FC Bayern, Jörg Krause, Bundesliga
© SPORT1-Grafik/Imago
Lesedauer: 3 Minuten

Bayern hat zur Jagd auf den BVB geblasen, doch der Start in die wichtigen Wochen ist missglückt. Auch die angekündigte Transferoffensive blieb aus. Der SPORT1-Kommentar.

Anzeige

Das war nicht die Woche des FC Bayern. Und schon gar nicht die seines Sportdirektors Hasan Salihamidzic.

Als Dortmunds Jäger hat der FCB den Pflichtsieg in Leverkusen sauber verpatzt. Dem BVB reicht an diesem bedeutenden 20. Spieltag ein 1:1 in Frankfurt, um den Vorsprung auf sieben Punkte zu vergrößern. (Service: Bundesliga-Tabelle)

Anzeige

Bayerns vermasselter Start in die wichtigen Wochen

Kapitän Manuel Neuer ist ausgerechnet in dieser Situation verletzt, sein Vertreter Sven Ulreich patzt. Der eigenwillige James darf endlich von Beginn an ran, nutzt seine Chance aber nicht. Trainer Niko Kovac hadert mit der kalibrierten Linie zur Abseitsbewertung, die sein Team um das 2:0 gebracht habe.

Die Highlights der Partie in Bundesliga Pur am Sonntag ab 9.30 Uhr im TV und STREAM auf SPORT1

Obendrein sieht sich der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge wegen ausgebliebener Verstärkungen in der Winterpause verpflichtet, seinen Sportdirektor Salihamidzic öffentlich zu stärken.

Nein, ein guter Start für den FC Bayern München in die wichtigsten Wochen der laufenden Spielzeit sieht definitiv anders aus.

Salihamidzic: Niederlage auf dem Transfermarkt

Im frühen Dezember hatte Salihamidzic Fans und Medien heiß gemacht auf mögliche Transfers noch im Winter. "Wir sind noch an einigen Sachen dran und werden versuchen, was zu machen." In ähnlicher Form hat er sich bis zum Rückrundenstart immer wieder geäußert.

Der CHECK24 Doppelpass am Sonntag ab 11 Uhr LIVE im TV und STREAM auf SPORT1 u.a. mit Michael Ballack und Heribert Bruchhagen

Zugegeben: Salihamizic sagte auch, dass es schwierig werden würde. Erstens: kurze Winterpause. Zweitens: weil echte Verstärkungen im Winter unverschämt teuer sind. Und Weltmeister Benjamin Pavard kommt ja im Sommer.

Doch selbst wenn der große Umbruch für den Sommer geplant ist: Dass von all den wochenlang lauthals gehandelten Namen keiner beim FCB vorab gelandet ist, muss der Sportdirektor als Niederlage empfinden. Insbesondere das sehr offensive Werben um den Chelsea-Jungstürmer Callum Hudson-Odoi fliegt Salihamidzic um die Ohren.

Dass Boss Rummenigge ihn öffentlich "liebevoll kritisiert", wie die Welt schreibt, festigt die Position von Salihamidzic nicht. Dabei hat er vor nicht mal zwei Monaten die Verantwortung seiner Chefs übertragen bekommen.

Hasan Salihamidzic steht seitdem öffentlich in der Verantwortung für die Ziele, die sich der FC Bayern gesetzt hat. Das ist nicht Platz 3, wo sich die Bayern nach dem Gladbacher Sieg auf Schalke wiederfinden.

Zur Jagd auf den BVB geblasen, Transferoffensive angekündigt - davon bleibt aktuell nur wenig mehr als heiße Luft. Die Titelverteidigung ist gefühlt so weit weg wie noch nie in dieser Saison.

Meistgelesene Artikel
  • Hasan Salihamidzic ist als Sportdirektor des FC Bayern München maßgeblich für den Kader der Zukunft verantwortlich
    1
    Fußball / Bundesliga
    Salihamidzic gereizt wegen Hoeneß
  • Dirk Nowitzki wird von den Fans verehrt - auch bei Auswärtsspielen
    2
    US-Sport / NBA
    Nowitzki: "Das war mir peinlich"
  • Nationalmannschaft: PK mit Oliver Bierhoff und Julian Brandt im LIVETICKER
    3
    Fußball / DFB-Team
    Bierhoff über Abschied für FCB-Trio
  • FBL-GER-BUNDESLIGA-BAYERN-MUNICH-TRAINING
    4
    Fussball / EM-Qualifikation
    Spanien: Thiago zu Nichtnominierung
  • Formel 1, Melbourne: Pressestimmen - Vettel & Ferrari in der Kritik
    5
    Motorsport / Formel 1
    Presse: Vettel kämpft nicht wirklich