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Christian Streich wird nach dem 2:2 in Stuttgart zur Gelb-Roten Karte für Mario Gomez befragt. Der Freiburger Trainer antwortet kurios und wird im Netz gefeiert.

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Christian Streich ist bekannt für seinen speziellen Charakter. Der Trainer des SC Freiburg verteidigt seine Mannschaft regelmäßig gegen Ungerechtigkeiten.

Nach dem 2:2 beim VfB Stuttgart gab der 53-Jährige ein äußerst kurioses Interview bei Sky-Reporter Marcus Lindemann, der ihn eigentlich zur umstrittenen Gelb-Roten Karte gegen Mario Gomez befragen wollte. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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Das Interview im Wortlaut:

Lindemann: Herr Streich, Ihr Trainerkollege sagt: Wenn das Spiel Elf gegen Elf zu Ende geht, würde der VfB Stuttgart gewonnen haben. Für ihn war die Gelb-Rote Karte gegen Gomez spielentscheidend. Wie bewerten Sie die gesamte Gemengelage, ist das 2:2 okay?

Streich: Ich sage nichts dazu, weil Sie wissen, dass noch eine andere Sache stattgefunden hat auf dem Platz…

Lindemann: Nämlich?

Streich: Ich sage nichts dazu.

Lindemann: Sagen Sie auch, dass die Gelb-Rote Karte gegen Gomez zu hart ist? Oder was meinen Sie? Sagen Sie es mir.

Streich: Sie wissen doch ganz genau, was passiert ist im Strafraum bei uns.

Lindemann: Ne, sagen Sie mal. Ich weiß es wirklich nicht.

Streich: Ich sag' nix.

Lindemann: Bei Ihnen im Strafraum? Was ist denn da passiert?

Streich: Nicht bei uns im Strafraum, sondern im gegnerischen Strafraum.

Lindemann: Was war da?

Streich: Ich sag' nix.

Lindemann: Irgendetwas gegen Ihren Spieler?

Streich: Sie haben es doch ganz genau gesehen.

Lindemann: Nein, wirklich nicht.

Streich: Sie haben nichts gesehen?

Lindemann: Nein.

Streich: Ich will nichts sagen, ich will nichts über … es ist alles okay.

Lindemann: Geht's um eine Schiedsrichterentscheidung?

Streich: Ich sag' nix.

Lindemann: Und generell, ist das 2:2 okay?

Streich: Wenn du 2:1 hinten bist in der 93. Minute, okay. Natürlich ist das dann okay, dann ist es super. Und Moral und alles und Glaube. Der Nils (Petersen, Anm. d. Red.) ist 13,5 Kilometer gelaufen. Alles gut, super für die Mannschaft, aber ich bin trotzdem nicht ganz zufrieden, weil wir auf dem Weg zum Sieg waren und dann zwei so Tore kriegen. Dann, am Ende, okay.

Lindemann: Können Sie mir ganz kurz sagen, in welcher Spielhälfte die Szene stattgefunden hat, von der Sie sprechen? Selbst die Kollegen, die gucken nach gerade…

Streich: Nein. Als Trainer darf man nicht irgendwas fordern, aber… schauen Sie es nochmal an, was da passiert ist im Strafraum mit… unten… der Ball ist nicht da. All das Schlagen und Umstoßen und alles, das haben Sie doch gesehen?

Lindemann: Sie meinen jetzt die Szene mit Pavard?

Streich: Ja… haben Sie es gesehen oder nicht? Sie haben gesagt, Sie haben es nicht gesehen. Ich sag' nichts mehr dazu, alles okay.

Lindemann: Das heißt, Sie hätten in dieser Szene eine andere Bewertung vom Schiedsrichter erwartet?

Streich: Ich sage nichts dazu. Dankeschön.

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Streich bezieht sich auf eine Szene in der 57. Minute, als Benjamin Pavard nach einer Eckenentscheidung für Freiburg mit Gegenspieler Keven Schlotterbeck aneinander gerät. Dabei tritt der Weltmeister den Freiburger zunächst leicht mit dem Fuß - als dieser sich umdreht, schubst Pavard ihn völlig unnötig zu Boden.

Die Aktion löst eine Rudelbildung aus, Pavard sieht im Anschluss die Gelbe Karte. Bei strenger Auslegung von Schiedsrichter Deniz Aytekin hätte die Entscheidung gegen den Stuttgarter auch Rot wegen Tätlichkeit lauten können.

Das Interview ging in den sozialen Medien viral, zahlreiche User fühlten sich großartig unterhalten.