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Gelsenkirchen - Der FC Schalke agiert gegen den SC Freiburg lange in Unterzahl und muss am Ende mit einem Punkt zufrieden sein. Trainer Tedesco nimmt seine Mannschaft in die Pflicht.

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Schalke 04 hat die Generalprobe für das Achtelfinale in der Champions League verpatzt und steckt in der Bundesliga im Keller fest. (das Spiel im LIVETICKER zum Nachlesen)

Der abgestürzte Vizemeister kam gegen den Tabellennachbarn SC Freiburg nach einer erneut enttäuschenden Leistung nicht über ein 0:0 hinaus und ist nach vier Spielen in Folge ohne Sieg den Abstiegsplätzen näher als den Europacuprängen.

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Vier Tage vor dem Hinspiel gegen Manchester City am Mittwoch mussten die ideenlosen Schalker über eine Halbzeit in Unterzahl spielen, nachdem U21-Nationalspieler Suat Serdar die Rote Karte gesehen hatte (42.).

Bei den Gästen sah Christian Günter (90.+2, wiederholtes Foulspiel) in der Nachspielzeit die Ampelkarte. Freiburg liegt dank des Punktgewinns weiter einen Zähler vor den Gelsenkirchenern. (SERVICE: Ergebnisse der Bundesliga)

Schalke-Stürmer Mark Uth ist aufgrund der Umstände nicht unzufrieden mit dem Punkt. "Wenn du solange in Unterzahl spielst, nimmst du den Punkt mit", erklärte er am SPORT1-Mikro. Vom Abstiegskampf wollte Uth nicht sprechen, "aber wir müssen die nächsten beiden Spiele gewinnen".

Tedesco: "Brauchen nicht drumherum reden"

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Trainer Domenico Tedesco war mit dem Spiel bis zur Roten Karte nicht zufrieden mit seiner Mannschaft. "Das was wir uns vorgenommen hatten, Freiburg im Rücken der Viererkette zu attackieren, ist uns zu wenig gelungen. Dazu hatten wir einige Ballverluste, die uns auch weh getan haben", sagte er zu SPORT1. Erst mit der Roten Karte sei seine Mannschaft richtig aufgewacht.

Er appellierte nach dem Spiel an seine Mannschaft, den Abstiegskampf anzunehmen. "Wir brauchen nicht drumherum reden, dass uns die tabellarische Situation nicht gefällt. Es bringt nichts, irgendwelche Floskeln rauszuhauen. Wir müssen zusehen, dass wir elf Spieler auf den Platz bringen, die sich der Lage bewusst sind, die alles geben und so weitermachen, wie heute zu zehnt", sagte er zu SPORT1.

Heidel krank im Bett

Tedesco hatte gegenüber dem 1:3 vor einer Woche bei Bayern München sein Team auf fünf Positionen verändert.

Unter anderem musste Nationalspieler Sebastian Rudy, den er bei seinem Ex-Verein nach nur 33 Minuten ausgewechselt hatte, auf der Bank Platz nehmen. 

Bei den Königsblauen fehlte auch Sportvorstand Christian Heidel, der mit einem Infekt und fast 40 Grad Fieber das Bett hütete. Der in die Kritik geratene Manager hatte zuvor im Interview mit der Süddeutschen Zeitung seine Zukunft auf Schalke infrage gestellt.

Er werde seinen Vertrag bis 2020 erfüllen, "wenn die Gesamtgemengelage stimmt". Heidel steht vor allem wegen mehrerer Transferflops unter besonderer Beobachtung.

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Serdar fliegt nach Brutalo-Foul

Nach einem Warnschuss von Mark Uth nach nur 55 Sekunden herrschte Funkstille in der Schalker Offensive. Die Gastgeber schoben den Ball hin und her, Freiburg stellte die Räume zu, der neu verlegte Rasen in der Arena blieb in den Strafräumen fast unberührt. 

Noch schwieriger wurde es für die Gelsenkirchener, als Schiedsrichter Frank Willenborg (Osnabrück) Serdar völlig zu Recht wegen groben Foulspiels gegen SC-Kapitän Mike Frantz Rot zeigte.

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Elfmeter für Freiburg nach Videobeweis nicht gegeben

In Überzahl verstärkte Freiburg seine Offensivbemühungen, Trainer Christian Streich brachte in Luca Waldschmidt und Jerome Gondorf zur zweiten Hälfte gleich zwei neue Spieler. 

Die dezimierten Schalker gerieten immer mehr unter Druck: Waldschmidt verpasste knapp (61.), Vincenzo Grifo scheiterte an Torhüter Ralf Fährmann (62.), Philipp Lienhart verfehlte mit einem Kopfball das leere Tor (71.).

In der Schlussphase hatte Willenborg bereits auf Handelfmeter für die Gäste entschieden, nach einem Hinweis des Video-Assistenten nahm er die Entscheidung allerdings zurück.