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FCB-Legende Sepp Maier rät Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß dazu, sich langsam zurückzuziehen. Die Grundgesetz-Pressekonferenz habe Hoeneß sehr geschadet.

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Der ehemalige Weltklassetorhüter Sepp Maier hat Bayern Münchens Präsidenten Uli Hoeneß nahe gelegt, sich allmählich aus dem Tagesgeschäft zurückzuziehen.

"Nur weil es Uli Hoeneß gab, ist der FC Bayern so groß geworden. Er hat dafür alles gegeben. Hat so viel Gutes getan. Er sollte sagen, jetzt reicht's. Er muss nicht krampfhaft am FC Bayern festhalten", sagte Maier der Sport Bild.

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Wenn der FC Bayern in dieser Saison "die Meisterschaft und die Champions League gewinnt, könnte er kürzertreten. Aufsichtsratsvorsitzender ist er eh bis 2022. Ein FC Bayern ohne Uli Hoeneß geht sowieso nicht", ergänzte Maier, der am Donnerstag seinen 75. Geburtstag feiert.

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Hoeneß wird wohl noch einmal kandidieren

Hoeneß, der mit Maier zusammen Welt- und Europameister sowie dreimal in Folge Europacupsieger mit den Bayern wurde, ist noch bis November dieses Jahres als Präsident gewählt.

Sepp Maier (M.) und Uli Hoeneß (r.) nach dem Gewinn der EM 1972
Sepp Maier (M.) und Uli Hoeneß (r.) nach dem Gewinn der EM 1972 © Imago

Der 67-Jährige wird dann voraussichtlich ein letztes Mal kandidieren. Als Chef des Aufsichtsrates läuft seine Amtszeit noch bis 2022. Uli Hoeneß selbst hatte am Sonntag im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1 seine Zukunftsplanung wie folgt ausformuliert: "Ende Juni entscheiden wir, ob ich weitermache oder nicht. Es ist sicherlich so, dass ich meine wichtigste Aufgabe darin sehe, dann aufzuhören, wenn ich das Gefühl habe, es ist alles so, wie ich es mir vorstelle. Dann ziehe ich mich zurück und werde das in Ruhe von der Tribüne aus betrachten."

Sepp Maier sieht PK-Abrechnung als Fehler

Maier hielt auch noch fest, dass Hoeneß "die sogenannte Grundgesetz-Pressekonferenz sehr geschadet" hätte - die schon legendäre PK im Oktober, bei der Hoeneß, Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Sportdirektor Hasan Salihamidzic zum Rundumschlag vor allem gegen die Medien ausholten.

"90 Prozent der Anhänger haben das schlecht gefunden", schätzt Maier, ergänzt aber auch: "Ich muss Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge aber recht geben, dass manche mit Bayern schamlos umgegangen sind. Ein FC Bayern müsste da dennoch darüber stehen."

Hoeneß hatte im Dopa selbst eingestanden, dass die PK in dieser Form ein Fehler war. "Die würden wir heute nicht mehr so machen", sagte er.