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"Wir sind alle sehr traurig, er war ein geradliniger Mensch", sagte Ex-Profi Ingo Anderbrügge, der 1997 mit den Königsblauen den UEFA-Cup gewann. "Ich verbinde sehr viel mit ihm, habe sieben Jahre mit ihm täglich zusammengearbeitet. Er hat uns Eurofighter gegründet, war der Architekt dieser Mannschaft."

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Besonders prägend geblieben ist Anderbrügge Assauers Charakter: "Er war ein Mann, ein Wort. Er stand zu dem, was er gesagt hat. Es musste nicht immer schriftlich sein, er hat trotzdem nie etwas vergessen. Rudi kam dann später zu dir und sagte: 'Ich habe es dir doch versprochen'."

Außerdem rechnete Anderbrügge seinem Ex-Manager hoch an, ihm zum Karriereende 2002 ein Abschiedsspiel ermöglicht zu haben: "Als die Arena dann gegründet wurde, dachte ich schon: Na, ob das was wird? Aber er hatte es mir versprochen und mir dann das Stadion vollgemacht."

Altintop: Assauer hat mein Gehalt verdoppelt 

An ähnliche Anekdoten erinnerte sich auch Hamit Altintop:

"Ich hatte damals auf Schalke zwei Verträge, auch einen mündlichen. Als ich 2003 unterschrieben hatte, war Assauer von mir so überzeugt, dass er gesagt hat: 'Wenn du gut spielst, dann werde ich dein Gehalt verdoppeln.' Und das hat er nach drei Monaten dann auch gemacht, ohne meinen Vertrag zu verlängern."

Für Altintop war Assauer "einer der Letzten, die so etwas gemacht haben. Diese mündlichen Zusagen hat man heute nicht mehr. Ich bin stolz darauf, dass ich mit ihm zusammenarbeiten durfte."

Der durchaus streitbare Manager habe seinen Karriereweg "mit eingeleitet. Leider ist er dann sehr früh vom Verein weggegangen, sonst wäre ich von Schalke vielleicht auch nicht weggegangen."

Bei Markus Gisdol, zwischen 2011 und 2012 Co-Trainer beim S04, hat Assauer über den Tod hinaus ebenso prägenden Eindruck hinterlassen: "Sein Schatten war überall. Er war eine sehr prägende Figur für Schalke. Er war wirklich einer von diesen Typen, die man heute nicht mehr hat."

Assauer war am Mittwochnachmittag im Alter von 74 Jahren nach langer Alzheimer-Erkrankung gestorben. In zwei Amtszeiten bei den Schalkern gewann er 1997 den UEFA-Cup sowie 2001 und 2002 den DFB-Pokal. In seine Ära fiel auch der Bau der Veltins-Arena.