Der 1. FC Nürnberg holte unter Michael Köllner nur zwei Bundesliga-Siege in dieser Saison
Der 1. FC Nürnberg holte unter Michael Köllner nur zwei Bundesliga-Siege in dieser Saison © Getty Images
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Trainer Michael Köllner steht beim 1. FC Nürnberg vor dem Aus. Denn sein Befürworter, Sportvorstand Andreas Bornemann, wurde am späten Montagabend entlassen.

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Wie geht es weiter mit Michael Köllner beim 1. FC Nürnberg? Über diese Frage wurde beim Club seit zwei Tagen intern intensiv diskutiert. Das Ergebnis ist aller Wahrscheinlichkeit nach, dass Köllner gehen muss.

Denn sein Befürworter, Sportvorstand Andreas Bornemann, wurde am späten Montagabend entlassen.

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Nach Informationen mehrerer Medien hatte sich der Aufsichtsrat des Tabellenschlusslichts nach dem 0:2 im Kellerduell bei Hannover 96 am Sonntag zu einer Dringlichkeitssitzung getroffen. 

Club wirft Bornemann raus

Laut Bild soll sich in dem neunköpfigen Gremium eine Mehrheit für einen neuen Trainer ausgesprochen haben. Allerdings kann der Aufsichtsrat nur eine Empfehlung aussprechen, eine Entlassung von Köllner muss der FCN-Vorstand vornehmen. 

Von dem zweiköpfigen Gremium wurde nun Sportvorstand Bornemann beurlaubt, wie der Club am Montag nach Mitternacht vermeldete. Es bleibt noch Finanzchef Niels Rossow.

Jener Bornemann, eben als Vorstand verantwortlich für die Trainerentscheidung, hatte dem stark angeschlagenen 49 Jahre alten Coach nach dem Spiel in Hannover, dem 15. (!) in der Liga ohne Sieg des Aufsteigers, noch vehement den Rücken gestärkt.

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Köllner vor dem Aus

"Wie viele unserer treuen Anhänger sind auch wir als Aufsichtsrat des 1. FC Nürnberg nicht zufrieden mit der sportlichen Situation, in der sich unser Verein gerade befindet", teilte der Club mit.

"Gerade die sportlichen Ziele sehen wir durch die jüngsten Ereignisse und Ergebnisse stark gefährdet. Aus diesem Grund haben wir uns als Gremium dazu entschlossen, den bisherigen Sportvorstand Andreas Bornemann von seinem Amt zu entbinden", hieß es weiter.

Der folgende Satz lässt vermuten, dass auch Köllners Uhr abgelaufen ist. "Leider konnten wir uns mit ihm nicht auf einen gemeinsamen Weg in die Zukunft, gerade auch in Bezug auf das Cheftraineramt verständigen", so Nürnberg in der Mitteilung.

Nicht versäumen wollte es der Aufsichtsrat, Bornemann für die geleistete Arbeit zu danken, "insbesondere für seinen maßgeblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Konsolidierung und den Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga."

Dortmund als nächster Gegner

Einige Medien berichten bereits von Köllners Aus, das am Dienstag wohl auch offiziell gemacht wird. Dann soll auch bereits eine neue Trainer- und Manager-Lösung präsentiert werden, heißt es. Die Bild bringt Köllners Co-Trainer Boris Schommers und Marek Mintal als mögliche Interimslösung ins Gespräch.

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Der Club ist mit zwölf Punkten nach 21 Spielen Letzter, liegt aber nur drei Zähler hinter dem Relegationsplatz. Im nächsten Ligaspiel ist am 18. Februar ausgerechnet Spitzenreiter Borussia Dortmund der Gegner.

Köllner hatte den Club am 7. März 2017 von Alois Schwartz übernommen. In der Spielzeit 2017/18 hatte er die Nürnberger zum Aufstieg in die Erste Liga geführt.