Michael Gregoritsch zeigte sich nach dem Spiel gegen Bremen selbstkritisch
Michael Gregoritsch zeigte sich nach dem Spiel gegen Bremen selbstkritisch © Imago
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Bremen - Werder Bremen siegt zum 120. Klub-Geburtstag klar und deutlich gegen den FC Augsburg. Michael Gregoritsch spricht nach der Pleite Klartext.

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Florian Kohfeldt herzte überglücklich seine Spieler, die Fans sangen beseelt vom Europacup: Werder Bremen hat seine rauschhafte Jubiläumswoche mit einer 4:0 (3:0)-Gala gegen den FC Augsburg gekrönt und greift nach einer grün-weißen Party zum 120. Klub-Geburtstag die internationalen Plätze an. Der FCA übte nach der heftigen Pleite derweil deutliche Selbstkritik.

"Es war ein würdiges Jubiläum", sagte Kevin Möhwald, der beim höchsten Saisonsieg den Schlusspunkt setzte (83.). Den in der Rückrunde noch ungeschlagenen Hanseaten fehlen nur noch drei Punkte auf Rang fünf - und daran hat Milot Rashica einen großen Anteil. Der flinke Angreifer schnürte einen Doppelpack (5., 28.), vor allem sein Schlenzer zum 3:0 hatte Klasse. Nach 36 Minuten musste der Kosovare dann mit Rückenproblemen ausgewechselt werden.

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Auch Johannes Eggestein (27.) trug sich in die Torschützenliste ein. "In der ersten Halbzeit war fast jeder Schuss ein Treffer", sagte Maximilian Eggestein, der wusste, "dass heute ein besonderer Tag ist. Die Atmosphäre war außergewöhnlich."  (Service: Die Tabelle der Bundesliga)

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Gregoritsch hadert mit Sch...-Leistung

Fünf Tage nach dem Pokal-Spektakel in Dortmund spielte die Mannschaft von Trainer Kohfeldt phasenweise entfesselt auf. "Nach dem Sieg gegen Dortmund war der Druck da, so eine Leistung noch einmal auf den Platz zu bringen. Das haben wir geschafft", sagte Möhwald.

Nach den Erfolgen gegen Mainz 05 und bei Holstein Kiel im Pokal setzte es für den abstiegsbedrohten FCA und Trainer Manuel Baum wieder einen deutlichen Rückschlag. Es war zugleich die erste Niederlage der Schwaben, seit "Glücksbringer" Jens Lehmann als Co-Trainer auf der Bank sitzt.

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"Die haben jeden Ball reingeschossen. Wir haben unsere Chancen nicht genutzt - Wahnsinn", sagte Offensivspieler Michael Gregoritsch und gab sich selbstkritisch: "Meine Leistung war genauso scheiße wie die von allen anderen." (Das Spiel im Ticker zum Nachlesen)

Starker Pavlenka hält Kasten sauber

Mit beeindruckender Fan-Choreographie und dem guten Gefühl nach dem Sieg beim BVB waren die Werder-Fans in das Duell gegangen. Kohfeldts Team knüpfte nahtlos an die imponierende Vorstellung beim Elfmeter-Krimi beim BVB (4:2) an, der den Einzug ins Pokal-Viertelfinale gebracht hatte. In einem Jubiläumstrikot drehten Max Kruse und Davy Klaasen im kreativen Zentrum mächtig auf, dass das Weserstadion kochte.

Der FCA wurde phasenweise förmlich überrollt. Kobel bewahrte seine Mannschaft nach einem Kopfball von Theodor Gebre Selassie vor einem weiteren Treffer (12.). Der FCA attackierte danach etwas früher und kam phasenweise besser in die Zweikämpfe. Erste Chancen waren die Folge, nach präziser Flanke von Philipp Max köpfte Reece Oxford aber über das Tor (23.). Nach Werders Doppelschlag hätten auch Gregoritsch und Alfred Finnbogason (41., 43.) treffen können - scheiterten aber am starken Jiri Pavlenka im Bremer Tor.

Kruse verpasst frühe Entscheidung

Werder war einfach zielstrebiger und spielfreudiger. Auch die "Eggestein-Seite" mit Maximilian und Johannes wusste zu gefallen, Kohfeldt gab dennoch permanent Anweisungen und peitschte seine Mannschaft auch nach dem Seitenwechsel weiter nach vorne. (Service: Der Bundesliga-Spielplan)

Kruse hatte die erste große Chance des zweiten Durchgangs, schoss aber aus rund 15 Metern mit rechts über das Tor (49.). Augsburg hielt nun besser mit, auch weil Werder zeitweise den Fuß vom Gaspedal nahm.