Christian Seifert ist Geschäftsführer der DFL
Christian Seifert ist Geschäftsführer der DFL © Getty Images
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Der Umsatz aller Klubs der 1. und 2. Bundesliga ist erneut angestiegen. DFL-Geschäftsführer Christian Seifert kündigt die Neuvergabe der Medienrechte 2020 an.

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Der deutsche Profifußball hat in der Saison 2017/18 zum 14. Mal in Folge einen Umsatzrekord erzielt.

Aus dem am Mittwoch veröffentlichten Wirtschaftsreport 2019 der Deutschen Fußball Liga (DFL) geht hervor, dass der Umsatz aller 38 Profi-Klubs in Bundesliga und 2. Liga in der vergangenen Spielzeit auf 4,42 Milliarden Euro anstieg. Die vorherige Bestmarke aus der Saison 2016/17 hatte bei 4,01 Milliarden Euro gelegen.

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Allein die Bundesliga verzeichnete für die vergangene Saison einen Umsatz von 3,81 Milliarden Euro. In der Spielzeit 2016/17 waren es 3,37 Milliarden.

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Trotz des Wachstums, das zu 65 Prozent auf den Medienvertrag zurückzuführen ist, sank der Gesamtgewinn in der zurückliegenden Saison auf 102 Millionen Euro. Bereits im vorangegangenen Spieljahr war das Plus auf 150 Millionen Euro geschrumpft, nachdem der Gewinn in der Saison 2015/16 noch die Rekordhöhe von 206 Millionen Euro betragen hatte.

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert bezeichnete die Bundesliga im Interview mit dem Handelsblatt als "im Großen und Ganzen sehr gesund". Der Profifußball sei über ein Jahrzehnt hinweg sechsmal stärker gewachsen als die deutsche Wirtschaft. Einmal mehr brachte Seifert sein Unverständnis über die Lohnpolitik von Vereinen zum Ausdruck: Manche Spielergehälter seien "tatsächlich schwer nachvollziehbar".

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Seifert kündigte für die DFL an, im Frühjahr 2020 die künftigen Medienrechte neu zu vergeben: "Wir arbeiten bereits seit einem Jahr daran." Wie der 49-Jährige weiter ausführte, hat die DFL neue Ideen entwickelt und befindet sich dazu mit dem Bundeskartellamt im Austausch. 

Einen Anstieg der Erlöse von 80 Prozent wie bei der jüngsten Vergabe der Medienrechte im Sommer 2016 erwartet Seifert offenbar nicht unbedingt: "Es geht ja nicht nach dem Prinzip Hoffnung." Der abgekühlte TV-Markt in England und Italien "sollte uns vorsichtig machen", meinte der DFL-Boss.