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Sinsheim - Die TSG Hoffenheim stoppt Hannovers kleinen Aufwärtstrend mit einer dominanten Vorstellung und lässt sogar noch zahlreiche Großchancen aus. 96 kann sich kaum befreien.

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Für Hannover 96 rückt der Abstieg aus der Bundesliga immer näher.

Die chancenlosen Niedersachsen unterlagen am 22. Spieltag 0:3 (0:2) bei der TSG Hoffenheim und bleiben damit Vorletzter. (SERVICE: Die Tabelle der Bundesliga)

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Hannover, das noch nie bei der TSG gewonnen hat, wartet seit mittlerweile 23 Spielen auf einen Auswärtssieg.

"Wir können froh sein, dass wir hier nicht mit sieben Stück nach Hause fahren. Wir sind alle schockiert", analysierte Trainer Thomas Doll bei Sky schonungslos und monierte den "blutleeren Auftritt" seiner Spieler: "Hoffenheim war uns in allen Belangen überlegen. Das war ein Klassenunterschied."

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Doppelschlag schockt Hannover früh

Der Brasilianer Joelinton (4.), der Algerier Ishak Belfodil (14.) und Kerem Demirbay (80.) trafen für die Hoffenheimer, die nach fünf Heimspielen ohne Dreier wieder einen Sieg landeten. (Das Spiel im LIVETICKER zum Nachlesen)

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Dass gegen 96 wieder ein Erfolg zu Hause gelang, kommt nicht von ungefähr - gegen kein anderes Team haben die Kraichgauer häufiger gewonnen (13 Siege). "Wir haben den Gegner unfassbar dominiert", befand TSG-Trainer Julian Nagelsmann.

"Das war zu wenig von uns, zu körperlos. Im Abstiegskampf müssen wir uns mit allem, was wir haben, wehren - und das haben wir nicht getan", haderte dagegen Hannovers Matthias Ostrzolek.

Doll klagte: "Das war ein blutleerer Auftritt, wir müssen da jetzt alle erst einmal kräftig durchpusten. Aber das hatte nichts mit Körpersprache zu tun. Ich hätte mir mehr Mut gewünscht. Das sah sehr träge aus."

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Schlimmer Fehler vor 1:0 für Hoffenheim

Die 23.404 Zuschauer mussten nicht lange auf die Führung der Gastgeber warten. Joelinton nutzte die "Vorarbeit" von Hannovers Außenverteidiger Julian Korb zu seinem sechsten Saisontor. Dabei tunnelte der Angreifer 96-Torwart Michael Esser. (SERVICE: Ergebnisse der Bundesliga)

Nach dem Rückstand wurde Hannover fast an die Wand gespielt. Die Hoffenheimer, die ohne Dennis Geiger, Ermin Bicakcic, Benjamin Hübner, Lukas Rupp und den gesperrten Florian Grillitsch auskommen mussten, waren dem zweiten Treffer schon in den ersten zehn Minuten sehr nahe.

Die Gäste, bei denen der von Hoffenheim ausgeliehene Kevin Akpoguma, Linton Maina, Edgar Prib, Ihlas Bebou und Niclas Füllkrug fehlten, brachten so gut wie nichts zustande. Das zweite Gegentor durch Belfodil nach einem Freistoß von Demirbay war keine Überraschung. 

Hannover chancenlos

Obwohl Hannover zeitweise mit allen Spielern um und im Strafraum verteidigte, fanden die Kraichgauer immer wieder Lücken.

Die ersten 25 Minuten offenbarten einen Klassenunterschied zwischen beiden Mannschaften. Erst in der 26. Minute verbreitete Abwehrspieler Kevin Wimmer einen Hauch von Gefahr vor dem TSG-Tor.

Auf der Gegenseite traf Demirbay in der 41. Minute die Latte. Mit dem Zwei-Tore-Rückstand zur Pause war Hannover gut bedient. Die Vorstellung der Gäste hatte nichts mit Bundesliga-Fußball zu tun.

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Großartige Parade von Esser verhindert Schlimmeres

Nach 65 Sekunden der zweiten Hälfte vergab Joelinton die große Chance auf den dritten TSG-Treffer. In der 49. Minute hielt Esser in großartiger Manier einen Belfodil-Kopfball. Danach hatte Hoffenheim fast im Minutentakt Möglichkeiten.

Nico Schulz traf die Latte (55.), Nadiem Amiri konnten den Abpraller nicht verwerten. Zwei Minuten später scheiterten Amiri und Joelinton. In der 67. Minute vergab Andrej Kramaric.

96 war hoffnungslos unterlegen. Das brachte das Tor Demirbays zum Ausdruck.