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München - Manuel Neuer und Arjen Robben fehlen den Bayern weiterhin. Trainer Niko Kovac hüllt sich bei seinem Keeper in Schweigen - und leidet mit Robben.

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So anfällig sich die Abwehr des FC Bayern zuletzt präsentierte, so sicher steht das Bollwerk abseits des Rasens.

Wenn es um die beiden aktuell größten Sorgenkinder Manuel Neuer und Arjen Robben geht, lässt sich Trainer Niko Kovac nicht aus der Reserve locken.

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Mit Verweis auf die ärztliche Schweigepflicht sprach Kovac am Freitag lediglich von einer Handverletzung. Laut Bild setzt den Nationalkeeper seit gut einer Woche eine Seitenband-Verletzung am rechten Daumen außer Gefecht. Aber wie lange fällt der 32-Jährige noch aus?

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Kovac geht bei Neuer kein Risiko ein

"Wir gehen kein Risiko ein. Erst wenn Manuel in Absprache mit den Ärzten sein Okay gibt, können wir ihn einsetzen. Vorher werden wir das nicht tun", sagte Kovac.

Für das Spiel gegen den FC Schalke 04 am Samstag (18.30 Uhr im LIVETICKER) reiche es demnach "wahrscheinlich eher nicht", sodass - wie schon in Leverkusen und im DFB-Pokal in Berlin - Sven Ulreich zwischen den Pfosten stehen wird.

Während Neuers langfristigem Ausfall in der Vorsaison war Ulreich nach anfänglichen Wacklern ein verlässlicher Vertreter, in den vergangenen beiden Partien musste der Ex-Stuttgarter allerdings schon fünfmal hinter sich greifen - was auch mit dem allgemein anfälligen Defensivverbund der Bayern zusammenhängt.

Für die allgemeine Stabilität wäre daher eine baldige Rückkehr des Kapitäns zwischen die Pfosten hilfreich.

Rückkehr gegen Augsburg oder Liverpool?

Im Hinblick auf das nächste Ligaspiel beim FC Augsburg am kommenden Freitag und dem Champions-League-Kracher in Liverpool am 19. Februar (21 Uhr im LIVETICKER) müsse man laut Kovac schauen, was passiert.

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"Die letzte Entscheidung hat immer der Spieler", betonte Kovac. "Wenn der Spieler sagt, er kann, gehen der Trainer und die Ärzte auch davon aus, dass es geht. Wenn der Spieler nicht sein Okay gibt, muss man das als Trainer akzeptieren und respektieren."

Comeback von Robben verzögert sich

Noch größere Rätsel gibt aktuell Robben auf. Am 27. November bestritt er in der Champions League gegen Benfica sein bislang letztes Spiel - und glänzte beim 5:1 mit einem Doppelpack.

Davon ist der 35-Jährige, dessen Zeit bei den Bayern im Sommer nach zehn Jahren endet, momentan weit entfernt.

Und Kovac leidet mit ihm.

"Arjen ist wie ein Seismograph"

"Er fühlt sich nicht gut", sagte Kovac über Robben, der zuletzt immer wieder vorzeitig das Training abbrechen musste. "Arjen ist wie ein Seismograph, er spürt sofort etwas. Ob das jetzt der Rücken oder der Oberschenkel ist, kann ich nicht sagen. Ich weiß nur, dass er noch nicht da ist - was mich persönlich ärgert und traurig macht."

Man arbeite daran, ihn wieder hinzubekommen - aber wie lange das noch dauert, darüber konnte Kovac keine Auskunft geben.

"Das kann von jetzt auf sofort gehen, aber das kann auch noch dauern", sagte der Kroate. "Vor einem Monat haben wir von ein paar Tagen gesprochen. Daher jetzt eine Prognose abzugeben, macht keinen Sinn."